Finanzen Mindset

Impulskontrolle

Wer kennt es nicht, das Video, in dem Kinder entscheiden sollen, ob sie jetzt sofort eine Süßigkeit essen oder später zwei. Wahrscheinlich fällt diese Studie mittlerweile unter Art. 3 der europäischen Menschenrechtskonvention, denn gemeinerweise wird ihnen ein Marshmallow während dieses Tests direkt vor die Nase gesetzt und sie sollen so die Zeit abwartend verbringen. Ablenkung gibt es nicht – unsereins würde ja sofort das Smartphone zücken…

Das Konzept des Belohnungsaufschubes ist uns fremd geworden. Jeder Wunsch ist nur einen Klick entfernt. Es gibt fast nichts, was es im Netz nicht gibt. Und das auch noch 24/7, rund um die Uhr, ganze 365 Tage im Jahr. Und doch haben wir Ziele, die eben nur über Ausdauer zu erreichen sind. Der Impuls, sich angesichts der geplanten Sporteinheit stattdessen einfach direkt aufs Sofa zu legen, ist da nicht besonders hilfreich. Doch auch, wenn wir einfach nur Abwarten und etwas nicht tun sollen, tun wir uns schwer.

Im Video ist zu sehen, wie sich die Kleinen qualvoll winden. Sie wissen, dass das Warten belohnt wird aber der Anblick vor ihrer Nase lässt ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Als Zuschauer ist das natürlich ein lustiger Anblick. Aber sind wir wirklich besser in unserer Impulskontrolle?

Menschen geben für Dinge Geld aus, das sie (noch) nicht haben. Einerseits spart man auf ein größeres Ziel, andererseits kann man sich den Super-Duper-Cappuccino-To-Go nicht verkneifen. Auch die Aussicht auf die knackige Bikini- oder Badehosen-Figur ist längst nicht so attraktiv, wie das Stückchen Schokolade am Abend. Und wenn man dann schon ein Stückchen gegessen hat, ist es eh egal und man kapituliert vor der ganzen Tafel.

In den Entscheidungen, die wir treffen, wägen wir Gegenwart und Zukunft gegeneinander ab – und erstaunlich oft gewinnt das Hier und Jetzt. Die Zukunft ist noch abstrakt und weit entfernt, die schnelle Befriedigung der aktuellen Gelüste hingegen sofort spürbar. Wir sind also kein Stück besser, als die Kinder in der Studie. Uns filmt lediglich keiner dabei, wenn wir einknicken.

Vielleicht würde das ja helfen, um nicht so schnell nachzugeben. Nur wer kauft dann noch die ganzen Zeitschriften, die uns schnelles Abnehmen von 10 Kilo in 2 Tagen versprechen??? Dem Meer ist es ja nebenbei bemerkt völlig bums, was für eine Figur wir haben. Und den meisten anderen am Strand ebenfalls. Die sind nämlich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Ich kann allerdings nur davon abraten, für alberne Strandfotos in der Brandung zu liegen. Wir hatten zwar eine Menge Spaß dabei, die Selfie-Manie einiger Strandschönheiten zu veräppeln. Aber auch das Meer nimmt die Sache nicht mit dem nötigen Ernst und spült einem dann gleich mal den halben Strand in die Badekleidung. Wer also den Impuls verspüre, sich in der Brandung zu räkeln, unterdrücke dies lieber 😉

Bei der Recherche bin ich auf eine noch fiesere Version des Marshmallow-Tests gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Dieses Video ist nur etwas für ganz Abgebrühte…

Ich hoffe, ich habe keine Gelüste auf Marshmallows geweckt. Man soll sich das Leben ja nicht schwerer machen, als es ohnehin schon ist. Also keine Süßigkeiten kaufen, wenn man weniger davon essen will. Andererseits muss man sich ja auch nicht alles versagen – wie immer gilt: die Dosis macht das Gift.

44 thoughts on “Impulskontrolle

  1. Marshmallows können mich überhaupt nicht begeistern, aber der Vergleich, dass wir als Erwachsene letztlich auch nicht viel besser sind, als Kinder ist klasse.
    Bei mir ist es 99% oder 100% Schokolade. Habe ich eine, erlebt diese selten den nächsten Tag.

    1. Alle Jubeljahre habe ich mal Appetit auf ein Marshmallow – der ist aber nach einem Bissen wieder für lange Zeit weg. Ich könnte in dem Experiment also guten Gewissens gleich zugreifen 😄. Über Schokolade reden wir lieber nicht…

  2. ich esse keine marshmallows. schmecken widerlich.
    chips übrigens auch.
    und da ich keinen bikini besitze – und auch keinen badeanzug – brauche ich keine figur dafür – hihi. dick will ich trotzdem nicht sein weil das meiner gesundheit schaden täte…….
    du merkst – die üblichen mechanismen greifen bei mir nicht.
    das einzige, das mich aus meinem buddhistischen gleichmut bringt, ist menschliche dummheit. da muss ich mich dann tatsächlich mal beherrschen 😀
    ooooommmmmhhhhhh**********
    xxx

    1. Da gäbe es etliches, was mir in dem Experiment mehr Probleme bereiten würde, als Marshmallows. Bei leckerem Käse wäre es vorbei mit der Impulskontrolle 😄. Wenn mir den dann jemand vor der Nase wegfuttert, war’s das auch bei mir mit dem buddhistischen Gleichmut. Klarer Fall von Futterneid aber die Bikinifigur ist nicht in Gefahr 😂
      Liebe Grüße!

    1. Süßer Schaum gegen Hunger? Nicht wirklich! Allerdings bin ich hungrig auch nicht halb so tiefenentspannt 🫣
      Liebe Grüße
      Vanessa

  3. Nein ich habe jetzt eher Lust auf Schokolade. Da hilft schwarz weiß auch nicht. 😅 Gut es ist zu früh, gibt nur Sodbrennen. Das hier und jetzt ist manchmal wichtiger als die ferne Zukunft. Also weiter so. ☺️ Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

    1. Sorry, wollte dich jetzt nicht zum Naschen animieren 😄. Zum Glück hab ich einen Stahlmagen, der auch mal ein Eis zum Frühstück wegsteckt. Wobei das definitiv die Ausnahme ist… leider 😄
      Liebe Grüße und Dir ebenfalls einen wunderbaren Dienstag!

  4. Das beste Mittel gegen solcherlei Gelüste ist, dass man manches gar nicht erst ins Haus holt. 😅 Süßkram lockt mich weniger, aber Chips. Aaahh! Da kann ich nicht aufhören. Vielleicht einmal im Jahr kaufe ich eine Tüte und bezahle dann meine Gier mit einem offenen Gaumen und einem „verkorksten“ Magen. …und jedes Mal frage ich mich dann wieder, warum ich mir das antue. 🤔😅
    Aber in deinem Artikel geht es ja nicht ausschließlich um Süßkram, dem man nicht widersteht. Es geht um Impulskontrolle und letztlich um unkontrollierten Konsum, der ja durch die Werbung, die mehr oder weniger ständig auf uns einprasselt, angeheizt wird. Die ständige Verfügbarkeit von allem, wozu man eben mal Lust hat, ist verlockend und nicht wenige übernehmen sich dadurch finanziell.
    Was da hilft? Werbung so gut es geht abschalten und Hirn dafür einschalten. Das ist eine Sache der Lebenseinstellung. (oder so 😉)
    Liebe Grüße, Sibylle

    1. Der Werbung kann ich ganz gut aus dem Weg gehen. Größer ist der Impuls im Supermarkt und da ist es nicht nur der Süßkram. Wenn der Lieblingskäse im Angebot ist, gibt es kein Halten mehr und sämtliche Impulskontrollmechanismen sind außer Betrieb 😂. Aber man muss sich ja zum Glück nicht alles verkneifen.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  5. Ich liebe Marshmallow Fluff. Und Marshmallows manchmal. Und Schokolade. Ich gebe dir Recht, was die schnellen Belohnungen betrifft. Und das Geld ausgeben, ohne dass man es hat.
    Wir beide könnten tolle Gespräche führen.

    Ich habe meine Geduld in diesem Jahr schon belohnt (am Donnerstag im Blog) und das hat echt ewig gedauert.
    Und deinen Ansatz mit dem Meer und den Figuren und den Zeitungen, es liest ja auch niemand die mit den vier Buchstaben 😂

    Auf dass wir unsere Belohnungen wertschätzen und die Schokolade essen, wenn uns danach ist.

    Mir tun die Kinder ein bisschen leid…
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Mit der Geduld ist es so eine Sache – wenn sie belohnt wird und man das weiß, fällt sie einem gleich leichter. Da bin ich ja mal gespannt, was du uns am Donnerstag verrätst 🤔.
      Die Kinder haben hoffentlich auch die Auflösung für den Trick bekommen. Ich hätte ja zu gerne gewusst, wie der das angestellt hat.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  6. Ich gestehe: dieses Video kannte ich bisher nicht. Diese Gesichter, wenn der/das? Marshmallow einfach so verschwunden ist- köstlich! Und ich hab mir eben überlegt, bei was ich absolut nicht wiederstehen könnte. Es fiel mir tatsächlich nix ein. Mit Süssigkeiten kann man mich eigentlich nicht locken. Bei uns liegt immer noch Schoggi von Weihnachten 24 im Kühlschrank….. Und ich bilde mir ein, auch bei allem andern hart bleiben zu können. Naja, vielleicht bei Glacé nicht- aber dann eher wegen der Tatsache, dass es sich wortwörtlich mit der Zeit auflösen würde. Da wär dann das Thema „vermiedenes Foodwaste“ ausschlaggebend! 😉
    Ich glaube, ich darf mich ohne zu bluffen sehr „impulskontrolliert“ nennen. An mir prallt jede Werbung ab. En contraire: je nachdrücklicher man mich glauben machen möchte, dass ich dieses oder jenes ganz un-be-dingt brauche in meinem Leben, desto weniger will ich es haben. Wahrscheinlich bin ich ein Marketing-Albtraum. Aber hej: wer seinen Konsum zügelt, der kann es sich z.B. erlauben, weniger zu arbeiten. Ein echt gutes Argument, wie ich finde.
    Herzliche Grüsse!

    1. Also Lebensmittelverschwendung geht gar nicht – da essen wir das Eis lieber. Ich erkläre mich auch sofort bereit, zu helfen 😋
      Bei einem Großteil der Werbung regt sich bei mir auch so gar kein „Haben-Wollen-Bedürfnis“. Da ist man vielleicht irgendwann zu abgeklärt. Ich funktioniere ja eher gegenteilig – ich sehe wenig Werbung und wenn die wenige mich dann auch inhaltlich oder sonstwie nervt, kaufe ich das Produkt erst recht nicht. Wäre ja noch schöner 😄
      Liebe Grüße!

  7. Gut, dass Du gewarnt hast 😉 bei dem Video mit dem Becher hatte ich ja den spontanen Impuls, die tapferen Jungs zu trösten. Wie fies….
    Ich hätte den Marshmallow übrigens auch nach 10 Minuten nicht gegessen. Bei Chips hätte die Sache schon anders ausgesehen.
    In der Kernaussage hast Du natürlich recht. Etwas mehr Impulskontrolle könnte in vielen Bereichen helfen.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. Zumindest sollte man nicht über die Kinder lachen, wenn man selbst keinen Deut besser ist. Wir sind ja heutzutage schon ziemlich impulsiv, was den Konsum angeht. Bei Chips hätte ich auch wenig Probleme aber es gibt genug anderes, da hätte ich echt zu kämpfen.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  8. Ich bin ganz klar die für einen Keks sofort anstatt für ein Packunge später. Wer weiß, ob bis dahin nicht Mäuse zugeschlagen haben? Oder so ein böser Becher?

    Klar kann ich als Erwachsene besser widerstehen als als Kind. Einfacher ist es, wenn ich das Objekt der Begierde nicht sehe. Deshalb gibt es keine Newsletter und keine Marshmallow im Haus.

    Impulsive Grüße
    Ines

    1. Ich glaube, das ist auch genau die Lektion, die die Kinder aus dem zweiten Video mitgenommen haben 😂. Lieber gleich zugreifen. Man weiß nie, wann sich wieder so eine Chance ergibt.
      Grüße aus dem aktuell Schoki-freien Haushalt 😭

  9. Vermutlich gehöre ich auch zu der Kategorie. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Wobei mich Schokolade eher aus der Fassung bringen würde. Bei Marshmallows könnte ich wohl widerstehen.

    Der „Online-Fingerimpuls“ ist heute allerdings größer als früher, als man nicht mal schnell etwas bestellen konnte.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Wie mit der Schokolade (und vielem anderen) ist es wohl auch mit den Impulsen, denen man nachgibt – die Dosis macht das Gift 😬. Gilt auch für den Online-Fingerimpuls 😄
      Liebe Grüße
      Vanessa

  10. Was für ein gemeiner Trick im Video…
    Ich selbst bin zwar ausgesprochen verfressen, könnte mich aber problemlos einer solchen Challenge stellen.
    Mangelnde Impulskontrolle habe ich ausschließlich im Straßenverkehr und das ganz unabhängig davon, ob ich zu Fuß, auf dem Rad oder per Auto unterwegs bin. Ich glaube das liegt daran, dass ich Doofheit so schlecht tolerieren kann und sofort am Anschlag bin, wenn andere Verkehrsteilnehmer so offensichtlich hirnlos unterwegs sind.
    Natürlich weiß ich, dass meine durchaus phantasievollen und lautstarken Ausbrüche diejenigen, denen sie gelten, gar nicht erreichen und dass mein Gefluche dementsprechend sinnlos ist – es passiert trotzdem immer wieder. Vielleicht ist das mein Ventil für alles, was mich nervt?!
    Mit küchenpsychologischen Grüßen
    Marie

    1. Im Straßenverkehr haben wir ja alle dasselbe Problem – man ist nur von Idioten umgeben. Dass das allen anderen um uns herum genauso geht, macht es nur umso absurder 😄. Soweit ich mich erinnere, hat das was damit zu tun, dass wir den anderen im Auto nicht mehr als Person wahrnehmen (ist lange her, dass ich da etwas gelesen hatte) und zusätzlich auch noch alles als persönlichen Angriff auf unsere Autonomie werten. Das Hirn kann uns schon komische Streiche spielen 🙄. Wenn ich es schaffe, mir das vor Augen zu halten, bin ich mittlerweile recht tiefenentspannt am Steuer unterwegs. Aber irgendein Ventil braucht man ja.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  11. Ich sags mal so in Anbetracht der Preise hab ich eine sehr gute Impulskontrolle 🙂 Mein Laster war immer im Lieblingscafe das Franzbrötchen und der Cappucino aber da das Cafe unwiderruflich zu hat ….
    Doch ein Laster hab ich im Urlaub im Hotelcafe den herrlichen Marzipannusskuchen. Ansonsten bin ich ziemlich resistent was Werbung angeht. Impulskäufe hab ich schon lange nicht mehr getätigt-
    Das Video ist einfach nur klasse.
    LG
    Ursula

    1. Wie schade, wenn eine geliebte Tradition auf immer weg ist. So ein paar kleine Laster tun einem ja auch ganz gut und ins Café geht man ja nicht jeden Tag. Auf jeden Fall hab ich jetzt ganz große Gelüste nach Kuchen. Scheinbar bin ich resistent gegen Werbung aber nicht gegen Kommentare 😄
      Liebe Grüße
      Vanessa

  12. Das Marshmallow-Experiment. Ich kenne diese kleinen Quälgeister nur zu gut – wobei ich gestehen muss, dass mich weniger die Süßigkeiten als vielmehr die schiere Existenz von 247 Senfsorten im Supermarkt an den Rand der Impulskontrolle treibt.

    Dein Vergleich mit den Kindern trifft ins Schwarze: Wir sind tatsächlich kein bisschen besser, nur geübter im Rationalisieren unserer Schwächen. „Nur ein Stück Schokolade“ – und schwupps, liegt die ganze Tafel in Trümmern. Ich habe neulich selbst über dieses Phänomen geschrieben, allerdings nicht bei Süßigkeiten, sondern beim Senf-Dilemma (ich habe hier direkt verlinkt). Die Parallele ist verblüffend: Überfluss lähmt, und unsere Impulskontrolle kapituliert vor der schieren Auswahl.

    Was mich dabei besonders fasziniert: Du sprichst von der Abstraktion der Zukunft. Genau das ist der Knackpunkt! Das „Hier und Jetzt“ ist greifbar, real, verführerisch – während die Bikini-Figur (die dem Meer ohnehin egal ist, herrlicher Gedanke!) irgendwo im nebulösen „Später“ schwebt.

    Der zweite Video-Link allerdings… das ist Comedy-Gold mit einem Hauch von pädagogischer Grausamkeit. Die Gesichter der Kinder! Fürs Leben geprägt, würde ich sagen. Aber vermutlich eine wichtige Lektion: Vertraue niemandem mit einem Becher.

    Danke für diesen herrlich selbstironischen Blick auf unsere menschlichen Unzulänglichkeiten!

    1. Oh ja, das Senf-Dilemma… das kenne ich nur zu gut. Ich hab ja meine Standard-Sorten in Supermarkt und Drogerie und jede Produktabkündigung ist für mich der blanke Horror. Dann muss man sich wieder durch all die beinahe gleichen Alternativen kämpfen und ist am Ende doch unzufrieden. Ja, das treibt einen durchaus an den Rand der Impulskontrolle 😄.
      Die Kinder tun mir schon ein bisschen leid. Ich hätte nach so einem Erlebnis gar keine Impulskontrolle mehr. Jedes Marshmallow wird sofort gegessen (selbst, wenn ich keines mag), denn man weiß ja nie, ob man wirklich noch ein zweites bekommt. Und am Ende ist man eh der Mops, also braucht man auf das, was Erwachsene einem erzählen auch nichts mehr zu geben. Ich hoffe wirklich, sie haben das am Ende noch aufgeklärt. Vor allem wüsste ich selbst gerne, wie der Trick funktioniert – ich hätte genauso fassungslos geschaut, wie die Kinder 😭

  13. Wenn ich in einer Gärtnerei stehe, ist es immer noch schwer mit der Impuls … – was Bitteschön?
    Mit der Schokolade ist es nicht mehr so schwierig. Richtig gute dunkle Schokolade: da reicht ein Stückchen und es müssen nicht die anderen 96 g hinterher.

    1. Ich war richtig stolz auf mich, als ich neulich in der Gärtnerei wirklich „nur zum Planen“ war und nichts gekauft habe. Ich wusste ja, ich komme wieder 😄. Bei Schokolade habe ich immer Konkurrenz – früher mein Vater, heute mein Mann. Wahrscheinlich ist das bei mir eher Futterneid, weswegen die hier nie lange lebt…

  14. Hey,
    also in der Brandung Fotos zu machen habe ich mir abgewöhnt :P.
    Impulse zurück zu halten sind oft nicht einfach. Ich wäge jedoch ganz genau ab was ich brauche und was nicht. Bei Süßem fällt es mir jedoch oft etwas schwerer.
    Liebe Grüße!

    1. Die Brandungsfotos sind lustig aber den halben Strand im Bikini zu haben, wird mich zukünftig auch davon abhalten. Manche Impulse sind wirklich sehr leicht zu unterdrücken 😄
      Liebe Grüße!

  15. Hallo Vanessa,

    passend zum Thema gab es diese Woche Kuchen aufgrund des Geburtstags einer Kollegin. Natürlich wollte ich alle Sorten einmal probiert haben. Hatte ich vorab geahnt, dass ich enttäuscht werden könnte? Natürlich! Habe ich es dennoch in Kauf genommen? Absolut. Wie fühlte ich mich hinterher? Unnötig überzuckert. Notiz an mein zukünftiges Ich: Gekaufter Kuchen erfüllt selten meine Erwartungen.

    Spaß beiseite: Im Supermarkt klappt es mit der Impulskontrolle deutlich besser, als wenn man die Versuchung bereits auf dem Serviertablett gereicht bekommt. Ohne schlechtes Gewissen „Danke, aber nein.“ sagen zu können, ist eine Fähigkeit, die vielfach unterschätzt wird.

    Lieber Gruß
    Philipp

    1. Kuchen ist wirklich schwer abzulehnen. Selbst, wenn es nur ein gekaufter ist. Bei selbst gebackenem Kuchen gebe ich mich gerne geschlagen. Bunte Torten hingegen sind nicht so mein Fall und da ist das mit dem „Danke, aber nein.“ ganz leicht. Die Impulskontrolle ist offenbar immer nur so gut, wie man etwas nicht haben möchte 🫣
      Liebe Grüße
      Vanessa

  16. Hahaha, niedrige bis ganz fehlende Impulskontrolle ist ja sozusagen in meinem Job mein täglich Brot… oder sollte ich sagen, mein täglich Marshmallow. Ist ja im Gesamtpaket AD(H)S inklusive. Wobei es mir daran selbst total mangelt, wenn ich ehrlich bin. Süßigkeiten kommen mir daher nicht in Haus, sonst werden sie gnadenlos gefuttert. Aber eher Schoki als Marshmallow, die mag ich eh nicht so gern. Bikinifigur ist mir herzlich egal – aber das Übergewicht ist es aus gesundheitlichen Gründen nicht.
    Boh, das Video… subtile pädagogische Grausamkeit! Die armen Jungs, deren Marshmallow einfach so verschwunden ist…!
    Liebe Grüße!

    1. So ein Erlebnis kann ein Kind sicher in seinem Grundvertrauen erschüttern – ich hätte danach überhaupt gar keine Impulskontrolle mehr. Warum auch, lieber nimmt man, was man sicher hat 😄
      Ist bei der Schoki im Haus nicht anders. Wenn ich sie mir verkneife, isst sie mein Mann. Wir kaufen trotzdem Süßigkeiten aber reglementiert. Und auch eher wegen der Gesundheit, als aus Bikinifigur-Gründen. Ein bisschen Genuss darf es aber gerne sein 😋
      Liebe Grüße!

  17. Sehr gut beschrieben!
    Durch KI ist auch alles sofort und ohne warten möglich. Hast du kein Strandbild machste dir schnell mal eins…. Auf den richtigen Moment zu warten für ein Foto war gestern. Ein schlimmer Trend.
    Viele Grüße
    Elke

    1. Niemals würde ich ein echtes Strandbild durch ein erstelltes ersetzen – ich will ja schließlich selbst da hin. Das lass ich mir doch nicht von der KI abnehmen 😄
      Liebe Grüße
      Vanessa

    1. Ja, als Zuschauer sind sie echt lustig – aber so vorgeführt will man selbst nicht werden (wobei ich da sicher über mich selbst lachen könnte).

  18. Oh ja, sehr spannendes Thema. Interessant ist die Thematik auch in Bezug auf unsere 1€-Finanzierungs-Mentalität. Da ist mir folgendes beim Abholen eines Pakets bei der Postbank/DHL Filiale passiert: Standarmäßig wurde ich natürlich gefragt, ob ich denn nicht wechseln wolle, zur Postbank, und ich doch sicherlich Kredite am laufen hätte. Darauf ich: Nein, danke, ich kaufe nur das, was ich auch bezahlen kann und brauche daher keine Kredite oder Finanzierungsangebote. Darauf der Postbank-Mensch ungläubig, beinahe schockiert: Ach, aber, ach das kann ich mir ja gar nicht vorstellen… :O. Kurz gesagt: Scheinbar gehöre ich mit dieser Einstellung nicht zum „normalen Durchschnitt“. Es ist ja auch sehr offensichtlich. Wenn ich sehe, wie viele Menschen jedes Jahr neue Handys, sehr kostspielige Autos etc. haben…

    1. Eine gute Freundin arbeitet bei der Sparkasse – ich bin immer ganz fassungslos, wenn sie mich in die Realität zurückholt. Wie schlecht viele mit Geld umgehen können, will ich immer gar nicht glauben. Aber sie erlebt es nun mal jeden Tag. Schon eine komische Mentalität, sich alles Mögliche auf Pump zu kaufen. Ich hätte immer Angst, dass es kaputt geht, bevor es bezahlt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert