Alltagshelden Minimalismus

Noch alle Tassen im Schrank?

Ob bewusst oder unbewusst – so ziemlich jeder hat die eine oder andere morgendliche Routine. Dazu gehört bei den meisten auch das obligatorische Heißgetränk, wahlweise Kaffee oder Tee. Und natürlich hat mancher dafür auch seine bevorzugte Lieblingstasse. Und da man ja eh immer wieder dasselbe Getränk aus derselben Tasse schlürft, kann man sich den einen oder anderen Spülgang sparen. Für die einen ist es Patina, für die anderen ein unappetitlicher Abstandshalter. Wahrscheinlich gibt es kaum eine wirkungsvollere Maßnahme, damit die eigene Tasse nicht von Kollegen „adoptiert“ wird.  

Allerdings haben wir nicht alle das gleiche Bild im Kopf, wenn wir von einer Tasse sprechen. Das, was gemeinhin in Cafés als Tasse durchgeht, läuft bei mir unter Puppengeschirr. Ich habe eher einen Becher mit Henkel im Kopf. Also etwas, wo auch ordentlich was rein geht. Von so einem Schlückchen Kaffee wird ja keiner wach und bei einer traditionellen chinesischen Teezeremonie bin ich ebenfalls raus. Die Vielfalt dessen, was sich hinter dem Sammelbegriff „Tasse“ verbirgt, zeigt sich bei einem Blick auf die entsprechende Seite bei Wikipedia. Da werden die verschiedenen Tassen sogar nach Größe und Fassungsvermögen klassifiziert und man findet Verweise auf kuriose Unterarten wie die Kapillar-Kaffeetasse zur Verwendung bei Schwerelosigkeit, die Pelztasse als künstlerische Interpretation oder die Barttasse – als Nicht-Bartträgerin hätte ich das gedanklich unter „Dinge, die die Welt nicht braucht“ abgelegt.

Was man ebenfalls nicht braucht, was aber irgendwie immer wieder versucht, sich aufzudrängen, sind Werbegeschenke in Form von Tassen. Die sind selten schön und vermehren sich wie die Karnickel, wenn man nicht aufpasst. Ich erinnere mich mit Grausen an das vermeintlich nett gemeinte Paket mit Werbe-Kaffeetassen von unserer Hausbaufirma. Die kann man nicht mal weitergeben und nachdem mir partout keine bessere Verwendung dafür kam, sind sie nach einmaligem Einsatz als Pinselhalter beim Streichen in den Müll geflogen. Generell sind Tassen ein beliebtes Geschenk, eine Mischung aus nützlich, persönlich aber trotzdem unverfänglich. Und oft sind genau solche Exemplare dann auch besonders geliebt und häufig im Einsatz, wenn sie von einem besonderen Menschen kommen. Oder man schenkt sie sich selbst – als Souvenir, reinen Gebrauchsgegenstand, morgendlichen Gute-Laune-Garant oder einfach, weil man das Motiv so schön findet.

Bis dann irgendwann der Schrank aus allen Nähten platzt. Wie viele Tassen braucht man bzw. kann man (ge-)brauchen?! Darauf gibt es keine One-fits-all-Antwort. Solange sich der Küchenschrank unter dem Gewicht der Tassen nicht in den Tod stürzt und kein Exemplar ungenutzt in der hintersten Ecke Staub ansetzt, hat man zumindest nicht exorbitant zu viele. Andererseits könnte man über eine Sortimentserweiterung nachdenken, wenn Gäste nur sequenziell mit Kaffee verköstigt werden können.

Hier im Haushalt gibt es vier schöne Tassen, die wir auch gerne für Tee nutzen und mit denen Gäste in der Regel versorgt sind. Daneben steht noch eine Sea-Shepherd-Merch-Tasse im Schrank, die ebenfalls immer wieder im Einsatz ist. Doch für den morgendlichen (und über den Tag verteilten) Kaffee haben wir beide noch jeweils einen absoluten Favoriten. Kalter Kaffee soll zwar angeblich schön machen – ich halte das für Unfug. So wie man das Gesicht verzieht, macht der höchstens Falten – ist hier aber nicht sonderlich beliebt. Daher hat hier jeder seine eigene Thermotasse, die dafür sorgt, dass man auch dann noch heißen Kaffee genießen kann, wenn man mal in eine besonders spannende Tätigkeit abgetaucht ist. Im Gegensatz zu Porzellan und Keramik verzeihen die doppelwandigen Metallbecher auch unabsichtliche Flugübungen. Nicht, dass wir ständig mit Kaffee um uns werfen würden, aber hier ist nun mal nichts gegen die Schwerkraft immun. Aus Erfahrung weiß ich auch, dass ein Henkel nach dreifachem Kleben nicht besser hebt. Manche Becher hat man definitiv weniger gerne gehen lassen als andere.

Bei aller Liebe und obwohl mein handschmeichelnder Kaffeebecher einen verdammt guten Job macht, ist so ein Alltagsgegenstand immer ein bisschen selbstverständlich. In der täglichen Routine nimmt man die kleinen Dinge, die einem das Leben so schön machen, oft gar nicht wahr. Dabei ist es nicht nur das Blümchen am Wegesrand, für das man oft keinen Blick hat. Wenn man es aber sieht, freut man sich darüber. Auch unsere Alltagshelden könnten wir etwas mehr wertschätzen (so wie die Maus) und vielleicht sogar etwas achtsamer damit umgehen. Ich zumindest freue mich nachdem ich diesen Text geschrieben habe darüber, dass der völlig vergessene Kaffee noch (zumindest ein bisschen) dampft!

48 thoughts on “Noch alle Tassen im Schrank?

  1. Brauchst du noch Tassen? Im Laufe der Zeit haben sich bei mir so viele Tassen angesammelt – Urlaubs-Souvenirs, Geschenke, Spotan-Käufe, Nerd-Kram – dass ich gar nicht mehr weiß, wohin da mit. Weil ich aber auch so ein vorsichtiger Mensch bin! Es geht mir selten eine kaputt (eigentlich nie), so dass sich das Thema von selbst erledigen würde.

  2. dass diese tasse gut in der hand liegt, sieht man sofort!
    aber – aus blech schmeckt mir der kaffee nicht, war immer grenzwertig beim biwakieren. deswegen steht mein frühstückskaffee – fix&fertig mit hafer/mandelmilch – in einem kännchen auf einem stövchen und in den extrem handschmeichlerischen, von einer sehr talentierten töpferin handgemachten henkellosen keramikbecher kommt immer nur soviel heisse flüssigkeit wie ich gleich runterkippen kann 😀
    den becher hab ich mir mal selbst geschenkt – mit abstand das teuerste stück geschirr in meinem schrank.
    prost kaffee! xxx

    1. Ich habe nur eine Abneigung gegen Kaffee aus Pappe oder Plastik aber vielleicht ist mein Becher auch etwas anders gestrickt. Da merke ich eigentlich keinen Unterschied zu Keramik. Kännchen mit Stövchen klingt richtig schön nach Zelebrieren des Kaffeetrinkens. Dafür nimmt man sich ja oft viel zu wenig Zeit.
      Liebe Grüße und darauf noch einen Kaffee!

  3. Ich habe einige Lieblingstassen und ja so einige im Schrank. Ich mache viel zu wenig Geschirr kaputt. Ich trinke am Liebsten aus Keramik oder Porzellanbechern, Metall ist nicht so meins. Meine liebste Tasse habe ich beim Stöbern nach einem Schrottwichtelgeschenk gefunden. Meine Miniontasse. Der Göga fand das ist perfekter Schrott und ich war sofort verliebt und es mussten zwei gekauft werden. 🤭
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

    1. Die Minions machen auch einfach gute Laune. So kann man gleich viel besser in den Tag starten. Seit wir uns mit Tellern über das Maß hinaus eingedeckt haben, geht hier auch nichts mehr kaputt. Und wenn, dann sicher nicht die Sachen, bei denen es „ok“ wäre 🤔.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  4. Ich hab Kaffeegeschirr (Lilienporzellan) zu Hause, und dazu noch ein paar größere Häferl mit Henkel – vielleicht so 5 Stück? Die nehme ich gerne für Kakao 🙂

    Für alles was zu viel ist, habe ich eine für mich einfache Lösung gefunden: ab in die Firma damit. In der dortigen Küche steht im Schrank schon seit jeher ein buntes Sammelsurium an Tassen (die von allen verwendet werden): bunte Tassen, weiße Tassen, Werbetassen, Glühweinhäferl, Smileytassen, Motivtassen, Tassen, Tassen, Tassen. Und da dort doch regelmäßig welche kaputt gehen, haben meine alten Tassen ein schönes zweites Zuhause gefunden 🙂

    1. Solange die Küchenschränke in der Firma es zulassen… Allerdings scheint mir, dass es bei Kaffeelöffeln genau umgekehrt läuft. Da herrscht immer gähnende Leere. Vielleicht sollte man statt Tassen zukünftig Löffel verschenken.

    1. Die „klassischen“ mit Deckel sicher. Ich wollte explizit keinen Becher aus Kunststoff un zu Hause brauche ich auch keinen Deckel. Wenn ich mir den Mann so anschaue, nachdem er einige Tassen Kaffee intus hat, scheint so eine Barttasse gar nicht so falsch zu sein 😄.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  5. Hm, wie wird man Tassen los, die man geschenkt bekommt?
    Die vom Arbeitgeber: Jeder Mitarbeiter hatte eine 0/8/15 Tasse mit Fehldruck!! des Arbeitgeberlogos zur Weihnachtsfeier geschenkt bekommen. Ich hatte sie doch leider am Ende der Veranstaltung vergessen einzustecken. Schaaade!
    Von der lieben Verwandtschaft: Schönheit ist ja Geschmackssache und wenns so gar nicht in den Haushalt passt – bei der Aufbaugilde hat sich sicher jemand über neue 6 Tassen gefreut. 🤗
    Liebe Grüße, Sibylle

    1. Das ist die große Frage! Solche „Geschenke“ finde ich richtig schlimm. Den Mitarbeitern den Müll zu überlassen, hat nichts mit Wertschätzung zu tun und so eine Tasse hätte ich auch „vergessen“. Im „Vergessen“ von Werbegeschenken und anderem Krempel bin ich zwischenzeitlich Profi 😉
      Liebe Grüße
      Vanessa

  6. Eine schöne Ode an die Tasse.

    Ich mag Becher ohne Henkel und mit Henkel. Alle paar Jahre wird aussortiert, weil immer mal neue dazu kommen. Aus Metall mag ich gar nicht trinken, am liebsten ist mir Porzellan oder Keramik.

    Komm gut durch den Tag mit genügend Kaffee!

    1. Du bist nicht die Erste, die das zu Metal schreibt. So langsam glaube ich, dass mein Becher da ungewöhnlich gut funktioniert – da ist kein Unterschied zu Keramik, was vielleicht an der Doppelwand liegt. Ohne Henkel ist mir lieber als mit so einem Minihenkel, bei dem man sich schier die Finger bricht.
      Jetzt wird erst mal nachgefüllt!

  7. Stimmt irgendwie, während mit der Zeit Socken einzeln in ein Paralleluniversum verschwinden, neigen Tassen zur unerklärlichen Vermehrung. Bei meiner Übersiedelung vor einem Jahr habe ich dann die meisten auf Reisen geschickt (Portal Altstoffsammelzentrum), da sie ohnehin schon volljährig waren und schon lange nichts mehr zum Haushalt beitrugen.

    Und ja, alles unter Halbliterhumpen ist für Werktätige keine Morgentasse.

    1. Bei den Humpen bin ich vorsichtig – hab mal bei St***s einen großen Kaffee bestellt. Da hat man ne Weile dran zu kämpfen. Wobei mir das immer noch lieber ist, als die Puppenhaustassen, die man sonst oft bekommt. Da wiederum ist dann meist der Kaffee besser.

  8. Wer einmal aus dem Blechnapf frißt😁 Ich kenne das Phänomen, dass der Haushalt genug Kaffeepötte vorhält, wen man sie braucht, verstecken sie sich ALLE in der Spülmaschine. 😅

    1. Das erklärt auch, warum sich manche lieber eine Patina züchten – da muss man die Tasse gar nicht erst aus der Hand geben 😉

  9. Ich mag schöne Tassen, wie ich generell gerne schönes Geschirr mag. Bei Werbegeschenken bin ich auch raus. Allerdings haben wir die eine Zeitlang für Polterabende aufbewahrt, da waren die schon praktisch.
    Anders als du, ist mein Mann ein Fan der Kaffeetasse und nicht des Bechers. Ich trinke aus beidem gerne. Was ich an Tassen nicht mag, sind super kleine Griffe, wo man mit dem Finger nicht hineinkommt und es aber auch zum Festhalten sehr dumm ist.

    Natürlich habe ich zu viele Tassen im Schrank, aber das ist besser als nicht alle im Schrank zu haben 😅😉
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Grmpf, diese Dekorationsgriffe könnte man meinetwegen auch gerne einsparen. Da bekommt man doch einen Krampf im Finger 😄. Neulich hatte ich sogar ein Exemplar in der Hand, das ein Linkshänder nicht mal hätte greifen können. Sehr schickes Design aber ich will den Kaffee ja nicht nur anschauen – schließlich habe auch ich noch alle Tassen im Schrank 😉😄
      Liebe Grüße!

  10. Ich gestehe: ich habe auch einen Tassentick. Aber dieser Tick betrifft schöne Keramik im Allgemeinen. Gerne so richtig „handliche“, aus dickem Material, mit herrlichen Glasuren, am allerliebsten handgemacht. Und so sammelt sich in unserem Küchenschrank inzwischen einiges an hübschen Tringefässen (und Suppenschalen und Tellern! 😊) an. Eine fröhliche Mischung, stilistisch und farblich. Ich kann mich ja immerhin mit der Tatsache herausreden dass man, um die Spülmaschine ökologisch sinnvoll befüllen zu können, genug Geschirr besitzen muss. Pffttthhh…..!
    Dann und wann wandert mal wieder ein Teil in den Brocki. Dumm nur, dass sich dort halt auch viel zu oft was findet, das gerne mitmöchte…. Aber nun. So unterhält sich der Kreislauf von ganz alleine.
    Für unterwegs hab ich auch einen doppelwandigen Metallbecher. Den hab ich mal, vor vielen Jahren, von einem pharmazeutischen Vertreter geschenkt bekommen. Der Deckel ist irgendwann klammheimlich verschwunden, der Becher tut seinen Dienst nach wie vor ganz vorzüglich. Denn das ist das Schöne an Metall: es ist beinahe unverwüstlich. Und so wird er mich wohl noch lange auf ausserhäusischen Kaffeepausen begleiten.
    Herzliche Grüsse!

    1. Die Liebe zu schöner Keramik kann ich absolut nachvollziehen. Bei mir braucht es manchmal ganz schön viel Selbstbeherrschung, um meiner Liebe zu Schälchen nicht nachzugeben. Eigentlich braucht man ja nichts… Andererseits wurden die beiden Exemplare aus dem Töpferkurs gleich in Beschlag genommen. Wie gut, dass ich in zwei Wochen nochmal einen Tag in der „offenen Tonwerkstatt“ habe.
      Die volle Spülmaschine ist ein gutes Argument. Das gilt ebenso für die Waschmaschine. Beides sollte nicht leer laufen und da können ein paar Teller (bzw. Unterhosen) mehr sogar nachhaltiger sein. Darauf einen Kaffee 😊
      Liebe Grüße!

      1. Ohja, töpfern würd ich auch mal wieder gerne. Hab früher, als ich noch im Heim für merhfachbehinderte Kinder gearbeitet hab, öfters in der dortigen Töpferwerkstatt auf der Scheibe gedreht. Ist eine ganz wunderbare Arbeit, und hinterher hat man wortwörtlich was in der Hand. Mal schaun, ob hier im Freizeitzentrum Kurse angeboten werden….
        Liebe Grüsse!

        1. Das mit der Scheibe steht noch aus aber ich weiß, dass es immer mal wieder in erreichbarer Nähe einen Kurs gibt. Also werde ich einfach Augen offen halten und dann sehen wir, ob ich am Ende von einem Erfolg oder eher einem Unfall berichten kann 🫣.
          Liebe Grüße!

  11. Kaffee mag ich eigentlich auch lieber aus Porzellan oder Keramiktassen. Die Metallbecher habe ich aber auch auf dem Boot. Wegen unkaputtbar. Aber wir nutzen sie für kalte Getränke, die halten Kälte nämlich auch ganz gut fest.
    Früher hatten wir auch eine üble Tassenflut – da habe ich vor einiger Zeit gnadenlos ausgemistet. Nun hab ich nur noch Lieblingstassen – aber auch die sind gar nicht mal so wenig.

    1. Für ein sommerliches Kaltgetränk ließe sich mein Kaffeebecher definitiv gut umfunktionieren. Eiskaffee wäre nahe liegend…
      Ein Schrank voller Lieblingstassen ist doch auch schön. Dann hat man ein bisschen Abwechslung und es sagt ja keiner, dass die eine bestimmte Anzahl nicht überschreiten dürfen. Du hast halt ein großes Herz 😉

  12. Deine Edelstahlbecher sehen sehr schick aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass man solches Geschirr in der Regel sehr gut reinigen kann. Kaffee und Tee trinke ich tatsächlich am liebsten aus Keramikbechern. Am schlimmsten finde ich total verdreckte Teetassen, die nur kurz mit Wasser ausgespült werden. Das kann auf Dauer nicht gesund sein.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. So eine Patina-Schicht härtet vielleicht auch ab 😄. Es heißt ja, dass unsere Umgebung schon zu steril wäre. Ich würde aber trotzdem eine saubere Tasse immer vorziehen. Außer, es ist der eigene „Dreck“…
      Liebe Grüße
      Vanessa

  13. Ich liebe Porzellantassen, je älter, desto besser. Aber inzwischen versuche ich, nicht noch mehr anzuschleppen. Eine besonders geliebte ist eine alte Teetasse mit schnörkeligem Griff, wozu es nicht mal eine Untertasse gibt – und auch nie mehr eine gefunden wird, denn laut Stempel ist das Ding von 1913. Wenn die erzählen könnte… Aus Kunststoff schmeckt mir Kaffee oder Tee nicht, Metall geht grade noch so.

    1. Wow, da hat dein Einzelstück wirklich ein stolzes Alter. Ihre Geschichte wäre bestimmt interessant. Kunststoff steht da als Alternative nicht annähernd zur Debatte!

  14. Hallo Vanessa, ich habe für verschiedene Tageszeiten und Anlässe verschiedene Tassen. Morgens muss es Tee aus dem hellgrünen Becher sein, abends der überbrühte Ingwer aus der größten Star…ckstasse, die wir haben und als Begleiterin auf der Gartenrunde die große Cappuchinotasse für einen blonden Darjeeling. Nur aus dem Warmhaltebecher schmeckt Tee einfach scheußlich. Liebe Grüße Susanna

    1. Für Tee nutze ich tatsächlich auch unsere „normalen“ Tassen. Wobei ich unterwegs beim Tauchen/Wandern auch durchaus den Tee aus der Thermoskanne im Becher trinke und mich dann so über was Warmes freue, dass der Becher nebensächlich ist. Funktioniert auch mit Glühwein 😁.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  15. Ich oute mich mal als merkwürdig: Ich mag kalten Kaffee 😄. Oft verlasse ich morgens das Haus, lasse im Regal einen halbvollen Becher mit Kaffee stehen und trinke den Stunden später, wenn ich wieder zuhause bin.
    Hier gibts einige Becher, die ich „Anlasstassen“ nennen würde. Du kriegst sie zu einem bestimmten Anlass wie Geburtstag. Dann steht vielleicht nur Happy Birthday drauf und damit sind sie an 364 Tagen im Jahr eigentlich falsch. Hast du ein Haustier, gibt’s Becher mit Kätzchen als Henkel. Bist du Fan von irgendwas, kriegst du Tassen mit Motiv davon. Meine Walking Dead Tasse steht im Büro, da traut sich keiner ran 😄.
    Wir haben mehr als genug Tassen, aber an einigen hängt das Herz. Der Glasbecher mit dem selbst gestrickten Überzug von meiner Mutter, ziemlich unpraktisch, weil man den Überzug runterfummeln muss, bevor der Becher in die Maschine kommt. Aber so gemütlich für Tee!

    1. Definitiv merkwürdig 😄. Mit kaltem Kaffee kann man mich jagen. Im Büro sind „individuelle“ Tassen ganz praktisch, wenn man seine eigene nehmen möchte. Hatte früher meine Sea-Shepherd-Tasse auf dem Schreibtisch – mit dem Totenkopf drauf hat die auch keiner angerührt.
      Ein Mäntelchen für die Tasse hört sich kuschelig an. Ich kenne hier einen, der würde das lieben (und ich weiß auch schon, wer das immer reinigen müsste…).

  16. Hallo Vanessa,

    von Barttassen höre ich gerade zum ersten Mal und frage mich, wie es sein kann, dass man mir diese geniale Erfindung bis jetzt vorenthalten hat! Obwohl ich nur Dreitagebart trage, bleibt beim Trinken ständig was daran hängen. Andererseits sind die Barttassen wahrscheinlich fürchterlich bei der Reinigung. 🙈

    Lieber Gruß
    Philipp

    1. Hallo Philipp,
      wahrscheinlich tut es so ein Schnabelbecheraufsatz wie ihn Thermotassen haben auch. Ich habe mir bei sowas mal übel die Zunge verbrannt aber das kann man bestimmt auch lernen 🫣. Finde die aber ebenfalls fürchterlich zu reinigen.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  17. Hey,
    ach die lieben Tassen. Ich habe mich schon von einigen getrennt und mein Schrank beschränkt sich auf ca. 10. Dafür sind es jedoch besondere. Zu viele Tassen nehmen einfach Platz weg 🙂 – das habe ich lernen dürfen.
    Liebe Grüße!

    1. Wenn man sich auf die besonderen Tassen beschränkt, kann es trotzdem eine ganze Menge werden. 10 finde ich gar nicht so viel, auch wenn wir schrankbedingt, und weil es uns auch reicht, weniger haben. Man hat ja auch mal Besuch da und wenn man dann erst die Tassen aus der Spühlmaschine angeln muss (oder taktisch spülen muss), nervt das manchmal ganz schön. Aber für diese wenigen Male schaffe ich jetzt keine neuen Tassen an.
      Liebe Grüße!

  18. Adoptierte Tassen, Werbetassen und Co hatte ich vor einiger Zeit rigeros aussortiert. Ich mag ja schönes Geschirr und ein paar so Teile hab ich schon länger im Blick…. nur im Blick. Ich hab ja meine zwei Lieblingstassen. Eine für den Tee und die andere für den Kaffee. Doch im Keller gibt es noch drei Tassen mit Weihnachtsmotiven. Die hatte ich dieses Jahr gar nicht geholt.
    Ergo: Soviele Tassen hab ich gar nicht im Schrank.
    LG
    Ursula

    1. Wenn die Weihnachtstassen im Keller stehen, hast du dann etwa nicht alle Tassen im Schrank 🤔😉?
      Liebe Grüße
      Vanessa

  19. 🙃Wir haben wunderbar schlichtschönes weißes Geschirr ohne dazu passende Tassen. Für die seltenen Momente, in denen es hier Kaffee oder Tee und Kuchen gibt, will ich seit Jahren welche dazu erstehen.
    So schmücken immer bunte Becher von überall her den Tisch. Ich mag sie alle, trinke aber nicht gleich gern aus allen – da habe ich klare Favoriten. Die klassischen Henkelbecher z.B. meide ich – ich bevorzuge konische Formen, nicht zu dünne Wände, glattes Material (nix verdirbt mir meinen Kaffee mehr als stumpfes Steingut an den Lippen, börks) und das Gefäß muss gut in meine Hand passen. Wenn es mir dann noch „vong Disäng“ zusagt – perfekt.
    Auf der Arbeit liebe ich mein Thermogefäß, allerdings mit Deckel und Gummischutz um dessen Mitte – Edelstahl ist toll anzusehen, berühren finde ich nur so mittelgut.
    Ganz sicher nicht alle Tassen im Schrank/ Latten am Zaun etc. hat
    Marie
    und sendet freundliche Sonntagsgrüße

    1. Ich stelle mir so einen Kaffee-Tisch mit schlichtem weißem Geschirr und bunten Tassen ganz hübsch vor. Eine schöne Mischung aus individuell und edel aber auch Konfliktpotential, wenn die Tasse vom Sitznachbarn besser ist 😄.
      Mit Deckel aus dem Thermobecher trinke ich gar nicht gerne. Das fühlt sich für mich an wie eine Schnabeltasse und dafür bin ich zu alt (oder zu jung…). Dann lieber der Metallrand.
      Und wer braucht schon alle Latten am Zaun 😉
      Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag!

  20. Liebe Vanessa,
    gerade bin ich am ausmisten der Tassen … ich mag es auch lieber, wenn nicht alle so kunterbunt ist.
    Zum Glück gehen bei uns in der Kita immer wieder die Haferl kaputt. So kann ich guten Gewissens die Tassen die ich geschenkt bekomme dorthin mitnehmen.
    Wobei ich in meinem Büro dann auch wieder heikel bin und dort nur zusammenpassende Tassen habe.
    Anscheinend lieben einige im Team „schöne Tassen“ denn regelmäßig muss ich meine Tassen dann im ganzen Haus wieder zusammen suchen 😉 Damit ich alle Tassen im Schrank habe ;-)))

    Herzliche Grüße
    Jutta

    1. Schlimmer als die Tassen, die irgendwie immer Füße bekommen, finde ich die Kaffeelöffel. Die Schublade damit ist chronisch leer (scheint auch firmenunabhängig zu sein). Zum Glück trinke ich meinen Kaffee eh schwarz.
      Das der Verschleiß an Tassen in einer Kita höher ist, könnte für einige, die ihre Schränke ausmisten eine ganz nützliche Information sein. Denn meist will ja keiner die ausgemusterten Tassen haben und vielleicht kann man sie so doch noch einem sinnvollen Zweitjob zuführen.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  21. Deine Metalltasse finde ich wunderschön. Schlicht und ohne Henkel, so mag ich das. Mich würde das Metall auch nicht stören, und die Tatsache, dass der Kaffee darin länger heiß bleibt bzw. man sich beim Anfassen nicht die Finger verbrennt (wie bei einer henkellosen Porzellantasse, ist dabei auch von Vorteil.
    Weil hier leider so gut wie nix kaputt geht, kommen die alten Tassen von mir in die Arbeit. Dort geht eher mal was kaputt aber trotzdem hat sich inzwischen ein Sammelsurium von ausrangierten Tassen angesammelt.
    Gute Idee, so eine doppelwandige Metalltasse…
    Liebe Grüße!

    1. Ja, das ist ein echter Handschmeichler 😊 – vor allem, wenn frisch mit Kaffee befüllt. Scheinbar müssen so einige Büroküchen ausrangierten Tassen Asyl gewähren 😄.
      Liebe Grüße!

  22. Was für ein spannender – und gleichzeitig witziger – Blogartikel, liebe Vanessa!

    Bei Tee- oder Kaffeezeremonien bin ich ebenfalls raus. Ich hab’s probiert und bin an der Stelle zu ungeduldig. Die Kapillartasse finde ich crazy cool als Designobjekt und die Barttasse kannte ich noch gar nicht.

    Die Idee, bei Werbetassen (und anderen Werbemitteln) den Nutzer völlig aus dem Blick zu verlieren, hab ich noch nie verstanden. Die meisten dieser Tassen sind an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Die wird man bei mir auch nicht los.

    Mit zunehmendem Alter entwickelt man ja so seine Eigenarten, und ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich nicht gerne aus Tassen trinke, die innen farbig sind. Lustig, oder? Und Tassen mit zu dickem Rand mag ich genauso wenig trinken, wie aus Edelstahl, auch wenn ich letztere ziemlich cool finde.

    Bei uns gibt’s nur 3 Tassen, die nicht zum eigentlichen Geschirr gehören. Ich kaufe sie gar nicht mehr, weil ich weiß, dass sie mir irgendwann sowieso nicht mehr gefallen. Also kann ich mir das spare. Ich bin an der Stelle ziemlich minimalistisch unterwegs und Lieblingstassen gibts auch nicht. Ich habe nur noch Sachen im Geschirrschrank, die für uns funktionieren.

    Dann gibt’s auch keinen Selbstmord im Küchenschrank 😉
    Liebe Grüße
    Marita

    1. Die Barttasse war mir auch neu. Da ich aber schon über meinen Mann geschmunzelt habe, der nach vielen Tassen Kaffee leicht getönte Bartspitzen hatte, kann ich den Sinn tatsächlich nachvollziehen. So eine moderne Thermotasse würde zwar den gleichen Job machen, ist aber nicht halb so elitär 😄.
      Das mit dem bunten Tassen kann ich nachvollziehen. Wobei unsere Tassen alle innen farbig sind. Wir haben ein Set aus Keramikbechern, außen schwarz und innen in verschiedenen gedeckten Tönen. Es gäbe aber einige Farben, die mir für den Kaffee nicht so gefallen würden – gelb und orange wäre so gar nicht meins. Und bei Tee bekommt mein Mann immer die blaue Tasse – die mag ich nämlich nicht. Man entwickelt schon manchmal seltsame Spleens 😄 – aber Hauptsache, alle Tassen im Schrank…
      Liebe Grüße
      Vanessa

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