Eismaschine an, Stromzähler aus – unsere sonnige Zukunft als Stromerzeuger
Seit über zwei Jahren wohnen wir nun schon in unserem hübschen Häuschen, Anfang Mai war es nun endlich so weit. Als finaler Schritt für unsere Energieversorgung wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Nun dürfen wir uns endlich auch Stromerzeuger schimpfen.
Ich erinnere mich noch, wie wir bei der Planung saßen und uns die Technik zur Erdwärmepumpe erklärt wurde. Mittels Wärmetausch schafft es dieses Technikwunder, aus dem Erdreich Wärme zu ziehen und im Haus auch bei eisigem Winterwetter Wohlfühltemperaturen zu generieren. Experten erklären besser als ich, wie genau das funktioniert.
Dank hervorragender Isolierung ist so ein Energiesparhaus quasi von den Außentemperaturen abgeschnitten. Damit das so gut funktioniert, braucht es allerdings auch eine Lüftung und die wiederum benötigt Strom. Ebenso arbeitet die Erdwärmepumpe mit Strom und der kam bisher noch vom Stromversorger. Zwar hatten wir uns da schon bei Vertragsabschluss für grünen Strom entschieden, aber was letztendlich aus der Steckdose kommt, kann man damit nicht wirklich kontrollieren.
Und natürlich muss man alles, was man vom Stromversorger bezieht, auch bezahlen. Da schaut man nicht nur aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten auf den Verbrauch. Trotz schaltbarer Steckdosen, sparsamer Geräte und (meist) ebenso sparsamer Bewohner ist so ein mit Technik vollgepacktes modernes Haus mit seinen laufenden Verbrauchern in Form von Erdwärmepumpe und Lüftungsanlage dann ein kleiner Energiefresser. Der Stromzähler dreht sich immer, wenn auch im Schnitt langsamer.
Bei den Strompreisen haben wir in Deutschland im europäischen Vergleich ja die Nase vorn. Manchmal ist es nicht so gut, ganz vorne mitzuspielen. Die Preise mögen in den letzten Monaten gefallen sein (wovon wir als Verbraucher aber komischerweise nie etwas mitbekommen, immer nur in die andere Richtung), liegen aber weiterhin über dem EU-Durchschnitt. Strom in Deutschland ist und bleibt wahrscheinlich auch in Zukunft einfach teuer.
Dass wir langfristig Strom vom Dach haben wollen, war also schon in der Planungsphase klar – nur der Goldesel im Keller fehlt nach wie vor. Daher haben wir beim Bau erst mal alles für eine Photovoltaikanlage vorbereiten lassen, von der Kabelführung durchs Haus bis hin zum geplanten Aufstellort im Keller. So ein Hausbau wird in der Regel eh immer teurer, als ursprünglich veranschlagt. Und bei unvorhergesehenen Problemen kann man ja auch nicht einfach mittendrin aufhören. Daher waren wir froh, uns finanziell nicht übernommen zu haben, wir mussten ja schon den Posten „Garage“ streichen.
Ob es nun günstiger gewesen wäre, einen höheren Hauskredit aufzunehmen und sich dann von Anfang an die Stromkosten zu sparen oder ob die niedrigeren Zinszahlungen sich für uns rechnen, haben wir nicht kalkuliert. Da spielen auf jeden Fall einige Faktoren in die Berechnung und am Ende muss man sich mit der Entscheidung auch wohl fühlen. Für uns war nur sicher, dass wir keinen höheren Kredit wollten. Also haben wir uns in Geduld geübt und brav gespart.
Und jetzt geht der Strom aufs Haus und wir werden sogar die Amortisation der Anlage erleben – bei den hohen Stromkosten wahrscheinlich sogar früher, als erwartet, da wir sehr konservativ gerechnet haben. Erstaunlicherweise gab es dazu gar nicht so viele Informationen von den verschiedenen Betrieben, bei denen wir Angebote eingeholt haben. Und das, obwohl sie einem ein datentechnisches Loch in den Bauch fragen. Da trennt sich früh die Spreu vom Weizen. Aber man kann sich ja heutzutage fast alles berechnen lassen.
Letztendlich hatten wir vier Angebote vorliegen und mit jedem Betrieb hätten wir uns die Umsetzung vorstellen können. Auch technisch waren die Lösungen alle ähnlich, preislich ebenso. Allerdings muss man sich schon ein bisschen in die Materie einarbeiten – sonst bekommt man womöglich Sachen verkauft, die keinen Sinn machen. Bei einem Vergleichsangebot war der PV-Speicher zu niedrig, beim anderen der Wechselrichter zu hoch ausgelegt. Ein Dritter wollte uns einen Leistungsoptimierer verkaufen, obwohl wir eine geradezu perfekte Dachfläche ohne Verschattungen haben. Es gibt einiges, worauf man achten sollte, z.B. wenn man die Anlage auch bei einem möglichen Stromausfall nutzen möchte.
Mitten im Wohngebiet liegt unser Platz an der Sonne ein Stück versetzt zu den anderen Häusern und das Haus erfüllt mit der Südausrichtung der Dachfläche beste Voraussetzungen für einen besonders effektiven Wirkungsgrad der Module. Im Gegensatz zu uns Schattenpflänzchen mögen die es nämlich, den Tag unter prallem Sonnenschein zu grillen.
Und während ich bei gefühlten hundert Grad auf der schattigen Terrasse vor mich hin schmore, freue ich mich darüber, dass Spül- und Waschmaschine von oben versorgt werden. Sogar eine Eismaschine durfte nun einziehen – bei den Preisen in der Eisdiele hat die sich in zwei Wochen amortisiert. Bzw. hätte, denn so viel Eis haben wir natürlich nie gegessen (da wären wir wieder beim Goldesel). So einen Stromfresser hätte ich mir ganz sicher nicht zugelegt, könnten wir den nicht mit Sonnenenergie betreiben. Jetzt gibt es unser Lieblingsdessert auch in der Luxusvariante aus pürierten Früchten.
Natürlich können wir im Winter nicht ganz so überschwänglich mit Energie um uns werfen. Die Tage sind kürzer, der Sonnenstand niedriger. Zusammen mit den beeindruckend gut isolierten Wänden eines sogenannten Effizienzhauses sorgen die Fußbodenheizung und Lüftungsanlage normalerweise für ein ganz angenehmes Raumklima.
Dieses System zählt zum Grundrauschen der Verbraucher und der Tagesbedarf ist über die Photovoltaikanlage abgedeckt. Was aber sicher spürbar den Verbrauch erhöht, sind abendliche Konsumenten wie Herd oder Ofen und die frühmorgendliche Heizung im Bad. Die ist zwar nur kurz an, um zu vermeiden, dass man nach der Dusche direkt zum Eiswürfel mutiert, verbraucht aber ungehörig viel Strom. Überhaupt sind wir mit der Photovoltaikanlage noch bewusster mit unserem Verbrauch geworden. Mit der Hardware bekommt man nämlich auch noch eine App mit der man als Stromerzeuger seiner Anlage beim Arbeiten zuschauen kann.
Wir wurden ja schon gewarnt, dass man da anfangs sehr oft drauf schaut. Aber man will ja auch wissen, wie gut der Ertrag ist – im Hochsommer logarithmieren wir uns an die 100 Prozent Autarkie heran. Und vor allem möchte man ja nicht unnötig Strom dazu kaufen. Also schaut man nach dem Ladestand der Batterie und ggf. auch danach, was gerade übers Dach kommt, bevor man den Kuchen in den Ofen schiebt bzw. eine Flasche Orangesaft zu leckerem Eis verarbeitet. Und jetzt macht auch die bisher völlig nutzlose WLAN-Anbindung der Spülmaschine wieder Sinn. Die kann ich jetzt tagsüber sogar per Fernzugriff starten, wenn der Sonnenstand günstig ist. Das Haus arbeitet, während ich selbst auch am arbeiten bin – so mag ich das!
Wer sich in das Thema einlesen möchte, findet hier eine riesige Menge an hilfreichen Informationen. Aber auch für uns als frischgebackene Anlagenbetreiber ist es spannend, manche Details nochmal vom Experten erklärt zu bekommen.
Zum Beispiel die genaue Funktion der Erdwärmepumpe – das ist für mich eine geniale Erfindung. Leider waren wir nicht dabei, als die Bohrung dafür gemacht wurde – das muss ein Heidenspaß gewesen sein. Laut anschaulicher Erzählung der Nachbarn gab es eine enorme Fontaine aus Schlamm und Wasser, bestimmt dreihundert Meter hoch, die das gesamte Dorf unter sich begraben hat. Ihr merkt schon, die ganze Aktion wurde im Nachgang bildlich ausgeschmückt und vielleicht ein ganz klein bisschen übertrieben dargestellt. Von jedem Meter haben wir eine Probe bekommen – 94 Schälchen Erde, die wir nach der Aufbewahrungsfrist im Garten verteilen konnten. Geologen hätten wahrscheinlich ihre wahre Freude daran gehabt.
Im Vergleich zur Erdwärmebohrung war die Montage der Photovoltaikanlage unspektakulär. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein kleines Gerüst an der Hausseite aufgestellt, die Module aufs Dach montiert und parallel die Technik im Keller installiert. Nach nicht einmal zwei Tagen war alles erledigt, pikobello aufgeräumt und die Anlage übergeben. Für uns gibt es nun einen Grund mehr, uns über Sonnentage zu freuen.
Nun hoffen wir nur, dass die Berechnungen stimmen und wir auch im Winter mit seinen kürzeren und dunkleren Tagen einigermaßen autark über den Tag kommen. Vielleicht gibt es dann halt weniger Eis und Kuchen…

Eine Spülmaschine mit WLAN-Anschluss?! Davon habe ich noch nie was gehört, aber stimmt schon, für das Einschalten bei hohem Sonnenstand macht das dann wieder Sinn. Die regenerative Energieerzeugung ist schon ’ne feine Sache, wenn die Module erst mal liegen oder das Windrad steht, fließt der Strom so gut wie kostenfrei. Und ja man achtet mehr auf Erzeugung und Verbrauch, das ist ja auch eine spannende Sache. Bei unserem ersten Modul lief noch die Stromuhr rückwärts, das macht dann nochmal so viel Spaß.
Irgendwie scheint das DER Trend bei Neugeräten zu sein – alles bekommt WLAN verpasst, egal wie unsinnig. Der Herd hat´s auch und wenn es nach mir geht, bleibt das aus. Jetzt mit der Anlage ist das was anderes, plötzlich machen solche unnötigen Spielereien Sinn. Und mit entsprechendem Schalter funktionieren all die Wunder der Technik zukünftig selbst dann, wenn das Netz mal ausfallen sollte.
Liebe Vanessa,
wow das ist ja echt Klasse …
Wir hatten mal einen Start gewagt mit den Nachbarn über die Gemeinde auf unseren Häusern eine Photovoltaikanlage zu montieren.
Irgendwie ist die nie geliefert worden und dann ist die Aktion im Sand verlaufen.
Dafür lassen wir ja jetzt die Häuser von außen streichen … Nicht energiesparend, aber schön.
Irgendwann schaffen wir sicherlich auf die Photovoltaikanlage für uns anzuschaffen.
Doch aktuell haben wir die Nase voll von Baustellen.
Man muss ja auch noch Ziele für die nächsten Jahre haben …
und da habe ich so einige …
Bis bald und herzliche Grüße
Jutta
Ein neuer Anstrich ist ja auch was für die Seele – da freut man sich dann jeden Tag drüber, das wird bestimmt großartig.
Die Baustelle hielt sich in erstaunlich kleinem Rahmen – nach zwei Tagen war alles vorbei und da wir den Kabelkanal durchs Haus schon vorbereitet hatten, mussten die Handwerker lediglich in den Keller und aufs Dach. Und sie haben die Baustelle so ordentlich verlassen, wie das ihresgleichen selten tun. Nur ein bisschen staubig war es draußen, das hat der Regen dann erledigt.
Da bin ich ja mal gespannt, welche Ziele du dir noch vornimmst. Die Ideen gehen einem irgendwie nie aus 🥴
Liebe Grüße
Vanessa
Guten Morgen Vanessa, kommt wie gerufen Dein Post. Wir sind gerade dran und holen Angebote ein. Gedämmt ist schon, allerdings noch ohne Lüftung, da die Fenster nicht getauscht sind. Lüftung ist noch zum Nulltarif. Gut ich reisse eh immer alles auf. Strom vom Dach und die Ölheizung raus. Beim Altbau leider nicht so komfortabel, da muss alles erst neu gelegt werden.
Werde dem Göga mal Deinen Post unter die Nase halten. Der hat gerade unsere Garage mit Photovoltaik versorgt und liebt es auf die App zu schauen. Bei Sonne schon toll, was da schon alleine auf der Garage so erzeugt wird. Das ist schon genial. Ich hätte auch keinen höheren Kredit aufgenommen, so ist es doch besser. Aber das weißt Du.😁
Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina
Es ist doch wunderbar, wenn man sieht, was so eine Anlage leistet – vor allem live auf dem Smartphone. Bei einem Altbau ist das sicher eine größere Herausforderung. Und ich erinnere mich mit Grauen daran, dass mit jeder Baustelle immer mindestens drei weitere aufgegangen sind. Andererseits ist es dann umso schöner, wenn man es hinter sich hat. Ich drücke euch die Daumen, dass sich ein passender Anbieter findet.
Liebe Grüße
Vanessa
gratuliere zur vervollständigung der haustechnik!
und wünsche euch, dass die auch lang genug hält, um sich zu amortisieren 😀
du weist ja, ich bin skeptisch. hab in meinem leben schon zuviel „neue tolle technik“ gesehen, die sich dann als doch nicht so toll rausstellte…… und absolute abhängikeit von elektrischem strom gefällt mir garnicht – auch wenn man ihn mittels photovoltaik selbst machen kann – was wenn es einen halben meter schnee runterhaut oder hagel/sturm die zellen auf dem dach zerstört? gleichzeitig fällt wegen des krassen wetters das netz aus…. und das wetter wird immer krasser.
und ich bin mir ziemlich sicher, das mit „grüngetue“ da einfach eine riesenindustrie den leuten das geld im ganz grossen stil aus der tasche zieht.
für das geld, dass das ganze kostet und die ganze graue energie, die bei der herstellung/transport verbraten wird inkl. emissionen, können wir die nächsten (letzten) 20 jahre guten gewissens unseren ofen betreiben.
lasst euch euer eis schmecken! xxx
Danke und ja, die Wünsche hege ich selbst auch. Ich kann deine Argumente gut verstehen, schließlich treiben mich ähnliche Gedanken um. Die Module haben „Hagelklasse 5“, woran sich die Hagelkörner hoffentlich halten… Ob die Technik am Ende auch in Bezug auf die Laufzeit hält, was sie aktuell verspricht, werden wir erst im Nachhinein sehen. Aber ich bin guter Dinge, dass die Rechnung für uns aufgeht – sonst hätten wir das nicht gemacht.
Das Eis ist „nur“ der Bonus 😋
Liebe Grüße!
Super, dass alles geklappt hat. Bei einer Freundin haben die Handwerker bei der Montage der Anlage durch die Dachfolien gebohrt und sie hatte dann ein nasses Haus bei Regen. Dauert, bis man es merkt. Jetzt hat sie ein neu gedecktes Haus, was aber vor Gericht erstritten werden und die Umsetzung des Urteils auch noch anwaltlich durchgesetzt werden musste … Bei der Reparatur wurde dann wieder was anderes zerstört, so dass bei Regen das Wasser im Wohnzimmer an der Fensterwand innen langlief. Einer der Gründe, warum unser 45 Jahre altes Dach keiner anfassen darf, der nicht muss.
Wünsche feinsten Eisgenuss!
Oje, das klingt nach einer Odyssee… Einige Regengüsse haben wir schon hinter uns, da ist zum Glück alles dicht. Ich hab auch schon gehört, dass es nicht immer so spurlos vonstatten geht, wenn noch kein Zugkabel im Kanal vorverlegt ist. Das hat uns wahrscheinlich viel Ärger (und Baustellendreck) erspart. In der Entwicklung sagen wir immer „never touch a running system“ – daher kann ich das mit deinem Dach gut verstehen.
Ich muss mal deine Eisrezepte testen – jetzt geht das ja 😊
Deine Begeisterung ist zu spüren und ich freue mich mit dir und euch. Ich kann gut nachvollziehen, dass das auch ganz schön anspruchsvoll ist, sich mit dieser Materie auseinanderzusetzen.
Grundsätzlich gilt, dass ein bewusster Umgang mit Strom und Energie immer von Vorteil ist.
Ich wünsche euch ganz viel Erzeugerkraft, damit es ganz viel Eis gibt.
Liebe Grüße
Nicole
Wir haben auf jeden Fall viel gelernt, leider kann ich mir sowas nie lange merken und schon gar nicht gut erklären. Noch bewusster ist der Umgang mit Energie definitiv. Und manche Tätigkeiten richtet man jetzt nach dem Sonnenstand aus 😄
Liebe Grüße
Vanessa
Manchmal wünschte ich mir, ich würde in einem Neubau wohnen. In unserem über 200 Jahre alten Haus wird jede Renovierung zur Herausforderung. Als nächstes ist ein neues Dach dran. Vielleicht kann man in diesem Zusammenhang einmal an einen Umbau denken. Wird aber sehr schwierig.
Liebe Grüße
Sabine
Moin, unser Häuschen ist auch von 1894 und einmal komplett durchrenoviert. Natürlich stehen nicht alle modernen Möglichkeiten zur Verfügung , aber es ist durchaus was machbar. So unterstützt der Kamin ( genauer der Grundofen ) über eine Wasserführung die Heizung. Auf dem Dach ist Solar eingelassen. Nur Strom kriegen wir irgendwie nicht hin, das würde die Optik des Häuschen zu stark ändern.
LG
Frau Plutusandme
Um den Kamin beneiden euch sicher viele – und ich dann im Winter auch 😉. Klasse, was man auch bei alten Häusern mittlerweile alles machen kann. Ich finde aber auch die Optik wichtig, die macht ja den Charme so eines Hauses aus.
LG
Vanessa
Hallo Sabine,
leider bin ich nicht mehr dort beschäftigt aber es gibt schon PV-Anlage oder ähnliches die man auch für alte Häuser verwenden kann z.B. in Dachziegeln oder so.
Müsstest Dich mal näher damit befassen, am ehesten kann hier wohl das Denkmalschutzamt etwas wissen.
LG
Ursula
PV-Dachziegel habe ich noch nicht gesehen, das ist ja interessant! Ich kannte bisher nur die Gartenzäune, die ich ja sehr schick finde. Da ist es nur mit der Ausrichtung nicht so leicht – zumindest hier wäre das keine Option gewesen.
LG
Vanessa
Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Ein altes Haus hat ja oft seinen ganz eigenen Charme und Charakter. Ein Neubau hingegen ist halt neu. Wartungsintensiv ist ja eher das Innenleben und da schenken sich erfahrungsgemäß beide nichts. Ist nur anders aber nicht besser. Ein neues Dach ist sicher auch finanziell eine ganz schöne Herausforderung – vielleicht könnt ihr in dem Zuge auch manches so vorbereiten, dass man später flexibel erweitern könnte.
Liebe Grüße
Vanessa
Hi,
herzlichen Glückwunsch zur PV- Investition. Wieviele KWP hat denn die Anlage?
Unser Haus aus den 70ern hat eine Elektro-Fussbodenheizung und seit Ende 22 auch eine PV-Anlage mit Süd-West-Ausrichtung
Größe 9,8 KWP
Ertrag 23 waren 10.500 kWh
Ertrag 24 waren 9.900 kWh.
In 25 sind es bislang 6.800 kWh,
könnte ein neuer Rekord werden.
Von den erzeugten Erträgen entfallen etwa 80 Prozent auf die MonateMai bis September.
Wir erhalten für jede ins Netz eingespeisste kWh 0,08 Eur.
Unsere Stromkosten für den Haushaltsstrom belaufen sich auf etwas 50 Eur im Monat, im Schnitt erhalten wir 50 Eur pro Monat für die Einspeisung vergütet.
Worauf ich hinaus möchte:
Wir sind mit der Anlage zufrieden, unser Haushaltsstrom hat sich etwa halbiert seit Inbetriebnahme.
Aber: in den Monaten November bis Februar wird doch sehr wenig erzeugt.
Es gab da schon Tage, da wurde von der Anlage nur 1 oder 2 kWh am Tag erzeugt. Und da hatte es nicht geschneit.
Alles funktioniert wunderbar, der Verbrauch liegt im Vergleich mit den Nachbarn ziemlich hoch.
Wir wohnen im sonnigen Südhessen.
Die Anlage ist so geschaltet, dass überschüssiger Strom auch in die Elektroheizung fließt.
Aber dafür reicht im Winter in der Regel einfach in Deutschland der Ertrag nicht. Da bringt auch ein grosser Speicher nix, weil einfach zu wenig von oben kommt.
Also grundsätzlich eine gute Investition, aber für die Heizung im Winter mE unbrauchbar.
Lieben Gruß
Das ist spannend, so eine Auswertung über die Jahre mal aus dem realen Leben zu sehen. Ich gehe auch davon aus, dass die Anlage im Winter nur wenig Strom liefern wird. Wenn´s für die Erdwärmepumpe reicht, freue ich mich. Wir haben 10 kWp auf dem Dach und 10 kWh Speicher. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden und gespannt, wie sich das ganze in den nächsten Monaten und vor allem im Jahresdurchschnitt entwickelt.
Viele Grüße!
also ich oute mich mal. Ich arbeitete beim Energieversorger im Bereich Netz und war über 30 Jahre zuständig für die PV-Anlagen bzw. aller EEG-Anlagen – von der Abrechnung des Betreibers bis hin zu allen Gesetzen, Jahresabschlüssen hierzu, das neue Markstammdatenregister oder die Erfüllung aller Vorschriften und Gesetze dass überhaupt eine Vergütung ausbezahlt werden darf…. Und wir haben KEINE PV-Anlage.
In all den Jahren hab ich quasi ziemlich viel mitbekommen wie die Leute beschissen wurden, die Fallsticke der Gesetze, wie die Leute euphorisch nach Ansage von H. Habeck die Dinger gekauft haben. Wie sie reingefallen sind, wie sich eine Anlage gerechnet hat oder nicht.
Gut durchdacht mit einem Umbau, Neubau ja oder man hat etwas geerbt oder das Geld einfach über aber nie auf Kredit. Denn dann rechnet sich die Anlage nie. Auch die Mietoptionen sind genau zu betrachten kommt immer auf den Einzelfall an. Oder bei einer Wärmepumpe macht es Sinn, da es nur wenige spezielle Stromtarife hierfür gibt Aber nur dass ich so ein Ding auf dem Dach habe weil es gerade IN ist nein.
Auch gibt es per Gesetz so einige Möglichkeiten, wenn die nicht mehr gefördert wird, defekt ist, etc. was man machen kann, selbst im Falle einer Scheidung wenn man sich um das Ding auf dem Dach streitet, die Anlage ist defekt etc. Wie gesagt, ich hatte da schon so einiges erlebt und so mancher Betreiber war sauer auf mich weil ich keine oder erst später die Vergütung ausbezahlt habe.
LG
Ursula
Das sind ja spannende Hintergrundinfos – wahrscheinlich könnte ich dir stundenlang zuhören, wenn du aus dem Nähkästchen plauderst 😉. Die Mietoptionen finde ich sehr dubios, da habe ich schon die wildesten Geschichten gelesen. Dass es bei einer Scheidung solche Probleme geben kann, hätte ich auch nicht auf dem Schirm. Die Anlage gehört für mich gedanklich zum Haus aber wer da im Grundbuch eingetragen ist, ist natürlich nicht automatisch der alleinige Eigentümer. Guter Punkt! Bei uns wäre das einfach, da wir wirklich konsequent alles auf uns beide laufen haben – bis auf die Verträge, da haben viele Firmen noch echten Nachholbedarf. Wenn ich mal nicht mehr da sein sollte, hat mein Mann kein Internet mehr 🙄. Und danke für die Bestätigung, dass sich das ganze mit einem Kredit nicht rechnet. Das höre ich natürlich gerne!
LG
Vanessa
Tja. Auch wenn die Idee dahinter natürlich eine sehr rühmliche ist: ich kann mich dafür so wenig begeistern wie für Elektroautos. Beim Solarstrom fussen meine Bedenken auf der Herstellung der Paneele. Und deren Entsorgung hinterher. Zumindest erzeugen sie ihr Leben lang Strom- aber wie lange dauert so ein Leben? Und was macht man mit den Dingern, wenn sie nicht mehr leistungsfähig sind? Mich stört daran, genau wie bei den Elektroautos, dass man etwas forciert, das man einfach noch nie wirklich zu Ende gedacht hat. Denn so besehen ist dieser Strom hinterher wahrscheinlich auch nicht besser als der ganz normale. Wenn man mal ganz strikte und ehrlich alle Komponenten berücksichtigt.
Allerdings: was wäre denn die richtige Lösung? Windenergie ist genausowenig ökologisch (unterirdische Kühlung, tote Vögel, Fledermäuse etc., Verschandelung der Natur, Geräuschpegel….). Nochnichtmal Wasserkraft ist ohne Nebenwirkungen. Wir haben also eigentlich nur die Wahl zwischen den geringeren Übeln- und das macht mich manchmal ganz gaga.
Aber lasst euch durch mein Geschwafel die Freude an eurer neuen Technik nicht verderben! Schön, dass das jetzt auch geschafft ist. Bin gespannt, wie sich die Anlage auf Dauer (auch im Winter) bewährt!
Herzliche Grüsse!
…und PS: mich würde ja allein schon dieses Einlesen, Vergleichen und Abwägen abschrecken…. 😁
Für die Module versprechen die Hersteller ja mittlerweile ganze 30 Jahre Lebensdauer, oder noch drüber hinaus. Und in meinem jugendlichen Leichtsinn erwarte ich jetzt einfach mal, dass unsere PV-Module auch mindestens so lange halten. Das Einlesen, Vergleichen und Abwägen war eigentlich ziemlich interessant. Ich lerne ja gerne Neues und da hab ich definitiv viel gelernt – leider längst nicht alles verinnerlicht. Und egal, für welchen Hersteller man sich am Ende entscheidet, fertigen lassen sie alle da, wo man es vermutet. Da kommt am Ende nur noch ein Aufkleber drauf…
Ganz ohne ökologische Nebenwirkungen lässt es sich nur schwerlich leben – da bleibt oft nur die Wahl des kleineren Übels. Welches das am Ende ist, ist ja schon fast Glaubenssache – da zählen einfach so viele Aspekte mit rein. Ja, da kann man echt gaga werden 🥴
Liebe Grüße!
Gratuliere zum Neuerwerb!
Ich auf deinen Erfahrungsbericht nach dem ersten Winter gespannt. Wie weit wird der „eingefangene“ Strom dann reichen?
Deckt euer selbst erzeugter Strom/der Speicher die Spitzenlasten vom Herd, Spülmaschine und Waschmaschine ab?
Wir haben ein Balkonkraftwerk auf dem Dach. Die Entscheidung war bewusst, denn wir haben Investitionskosten den voraussichtlichen Stromkosten gegenüber gestellt und festgestellt, dass unsere Lebenszeit den Durchschnitt recht weit überschreiten müsste, um die Amortisation einer großen PV-Anlage selbst mitzuerleben. Unser Strom-Grundverbrauch liegt bei etwa 15 W. Natürlich, Herd, Spülmaschine und Waschmaschine ziehen, wenn sie heizen Spitzenlasten, die wir dazukaufen müssen. Ganz automatisch haben wir unser Nutzungsverhalten angepasst.
Im Winter reicht der eigenen Strom nicht, aber im Sommer haben wir meist Überschuss.
Danke 😊
Aktuell haben wir auch reichlich Überschuss. Da passt man sein Nutzungsverhalten natürlich an – wenn die Sonne knallt, kann ich theoretisch alles auf einmal anschalten. Wer von uns abends noch den Spüli anwirft, bekommt vom anderen immer Schelte. Wir üben halt noch 😂
Liebe Vanessa,
ich prophezeie: Ihr werdet Euch wundern, wieviel da auch im Winter noch bei rumkommt. Ich kannte das schon vom Boot, wo ich auch an Schlechtwetter-Tagen immer wieder erstaunt bin, wie weit wir mit einem einzigen Solarmodul kommen. Seit einiger Zeit haben wir nun auch zuhause Solarmodule und das bringt wirklich viel. Einen Winter haben wir damit schon durch, der Gatte verfolgt die hauseigene Produktion eifrigst und ist auch sehr zufrieden mit dem Output.
Wünsche Dir aber erstmal viel Sonne und allzeit frohes Eis schlecken !
Liebe Grüße
Britta
Das wären ja sogar im Winter sonnige Aussichten – jetzt bin ich noch gespannter! Ich war schon überrascht, als ich gelernt habe, dass die Module sogar unter einer 10 cm Schneedecke noch Sonnenenergie einfangen können. Klar ist es dann viel weniger und die kurzen Tage im Winter tun ihr Übriges. Diese mobilen Module finde ich auch praktisch. Wir haben meiner Schwiegermutter sowas in die bis dahin stromlose Gartenhütte gebaut und bekommen seit dem dort frischen Kaffee. Und auf dem Boot ist das ja noch schöner, wenn man mitten auf dem Wasser auch mit Strom versorgt ist. Das kann den Komfort ja ungemein erhöhen.
Liebe Grüße
Vanessa
Uns hat man ursprünglich gesagt, Photovoltaik lohne sich auf unserem Dach mit den Gauben nicht, es sei zu wenig Fläche nach Süden. Wir sind froh, drangeblieben zu sein und jemanden gefunden zu haben, der uns eine Anlage installiert hat. Es macht Freude zu sehen, wie viel Strom da produziert wird und wie du schreibst, bei den heutigen Preisen wird sie sich noch schneller amortisieren.
Liebe Grüße
Susanna
Gauben sind halt auch eine Herausforderung bei der Installation. Da kann man nicht einfach die Module hochklatschen und gut ist – manche Handwerker mögen solche Herausforderungen nicht. Schön, dass ihr dennoch euren Sonnenstrom bekommen habt. Und obwohl ich den Sommer gerade echt genieße und Kälte überhaupt nicht leiden kann, bin ich jetzt noch gespannter auf den Winter und was dann über die Anlage noch rein kommt.
Liebe Grüße
Vanessa
Hey, ich finde das toll! Bei uns klappt es leider nicht so gut. Wenn ich bauen würde, käme es aber in Frage.
Liebe Grüße!
Schade… aber man weiß ja nie, was noch kommt.
Liebe Grüße!
Am Anfang guckt man ständig in die App… haha ertrappt. Habe ich auch sehr oft gemacht und mittlerweile kaum noch. Aber im Winter kann auch so einiges erzeugt werden.
Ich weiß gar nicht, ob unsere Spülmaschine Wlan hat. Wenn, wird mein persönlicher IT Sicherheitsbeauftragter aka Freund aber dafür sorgen, dass die nie ins Netz geht. Wenn der Wetterbericht einen sonnigen Tag vorhersagt, dann programmiere ich die Spülmaschine so, dass sie gegen 11 Uhr anfängt. Ansonsten gibt es noch genug andere Stromfresser, die von der Sonnenenergie profitieren.
LG, Rahel
Was für ein inspirierender Erfahrungsbericht, liebe Vanessa. Wir liebäugeln auch schon länger mit einer eigenen Photovoltaikanlage, bislang hat uns allerdings das Budget einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wer weiß, vielleicht klappt es ja irgendwann noch. Danke für die interessanten Einblicke, wobei unsere Spülmaschine keinen WLAN-Anschluss hat.. grins breit! Herzlichst, Nicole
Und weil ich nicht anders kann, hier noch ein kleiner Witz:
Mein Mann fragt mich, warum ich Zuhause flüstere. Ich sage, ich habe Angst, dass Google zuhört. Er lacht. Ich lache. Alexa lacht. Siri lacht. Die Spülmaschine lacht.
;))))
Ich kann sagen, dass unsere Wärmepumpe im Winter so viel Strom braucht, dass wir zukaufen müssen.
Autark sind wir nur im Sommer, dann speisen wir viel ein. Im Winter, wenn die Heizung läuft, fehlt einfach die Sonne.
VG
Elke
Da bin ich ja mal gespannt. Im Winter kommt ja alleine schon durch die kürzeren Tage viel weniger Energie runter. Wobei mich aktuell schon der Ertrag an Regentagen erstaunt, der ist ganz ansehnlich.
LG
Vanessa
Hallo,
dein Erfahrungsbericht zur Photovoltaikanlage ist wirklich aufschlussreich! Es ist beeindruckend, wie du die Planung und Umsetzung so detailliert schilderst – von der Vorbereitung beim Hausbau bis zur Auswahl des passenden Anbieters. Besonders spannend finde ich, wie du die Amortisation der Anlage kalkuliert hast und dabei die aktuellen Strompreise einbeziehst. Deine Tipps zur Auswahl der richtigen Komponenten, wie Wechselrichter und Speichergröße, sind sehr hilfreich für alle, die mit dem Gedanken spielen, in Solarenergie zu investieren.
Danke, dass du deine Erfahrungen teilst – das macht das Thema für viele greifbarer.
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deiner eigenen Stromproduktion!
Liebe Grüße
Saskia Katharina
Zu den einzelnen Unterpunkten müsste man wahrscheinlich jeweils einen ganzen Beitrag verfassen, um da wirklich Tipps und Hinweise unterzubringen – und beim Kalkulieren helfen die Anbieter. Sowas macht man als „normaler Verbraucher“ ja nicht täglich.
Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße
Vanessa