Finanzen

Wie autark sind wir wirklich?

Vom autarken Selbstversorger sind wir meilenweit entfernt. Für den Eigenanbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten fehlen mir Zeit und Muse und ich begnüge mich mit einem großen Kräuterbeet. Aber ein bisschen Autarkie erreichen wir immerhin mit unserer Photovoltaikanlage, die in Verbindung mit der Erdwärmepumpe das Haus – und damit uns – mit Energie und Wärme versorgt.

Eines vorweg: Ohne Stromspeicher geht Energieautarkie schon mal gar nicht. Die Sonne scheint nun mal nicht nachts, da hilft die beste Solarzelle nicht.

Seit Mai letzten Jahres bekommen wir Strom vom Dach. Also tagsüber. Nachts werden wir dann mit Sonnenschein aus der Batterie versorgt. Die Anlage arbeitet brav und fleißig und fängt jeden zur Verfügung stehenden Sonnenstrahl eifrig ein. Im Sommer kommt da naturgemäß einiges runter. Umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, dass der Installationstermin eher früh als spät im Jahr war und wir reichlich ernten konnten. So konnten wir schon einen Großteil des letzten Sommers mitnehmen.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, weswegen es durchaus nicht ganz unerheblich ist, wie schnell man an einen Installationstermin inklusive Inbetriebnahme kommt. Alles, was wir nicht selbst verbrauchen, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Vergütung erfolgt nach dem EEG, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, und ist für 20 Jahre ab der Inbetriebnahme der Anlage garantiert.

Neben dem Inbetriebnahmezeitpunkt ist der Betrag abhängig von der Größe der Anlage und der Art der Einspeisung. Letzteres wird unterschieden in Volleinspeisung und Teil- bzw. Überschusseinspeisung. Da wir den Großteil des Stromes selbst nutzen und nur den Überschuss abgeben, erhalten wir auch nur den geringeren Vergütungssatz für die Teileinspeisung.

Eine Volleinspeisung, bei der der gesamte produzierte Strom ins Netz gespeist wird, wird wohl höher vergütet. Ich habe mir allerdings nicht die Mühe gemacht, die Gründe dafür zu recherchieren, da das Thema für uns nicht relevant ist.

Allerdings sinkt die Vergütungshöhe, umso später die Anlage ans Netz geht. Die degressive Anpassung erfolgt halbjährlich und wir konnten uns noch den Betrag vor der Senkung im August sichern.

ZeitraumTeileinspeisung, bis 10 kWp [ct/kWh]
01.08.2024 – 31.01.20258.03
01.02.2025 – 31.07.20257.95
01.08.2025 – 31.01.20267.86
01.02.2026 – 31.07.20267.78
01.08.20267.71
Die Vergütung wird gesetzlich alle 6 Monate um ca. 1 % gesenkt. Entscheidend ist das Datum der Inbetriebnahme – der zu diesem Zeitpunkt gültige Betrag bleibt für 20 Jahre fest.

Reich wird man von der Einspeisevergütung offensichtlich nicht. Der wirtschaftliche Nutzen liegt eindeutig im Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms. Und da man weniger Geld für den eingespeisten Strom bekommt, als man für Strom aus dem Netz zahlen muss, lohnt sich vor allem ein eigener Stromspeicher.

Aber auch der ist an vielen Tagen irgendwann voll und wir haben weder die finanziellen Mittel noch den Platz unbegrenzt weitere Batterien im Keller aufzustellen. Gerade an sonnigen Tagen ist der Akku schon am späten Vormittag auf 100 %. Um das Maximum an Energie im eigenen Haushalt zu nutzen, laufen hier einige Verbraucher abhängig von der Sonneneinstrahlung.

Statt wie früher den Geschirrspüler am Abend laufen zu lassen, darf dieser nun am helllichten Tag seine Arbeit verrichten. Und wenn die Sonne so richtig lacht, muss die Waschmaschine auch gleich noch mit ran. Natürlich nur, wenn es auch etwas zu waschen gibt. Wir haben schließlich nichts zu verschenken und nachhaltig soll es ja auch bleiben. Da der Verbrauch aber „eh da“ wäre, kann man ihn ja auch so timen, dass er maximal durch Sonnenenergie abgedeckt wird.

Obwohl die Wintertage kürzer und dunkler sind, liegen wir laut App immer noch bei einer durchschnittlichen Energieunabhängigkeit von 80 %. Ich erspare uns jetzt allen die komplizierten Berechnungen der Amortisation über angenommene Laufzeiten, vermutliche Strompreissteigerungen und idealisierte Einspeisungen. Zusammengefasst behauptet die KI auf Basis der Daten, mit denen sie gefüttert wurde, dass sich die Anlage in 11,5 Jahren amortisiert und wir nach 20 Jahren einen konservativ gerechneten Überschuss von über 18.000 Euro (im Vergleich zu ohne Anlage) hätten. Klingt gut und die Rechnung scheint plausibel. Der Beweis steht allerdings noch aus und ich bewahre mir lieber eine gesunde Skepsis.

Nichtsdestotrotz lasse ich mich weiterhin von der Sonne takten und schaue vor dem Einschalten der Waschmaschine erst mal aus dem Fenster. Natürlich unter Vorbehalt – ich will ja nicht, dass uns der Wäscheberg über den Kopf wächst. Bevor das passiert, muss ich zähneknirschend eingestehen, dass man eben doch nicht ganz unabhängig ist. Aber fast. Und das ist doch auch schon mal was!

43 thoughts on “Wie autark sind wir wirklich?

  1. Zum Glück hat sich bei uns der Mann mit den ganzen Zahlen, Amortisation etc. beschäftigt und da bin ich auch ganz froh drum. Wir machen das aber auch so: Gewaschen und gespült wird nur noch im Hellen.
    So ein bißchen Autarkie ist ja schon ganz fein, finde ich. Finde ich auch immer spannend, wie lange wir auf dem Boot autark unterwegs sein können. Bei uns ist da aber eher das Thema Wasser ausschlaggebend, welches uns regelmäßig in Häfen bringt.
    Liebe Grüße aus der Dämmerung – Wäsche ist fertig.
    Britta

    1. Auf Strom kann man auch mal verzichten (wenn nicht gerade bei estremen Minusgraden die Heizung dran hängt), auf Wasser nicht. Wäsche ist hier auch schon gewaschen, die zweite Ladung darf bis morgen warten 😊.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  2. Könnte es sich bei dieser Autarkie nicht einfach nur um Trittbrettfahrerei handeln? Wenn keine Sonne scheint und der Speicher leer ist, muss wohl oder übel das Netz ran. Das muss aber jemand bereitstellen, betreiben und pflegen. Und das kostet. Das wird dann auf alle umgelegt.
    Nichts für ungut!

    1. Echt jetzt 😄 – das zahlen wir mit unserem Strompreis genauso, wie jeder andere. Mal abgesehen davon rechne ich ja auch keinem vor, dass ich nie krank werde aber einen nicht unerheblichen Teil meines Gehalts in die Krankenversicherung einzahle. Also werd bloß nicht krank. Ich hab keine Lust, das mitzuzahlen 😉. Nichts für ungut!

      1. Moin, so ganz war ist es nicht. Dadurch das man weniger Bezug hat, zahlt man auch weniger Netzengelte, für den eingespeisten Strom werden auch keine Netzengelte bezahlt. Das muss alles kompensiert werden. Die Kompensation erfolgt dann im Folgejahr durch eine Erhöhung der Netzentgelte für alle.

        1. Der Punkt mit Netzentgelten und Umverteilung ist ja grundsätzlich richtig. Mein Beitrag zielte allerdings nicht auf eine Systemkritik, sondern auf meine persönlichen Erfahrungen mit PV und Speicher im Alltag. Die gesamtgesellschaftliche Debatte dazu wäre spannend, würde hier aber den Rahmen sprengen.

    2. Interessanter Gedanke, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Nicht alles, was hinkt, ist jedoch ein Vergleich. Eine Krankenversicherung soll existenzielle Risiken absichern (dass da natürlich auch allerlei Unsinn versichert wird, steht auf einem anderen Blatt). Eine PV Anlage samt Speicher scheint mir aber eher nice to have. In der Stadt, in der ich wohne, soll das Gasnetz stillgelegt werden. Begründung: der Unterhalt würde zu teuer, weil zu wenige Leute es nutzen nach der Umstellung auf Fernwärme und Wärmepumpen…

      1. Das ist schon eine herbe Umstellung – hätte nicht gedacht, dass so etwas einfach so gemacht werden kann. Kann sich ja nicht jeder mal eben eine neue Heizungsanlage leisten. Wenn man die aber ersetzen muss, sind die Auflagen auch nicht ohne. Haben wir in der Vergangenheit schon lernen dürfen.

    3. Sehr gut erkannt. Das tragen alle Netzkunden über die Netzentgelte. Auch der zusätzliche Netzausbau, der teilweise benötigt wird, wird auf alle umgerechnet. Aus dem sozialen Blickwinkel, ist es nicht besonders gerecht. Ein weiterer Nachteil ist, dass der meiste PV Ausbau dort geschieht, wo kein Bedarf an Bezug besteht. Aktuell bringt der Wildwuchs bei erneuerbaren Energien mehr Probleme als Nutzen.

      1. Die Systemprobleme sind bekannt. Aber nichts zu tun, bis alles perfekt geregelt ist, bringt uns am Ende auch nicht weiter 😉

  3. Liebe Vanessa, das wollen wir jetzt 2026 angehen. Heizung ist getauscht und jetzt müssten wir nur noch unseren Strom selbst machen. ☺️ Wir erholen uns gerade ein wenig vom Heizungstausch. 😅
    Liebe Grüße Tina

    1. Das glaub ich – man ist immer froh, wenn die Handwerker erst mal wieder weg sind. Wir hatten die Leitungen zum Glück beim Hausbau schon eingeplant und vorbereiten lassen. So war es dann keine so große Aktion und nach zwei Tagen lief die Anlage schon. Ich drück euch die Daumen, dass es bei euch auch so reibungslos läuft.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  4. autarkie ist ein schöner traum 😀
    was machste, wenn tagsüber das wasser abgestellt wird in den kommenden dürresommern?
    bin ja schon bisschen länger auf der welt und habe kindheit und jugend in diktatur und mangelwirtschaft verbracht und da ich schon immer viel zu genau hingeguckt habe, habe ich in all den lebenjahren (57) sehr viel gelernt. auch über autarkie. mit eigenem sonnenstrom ist es noch lange nicht getan – das ist eher ein nettes gimmik.
    autarkie fängt im kopf an. oder wie die buddhisten sagen: keine anhaftungen.
    @garten: ich habe es tatsächlich mehrere sommer geschafft, dass wir ausschliesslich selbstgezogenes gemüse (zu gekauftem reis/nudeln/kartoffeln) essen konnten – plus dass ich noch für den winter einwecken konnte. leider haut es mit dem klima nichtmehr hin seit 3/4 jahren…..
    xxx

    1. Dank häufigen Wasserrohrbrüchen in der Straße, in der wir früher gewohnt haben, bin ich mit dem spontanen Wasserentzug geübt. Macht keinen Spaß und da weiß man es wirklich zu schätzen, wenn man einfach den Hahn aufdrehen muss. Um dann aber einen eigenen Garten zu bewässern, bräuchte es schon mehr als eine (bzw. mehrere) kleine Regentonne. Mal abgesehen vom Strom sind wir weit von Autarkie entfernt. Ach doch – immerhin mit getrockneten Gewürze sind wir noch gut versorgt und mein Chilivorrat reicht noch über drei kalte Winter 😬
      Liebe Grüße!

  5. Wenn ich es richtig verstehe, fehlt bei Euch eigentlich nur mehr selbstreinigende Wäsche (bügelfrei gibt es ja schon, selbstreinigende Geräte ebenso) und bei Euch ist energietechnisch dann schon viel nahe Perfektion.

    1. Das wäre echt mal eine Erleichterung – wobei wir technologisch hinterherhinken. So ein kleiner Staubi, der uns die Bude saugt, wäre ein echt netter Mitbewohner.

  6. Das ist eine feine Sache, wenn man denn die Möglichkeiten hat. In unserem weit über 200 Jahre alten Mehrfamilienhaus sind wir schon froh, dass wir eine Gasheizung haben. Warmwasser läuft nicht über die Heizung, sondern über einen Durchlauferhitzer. Immerhin ist der relativ neu und verbraucht nicht so viel Strom wie der alte.

    Möglicherweise kann man Solarzellen anbringen, wenn das Dach neu gedeckt wird. Das kommt in den nächsten Jahren auf die Eigentümergemeinschaft zu. Dann hat man zumindest hier eine bessere Isolierung.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Das stimmt, die Möglichkeiten muss man erst mal haben. In der früheren Wohnung waren wir schon froh, wenn die Gasheizung das Büro auf 18 Grad bekommen hat – alles darüber, einfach unbezahlbar…
      Die Isolierung macht auch viel aus. Die ist hier natürlich auch super und mit einem neuen Dach werdet ihr den Unterschied sicher merken. Wird sicher eine große Baustelle.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  7. Ist es denn nicht so, dass die Wärmepumpe im Winter extrem Strom zieht? Also dann, wenn die Energieausbeute per se ziemlich mau ist? Oder passt die Gesamt-Kalkulation mit dem verkauften Strom im Sommer?

    1. Im Sommer könnten wir ein kleines Vermögen machen. Wenn der Strompreis an der Börse im Minus steht, bekommt man allerdings keine Vergütung. Mit ganz, ganz viel Speicher könnten wir dann über mehrere Winter kommen. Also die Speichertechnik ist noch ausbaubar – leider nicht mein Metier.

  8. Hatten wir auch mal überlegt aber für uns rechnet sich das nicht. Aktuell haben wir uns sogar dazu entschieden, uns in den nächsten 5 Jahren die Bude hier zu verkaufen und in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Das Haus ist absolut nicht altersgerecht ist und wir wollen den Aufwand auch nicht betreiben. Das käme zur energetischen Sanierung nämlich noch on top. Mal schauen was so kommt.

    1. Bei dieser Planung würde ich das auch nicht machen. Da spart man das Geld lieber und steckt es dann in die neue Wohnung. Da will man es ja dann auch schön haben und die Wahrscheinlichkeit, dass man da vorm Einzug renovieren oder umbauen muss, ist nicht gerade gering. Ich drück die Daumen, dass ihr was schnuckeliges findes.

  9. Ein gutes Ergebnis! Dann hoffen wir mal, dass eure Anlage die 11,5 Jahre mitmacht.

    Wir haben ein Balkonkraftwerk – allerdings auf dem Dach und einen intelligenten Speicher dazu. Das war eine rein wirtschaftliche Entscheidung. Wir haben einen durchschnittlichen Grundverbrauch von ~ 65 kWh wenn wir zu Hause sind. Bei Abwesenheit von ~12 kWh. Eine große PV-Anlage macht da keine Sinn.
    Nachdem wir unsere diesjährigen Verbrauchsdaten dem Energieversorger mitgeteilt haben, fragte der an, wie diese Zahl zustande kommt.
    Wir sind im Sommer oft autark, im Winter klappt das allerdings nicht.
    Unsere Anlage wird sich in -+7 Jahren amortisiert haben. (Solange die Teile das überhaupt mitmachen.)

    Eine Frage habe ich: Wie deckt ihr die Energiespitzen von Herd, der Waschmaschinenheizung, dem Wasserkocher usw. ab? Die verbrauchen alle 1000 W und mehr. Kann/darf eure PV-Anlage das liefern, oder kauft ihr dann zu?

    1. Hallo Sibylle,

      gestatte eine Nachfrage bitte:

      > Wir haben einen durchschnittlichen Grundverbrauch von ~ 65 kWh
      > wenn wir zu Hause sind. Bei Abwesenheit von ~12 kWh.

      65kWh entsprechen bei 30 Cent pro kWh 19,50€. Was heißt jetzt Grundverbrauch – verbraucht ihr diese Energiemenge in der Woche? Im Monat?

      Oder war das schlicht ein Tippfehler in den Einheiten, und ihr verbraucht 65W als Grundlast, wenn ihr zuhause seid, und 12W, wenn ihr abwesend seid?

      Gruß Walter

        1. Hallo Sibylle,

          danke fürs Richtigstellen und Gratulation zu eurem sagenhaft niedrigen Stromverbrauch!

          Gruß Walter

    2. Da die Anlage ja immer noch am Netz hängt, weiß ich das mit den Energiespitzen gar nicht genau. Zumindest wurde im Sommer oft über Tage kein Strom aus dem Netz gezogen, auch wenn die Geräte genutzt wurden. Allerdings hat auch unser Energieversorger sich mit der Umstellung schwer getan. Anfangs war es ein echter Kampf, die Werte im Portal einzutragen. Die wurden immer als unplausibel abgelehnt 🙄. Zwischenzeitlich haben wir auch das hingekriegt.

  10. Ich finde, jeder gute Versuch ist einer. Es geht dabei ja nicht um Vollkommenheit. Und darum finde ich gut, dass ihr die Möglichkeit habt und nutzt.
    Es entwickelt sich ja auch immer weiter und wenn man, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, mitgeht, dann ist jeder Beitrag einer. Komplett autark zu sein, stelle ich mir schwierig vor.
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Man tut was, man kann – wie man so schön sagt. Auf jeden Fall nutzt man den Strom aus der Steckdose viel bewusster. Außer an Weihnachten aber darüber reden wir lieber nicht 😉.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  11. Sehr gut erklärt. Das war ja mein Job EEG die letzten 30 Jahre. Ich hab ja schon so einiges gesehen. Vorallem wenn ich dann die Anlage für die Abrechnung im System anlege und da krausen sich mir die Haare was die Leut sich alles andrehen lassen. Dubiose Cloudslösungen, zu groß, kein Speicher und dann jammern warum ich nur 10 % Eigenverbrauch habe, halbferige Anlagen auf den Dächern wo der ausführende Betrieb nicht mehr kommt, dann merken einige doch nicht mal dass die Anlage defekt ist und und und.
    Aktuell haben wir für uns mal Angebote rechnen lassen und haben gerade einen Favoriten. Da ware auch zwei dabei da standen mir die Haare zu Berge. Wobei mir schon bei der Anfage bewusst war, dass diese beiden nicht in Frage kommen, wollte es nur wissen. Und ich hab natürlich allen verschwiegen dass ich die Fachfrau dafür bin. Ob wir eine jetzt aufs Dach machen ist noch nicht 100 %ig entschieden. Der letzte Vororttermin fehlt noch bis zur finalen Entscheidung.
    Ein bisschen autarker ist man ja schon aber ganz werden wir es nimmer.

    Liebe Grüße Ursula
    PS: Mein Minijob ist es gerade die Abrechnungen zu prüfen und die Zahlungen freizugeben und mich mit denen rumzuärgern die wegen 3 Euro Abschlag im Monat einen Aufstand machen.

    1. An die Phase der Angebotseinholung erinnere ich mich auch noch gut. Da gibt es schon himmelweite Unterschiede. Am Ende war es gar nicht so einfach, da wir zwei ganz gute Angebote hatten. Da werden dann die kleinen Dinge wichtig – einer hat sich das Dach vorab mit der Drohne angeschaut. Und die Batterie hat eine eingebaute Sicherheitsfunktion und löscht sich im Notfall selbst. Ich hoffe allerdings, dass wir das nie erleben. Da wird es bei euch ja vielleicht auch nochmal spannend – ich drück die Daumen.
      Liebe Grüße
      Vanessa
      PS: Jeden Monat 3 Euro macht am Ende des Jahres schon eine Partypizza 😉

  12. Ich bin bei diesem Thema ja immer ein wenig schwankend in meiner Bilanz: natürlich finde ich es Klasse, wenn man selber Strom erzeugen und so die externen Anbieter zum Teil umgehen kann. Allerdings rechne ich da natürlich immer auch die Herstellung der Voltaikpaneele und deren Entsorgung später dagegen. Und auch wenn ich absolut keine Expertin bin denke ich, dass diese Rechnung (noch) nicht aufgeht (genau wie bei den E-Autos auch). Mein „Rezept“ wäre da vor allem die Konstruktion viel sparsamerer Geräte etc. und den sorgsamen Umgang mit Strom im Allgemeinen. Ich frage mich z.B. ernsthaft, warum nachts überall die gesamte Strassen-Beleuchtung und ausserdem jede Menge Werbe-Installationen brennen müssen? Da könnte man schon eine Menge erreichen, würde man das anpassen.
    Für den privaten Anbieter kann aber so eine Anlage auf dem Dach ein kleiner Schritt Richtung Autarkie sein, auch wenn die Otto Normalverbraucher wohl nie erreichen wird. Da hängt halt noch viel, viel mehr dran. Aber allein schon die Tatsache, dass sich Jemand Gedanken dazu macht und nicht einfach nur fröhlich konsumiert, ist sehr löblich. Würden das nur mehr Menschen tun…..
    Herzliche Grüsse!

    1. Wie bei allem, was man so im Gebrauch hat, kommt es auch auf die Nutzungsdauer an. Daher hoffe ich, dass wir lange – sehr lange – nichts ersetzen müssen. Gerade bei solchen komplexen Produkten mit schwer zu recycelnden Bauteilen macht man sich leider nicht viele Gedanken über das Ende des Produktlebenszyklus.
      Was die Straßenbeleuchtung angeht, bin ich zwiegespalten. Im Dunkeln fände ich es mancherorts gruselig (in vielerlei Hinsicht). Aber bei der Werbebeleuchtung bin ich völlig deiner Meinung – die könnte man von mir aus auch 24/7 ausschalten 😉.
      Liebe Grüße!

  13. Hallo Vanessa,
    es ist ein gutes Gefühl, die Anlage auf dem Dach und den Speicher im Keller zu haben. Mit dem Nutzen der E-Geräte am Tag könnte ich konsequenter sein, aber wenn mal viel Geschirr zum Kochen und Backen gebraucht wird, will ich die Küche, die zum Wohnbereich offen ist, nicht voll stehen haben.
    Liebe Grüße
    Susanna

    1. Ewig kann man ja auch nicht auf Sonne warten. Der Geschirrspüler ist zwar ein guter Zwischenparkplatz aber irgendwann braucht man den Inhalt ja auch wieder. Ich hab mich mittlerweile dran gewöhnt – immer wenn sich die Sonne zeigt, überlege ich, ob was angeschaltet werden müsste 😄.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  14. Seitdem wir die PV-Anlage haben, lassen wir auch elektrische Geräte laufen, wenn die Sonne scheint.
    Wir haben eine Luftwärmepumpe, die Dächer sind durch Bäume im Park im Winter mehr verschattet, außerdem lag jetzt viel Schnee drauf, sodass bei uns im Winter doch der meiste Strom für Heizung und Geräte aus dem Netz kommt und nicht vom Dach. Jetzt geht es langsam wieder los, gestern war der Akku zu 16% voll geworden.
    VG
    Elke

    1. Den Schatten durch Parkbäume würde ich glatt vorziehen. Die Aussicht auf die Nachbarhäuser ist jetzt nicht so berauschend aber immerhin haben wir eine schöne Fernsicht. Man merkt auch, dass die Tage wieder länger werden und bei Sonnenschein sind wir mittags schon wieder bei 100%. Da könnte ich eigentlich mal wieder einen Kuchen backen 🤔.
      LG
      Vanessa

  15. Solarpanel hatte mein Ex schon vor über 30 Jahren auf das Hausdach seiner Eltern installiert, ich weiß nicht, wie das damals war mit der Eigennutzung und Speicherung, aber sicher nicht viel anders. Es ist ganz sicher ein tolles Gefühl, wenn man quasi autark vom öffentlichen Stromnetz ist. Ehrlich gesagt hab ich sogar schon über ein kleines „Balkonkraftwerk“ (Südseite, viel Sonne!) nachgedacht, aber der Aufwand für das bisschen Strom, was ich verbrauche, lohnt sich definitiv nicht, zumal ich mit Gas heize und koche. Die Anschaffung wäre definitiv nicht nachhaltig.
    Das einzige Mal, wo ich mich mit Solar und Batterien beschäftigt habe, war, als ich darüber nachgedacht hatte, im Van umherzureisen – hab ich aber aufgegeben :-))) Da wurde mir bewusst, dass der Strom ja irgendwo eingespeist werden muss, um auch nachts an ihn ranzukommen :-))) Irgendwie finde ich es cool, dass sowas ohne weiteres geht und sogar Laien sowas installieren könnten.
    Auch wenn das vielleicht nicht in den Stil deines Posts passt, aber Autarkie ist tatsächlich mehr ein Gefühl als alles andere. Umso besser, wenn du jetzt das Gefühl der Unabhängigkeit hast, ich glaub, das ist viel wert! (Sorry, aber über Kilowatt und Co. kann ich jetzt nicht so viel schreiben… bin da völlig ahnungslos.)
    Liebe Grüße und viel Sonnenschein! 🙂

    1. Viel Sonnenschein nehm ich gerne – der tut ja nicht nur der Solaranlage gut. Gas hatten wir früher auch, das vermisse ich nicht. Obwohl so ein Gasherd mit richtiger Flamme auch was hat. So einen hatten wir in einer Ferienwohnung und irgendwie kommen da dann immer schöne Erinnerungen hoch. Nicht so prickelnd war es hingegen, als die Feuerwehr wegen eines Gaslecks in der Nachbarschaft anrücken musste. Für die mobilen Solarpanels gibt es mittlerweile bezahlbare Akkus. Damit haben wir die Gartenhütte der Schwiegermama ausgerüstet, so dass sie auch an langen Abenden noch Licht hat. Von den alten Leuten kann man das Feiern lernen 😄.
      Liebe Grüße und noch mehr Sonnenschein ☀️

  16. Liebe Vanessa,
    dafür bewundere ich euch. Wir hatten vor ca. 4 Jahren mal mit den Nachbarn uns für eine Gemeindeprojekt beworben.
    Doch irgendwie hat das nicht geklappt und dann haben wir es aus den Augenverloren uns um eigene Stromerzeugung zu kümmern.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass wir eigentlich zu wenig Fläche haben.
    Es ist dann als eher ein kleiner Nutzen … aber vermutlich besser als gar keiner.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
    Herzliche Grüße
    Jutta

    1. Wenn es sich nicht so richtig lohnt, braucht man ja auch keine Energie in das Thema stecken. Fläche und Ausrichtung müssen schon passen. Ist ja keine kleine Inverstition.
      Liebe Grüße
      Vanessa

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