Minimalismus

Unordnung für Anfänger

Oder: Wie man mit ganz wenig Aufwand ganz viel Chaos verursacht.

Wer möchte schon in einem Möbelhaus wohnen?! Oder einem Museum. Oder einer Musterwohnung. „Es darf ruhig so aussehen, als würden hier auch Menschen wohnen.“ ist auch so eine Aussage, die man immer wieder zu hören bekommt.

Zu steril, zu langweilig und zu ungemütlich – das sind die gängigen Vorurteile, mit denen sich minimalistische Ordnungsfanatiker herumschlagen müssen. Aber keine Sorge, Hilfe naht! Ich erkläre euch, wie ihr mit wenig Aufwand richtig Eindruck schinden könnt. Das ganz große Chaos für Anfänger sozusagen.

Konzentriere dich grundsätzlich nur auf eine Sache. Multitasking ist sowieso ungesund und jeder Achtsamkeits-Coach wird dir dasselbe raten. Das menschliche Gehirn ist einfach nicht dafür gemacht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Das heißt aber auch, dass du während des Zähneputzens auf GAR KEINEN FALL das Waschbecken auswischen darfst. Auch alle anderen Flächen sind tabu – ebenso während des Kochens. Konzentriere dich voll auf die Aufgabe, die du gerade ausführst. So hast du am Ende einen stattlichen Geschirrberg in der Küche stehen. Bewohnter kann es kaum aussehen.

Betreibe Gehirnjogging. Und zwar, indem du Gegenstände immer wieder woanders hin räumst. Das hält die grauen Zellen fit und beim anschließenden Suchen kommt auch der restliche Körper in Schwung. Nur geistig unflexible Menschen legen Dinge immer wieder an denselben Platz zurück. Zu solchen Langweilern wollen wir auf keinen Fall werden! Damit wir nicht in Versuchung geraten, ein Teil nach der Nutzung an den ursprünglichen Ort zu packen, füllen wir sämtliche Schränke und Schubladen bis zum Anschlag. Stauraum will bis in die aller hinterste Ecke ausgenutzt werden, dafür haben wir ihn schließlich.

Aber Vorsicht beim Öffnen der im Tetris-Stil bepackten Schränke. Am besten macht man stets einen großen Sprung zur Seite, um der beeindruckenden Lawine nicht im Weg zu stehen.

So richtig gemütlich wird es dann, wenn sich der ganze Krempel auch über alle freien Flächen ergießt. Man muss ja zeigen, was man hat. Leere Flächen könnten den Anschein erwecken, man könne sich keine Deko leisten. So einen Eindruck wollen wir natürlich nicht aufkommen lassen. Sollte der Nippes nicht ausreichen, lässt sich der Bestand kostengünstig mit Büchern erweitern. Die bekommt man in jedem besser ausgestatteten Büchertauschschrank – vom großen Brockhaus über „Windows NT für Einsteiger“ bis hin zum Weltatlas von 1970 ist da alles zu finden, was einen belesen und intelligent wirken lässt.

Damit sparen wir uns auch das lästige Staubwischen freier Flächen. Da sieht man jedes Körnchen und kaum hat man mal ein paar Wochen keine Zeit für den Haushalt gehabt, hinterlassen möchtegern humorvolle Gäste dumme Nachrichten in der grauen Schicht. Dem beugt man durch konsequent vollgestellte Flächen effektiv vor. Und erweitert man die Belegung der Freiflächen auf Sofa und Stühle, kann man sogar diesen ungebetenen Gästen nachhaltig vorbeugen.

Besonders gut eignet sich hierfür der Wäschekorb. Ganz Hartgesottene verzichten sogar auf den Korb – so viel Einsatz für ein bewohntes Erscheinungsbild ist allerdings eher selten anzutreffen. Die Gemäßigteren nutzen lediglich DEN STUHL. Für alle, die das Konzept bisher noch nicht kannten: hierfür platziert man einen Stuhl strategisch günstig im Schlafzimmer und lagert darauf alles, was man schon getragen hat, das aber noch nicht reif für die Wäsche ist. Nur Anfänger tragen bei dieser Übung ein Outfit zweimal hintereinander. Der Sinn besteht schließlich darin, den Stuhl unter einem möglichst großen Haufen Wäsche verschwinden zu lassen. DER STUHL ist nicht zum Sitzen da! Schreibt euch das hinter die Ohren.

Und wenn wir schon im Schlafzimmer sind… das Bett ist selbstverständlich heilig. Das wird niemals nicht angerührt und so wie wir es morgens verlassen haben, können wir uns abends direkt wieder in die bereits eingeprägte Kuhle ins Kissen schmiegen. Es gibt kaum etwas Sinnloseres, als täglich das Bett zu machen – dazu zählen auch aufschlagen und aufschütteln – wenn wir es doch tagtäglich wieder benutzen. So eine richtig zerknautschte Decke würde man in keinem Möbelkatalog zu sehen bekommen. Wohnlicher geht es kaum!

Schicke deine Sachen auf Wanderschaft. Profi-Chaoten nehmen randommäßig bei jedem Raumwechsel ein beliebiges Teil mit. So lernt die Zahnbürste beispielsweise auch mal das gemütliche Sofa kennen und die Fernbedienung kann sich im Kühlschrank ein wenig erfrischen.

Pflege eine vielfältige Sammelleidenschaft. Der große Vorteil dabei ist, dass du dich überhaupt nicht festlegen musst, ob du in Kuscheltiere, Tassen oder Briefmarken investierst. Wobei Briefmarken nur so semi-gut geeignet sind, nehmen sie doch kaum Platz ein. Lebensgroße Teddybären wären daher eher empfehlenswert. So ein richtig wildes Durcheinander kommt mit vielen, sehr vielen Kleinteilen auf. Der fortgeschrittene Sammler achtet auch darauf, möglichst viele unterschiedliche Stilrichtungen zu vereinen.

Generell ist Stilmix ja sowieso angesagt und nach wie vor eine der besten Möglichkeiten, der eigenen Individualität Ausdruck zu verleihen. Achte dabei tunlichst darauf, dass die verschiedenen Richtungen nicht zu sehr miteinander harmonieren – vielleicht Gelsenkirchener Barock in Kombination mit modernem Industrial-Look. Vermeide alles, was mit einer minimalistischen Einrichtung auch nur im entferntesten zu tun hat. Zu groß ist die Gefahr, dass deren unterkühlte und sterile Wirkung trotz all deiner Bemühungen durchsetzt.

Für den Wald-und-Wiesen-Minimalisten mögen diese Tipps jetzt erst mal ziemlich kompliziert und unerreichbar klingen. Und natürlich erfordert es viel Zeit und eine enorme Einsatzbereitschaft, all den freien Raum mit Dingen zu füllen. Das erfordert in der Regel viele Jahre und in dieser Zeit darf auf keinen Fall etwas weitergegeben oder entsorgt werden. Doch nur so lässt sich das Idealbild bewohnt aussehender Räume erreichen. Und damit ihr auf keinen Fall vom Weg abkommt, gibt es zum Schluss noch ein Mantra, das euch dabei perfekt unterstützt. Also sprecht mir nach:

Das kann ich bestimmt nochmal gebrauchen.

55 thoughts on “Unordnung für Anfänger

  1. Du bist so gemein. Ich habe das jetzt alles vor Augen …

    Vielleicht noch ein paar Haustiere dazu mit diversen Schlafplätzen gefällig?

    Ordnungsfanstische (würde mein Mann das bei mir nennen) Grüße sendet dir
    Ines

    1. Das mit den Haustieren dachte ich auch lange – aber als wir keine mehr hatten, war es auch nicht ordentlicher bzw. sauberer 🤔
      Liebe Grüße
      Vanessa

  2. Herrlich! Ich weiß aber jetzt nicht so recht, ob das Beitragsbild zu deinem Blogbeitrag passt. Nach dem Lesen wirkt die Szene plötzlich so … nun ja … ordentlich, fast schon minimalistisch. Ich würde da schon noch ein paar Tassen und Teller aufstapeln, damit es wohnlicher aussieht. Und mehr Krümel, viel mehr Krümel!
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Schande über mein Haupt – da war ich wirklich nachlässig und habe vielleicht ausversehen ein paar Krümel weggewischt. Wird nicht wieder passieren, versprochen! 😄
      Liebe Grüße
      Vanessa

  3. 😄 Das kommt mir alles ziemlich bekannt vor. Schwierig wird’s, wenn verschiedene Menschen verschiedene Anforderungen an die Haushaltsordnung haben, also in 99 % aller Beziehungen. Ich konnte feststellen, dass sich nach langen Jahren ein Automatismus einstellt, in der Mitbewohner dann statt mit Aufräumen mit Suchen beschäftigt sind.

  4. woher kommt denn die plötzliche sehnsucht nach gemütlichkeit?
    liegt´s am wetter?
    ;-P
    wohne lieber in barockem, boho-eklektizismus-interior – da kann ich meinem ordnungsfimmel freien lauf lassen ohne dass es jemals steril aussehen wird 😀
    xxx
    ps.: könntest du mal rumkommen und meinem neuen rechner das laufen beibringen? irgendwie hakts immernoch an allen ecken & enden…..

    1. Bis gestern hätte ich gesagt, über das Wetter reden wir lieber nicht. Heute sieht die Welt ja schon wieder ganz anders aus – und die Fenster auch 😄.
      Grmpf – Rechnerprobleme sind sowas von nervig. Aus der Ferne kann ich lediglich Daumen drücken, so gern ich auch helfen würde.
      Liebe Grüße!

  5. Haha, „So lernt die Zahnbürste beispielsweise auch mal das gemütliche Sofa kennen und die Fernbedienung kann sich im Kühlschrank ein wenig erfrischen.“ 😀 Das ist doch mal was. Man könnte auch das Klopapier verstecken. Das könnte aber sprichwörtlich in die Hose gehen…

    Liebe Grüße
    Sabine

  6. Ach neee lass mal … ich hab‘s doch ganz gerne aufgeräumt. Ich gehöre auch zu der Fraktion – hab ich ein Jahr lang nicht in der Hand gehabt, weg damit – . Meine Frau ziert sich da doch noch ziemlich. Aber in einer Sache sind wir uns einig. Wir meiden Dekoläden wie der Teufel das Weihwasser. Wir hassen es, wenn die Bude mit Firlefanz zugestellt wird. Aber das Stuhlprojekt – das beherrschen wir beide 🙃

    1. Bei uns ist es gerade umgekehrt 😄. Und wir lieben Dekoläden. Schlendern gerne durch (nur gucken, nicht anfassen 😁) und fragen uns, wer den ganzen hübschen Krempel kauft.

  7. Super, Vanessa. Danke. Endlich hast du klar beschrieben, wie man nie putzen muss… Und wie man das alles rechtfertigen kann und darf. Ich habe Kopfkino.
    Ich bin nicht ordnungs- und putzfanatisch, aber das könnte ich nicht. Nie. Und Tetris gibt es, laut meinem Mann nur bei der Weihnachtsdeko im Keller 😂
    Liebe und sehr ordentlich formulierte Grüße
    Nicole

    1. Das Wohlfühllevel ist schon sehr individuell und jeder muss sich nur in seiner Bude wohlfühlen. Wenn`s mir zu viel ist, hab ich ja immer die Freiheit, zu gehen – und tue das dann auch.
      Ebenfalls sehr ordentliche Grüße zurück – gefaltet und gebügelt 😉
      Vanessa

  8. Es kam wirklich genau zum richtigen Zeitpunkt, liebe Vanessa – ich bin nämlich gerade wieder mal dabei, mein Haus aufzuräumen. Ich rechne fest damit, nächstes Jahr fertig zu sein! 😅 Mein Chaos konzentriert sich aktuell aufs Mal- und Kunstatelier … aber bitte: Alle Künstler sind doch ein bisschen chaotisch. Das gehört quasi zur Grundausstattung! Und was soll ich sagen: Das kann ich bestimmt nochmal gebrauchen! 😉
    Gruß & Kuss,
    Claudia

    1. Ein leeres Atelier klingt auch irgendwie falsch. Nur Platz muss sein, damit man auch wieder neue Arbeiten starten kann. So ordentlich, wie mein Tisch aussieht, ist an mir wohl keine Künstlerin verloren gegangen (auch wenn manch einer anderes behauptet).
      Liebe Grüße
      Vanessa

  9. „mach einfach einen Ausflug, wenn der Haushalt dran ist. Aus den Augen, aus dem Sinn“ – haben wir gestern gemacht und hat prima geklappt. Auch Deine andere Tipps werde ich nach und nach ausprobieren. Klappt bestimmt auch.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. So vorbildlich – da könnte man ja fast Streber vermuten 😉. Nur nicht nachlassen 😄.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  10. Ich sage mir immer, ich wohne nicht in einen Möbelhaus. Da liegt eben auch mal dies und das rum, wen es nicht passt, der soll mich nicht besuchen.LG Romy

    1. Das haben sich mittlerweile ja sogar die Möbelhäuser abgeschaut. Da liegt auch immer mal dies und das rum – aber nur fake. Und alles nur, damit es wohnlich aussieht. Bei dir ist es wenigstens echt 😄.
      LG
      Vanessa

  11. Himmel ich habe Kopfkino und ich muss sooo lachen! Sehr amüsant, danke dafür.😂 DEN STUHL gibts hier nicht, aber kennst Du Türgarderoben?!! Ich sag nur an drei Türen! Leider haben wir drei Bewohner alle unterschiedliche Schmerzgrenzen. Meine ist deutlich niedriger.😅
    Liebe Grüße Tina

    1. Klar kenn ich die Türgarderoben – im WG-Zimmer war das meine Rettung. Heute benutze ich sie nicht mehr und man muss aufpassen, dass sie die Türe nicht verschrabbeln. Kann man sicher mit Filzgleitern lösen, hier gibt es für Jacken eine andere Alternative.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  12. Ah, ein Text für meinen „Mitbewohner“…
    der in unserem Zwei-Personen-Haushalt die Shopping Queen ist und im Gegenzug nicht ausmisten kann.🤣
    Ich habe eine Demarkationslinie um sein Arbeits- und sein Schlafzimmer gezogen und alles, was sich darüber verirrt, ist vogelfrei und zum Abschuss freigegeben.
    Letztens kam der Vorschlag, noch zusätzliche Möbel für all das „kann man(n) noch irgendwann brauchen“ anzuschaffen… NEIN!
    Augenrollende Grüße sendet grinsend
    Marie

    1. So eine Linie hätte ich auch schon beinahe mal über den gemeinsamen Schreibtisch gezogen. Fand mein Homeoffice-Kollege nicht so lustig 😄. Bei zusätzlichen Möbeln wäre ich auch raus aber da bietet das Haus auch gar nicht mehr Platz – außer, man stellt es zu aber das steht nicht zur Diskussion.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  13. *grins – fällt dann unter die Rubrik „NIcht nachmachen“ – gab ja mal eine Serie davon. Und ja hier gibt es einen Stuhl d.h. so ein Kleiderbutler der ist noch vom Gatten wegen Anzug und so für die Arbeit.
    Liebe Grüße
    Ursula

    1. Beim Kleiderbutler ist ein Bügel dran, richtig? Da kann man dann ja gar nicht einfach alles drüberwerfen. Viel zu aufwendig und wir wollen ja nicht, dass es zu ordentlich wird 😉
      Liebe Grüße
      Vanessa

  14. Der Stuhl ist bei uns ein umfunktionierter fahrbarer Küchenblock. Mit Stange vornedran für die Jeans. Obendrauf stapeln sich Strickpullis, Schals, T-Shirts. Denn nein, wir holen nicht jeden Tag frische Klamotten aus dem Schrank! Hab noch andere Hobbys als waschen und bügeln. Und ausserdem durschen wir täglich…..
    Ansonsten: auch eine minimalistische Wohnung kann gemütlich sein. Und wär hier einer, der deine hilfreichen Tipps beherzigen würde- ich tät im Roten drehen. Denn Ordnung muss sein. Die lässt sich aber mit dem wenigen Zeug, was wir haben, ganz leicht im Griff behalten.
    Was wollt ich noch sagen? Achsoja: NEIN! Das kann man alles nicht irgendwann noch gebrauchen! 😁
    Herzliche Grüsse!

    1. Mir geht`s ähnlich, ich brauche es auch ordentlich und finde das keineswegs ungemütlich. Besucher bescheinigen uns auch immer, dass es ordentlich UND gemütlich wäre. Trotzdem höre ich immer wieder das Argument, dass es ja nicht aussehen soll, wie im Katalog. Ein Küchenblock für „Durchgangskleidung“ ist auch eine gute Idee. Hätten wir nicht eh die Trittleiter, die eben auch ihren praktischen Nutzen hat, wäre das eine coole Alternative. Schön finde ich auch einen dicken Ast, der an Ketten von der Decke hängt und dann die noch gute Kleidung an Bügeln dran. Denn ja – es muss nicht alles nach einmal Tragen gewaschen werden.
      Liebe Grüße!

  15. Hahahaha! Herrlich geschrieben – und wie passend zum Jahresbeginn. Wie du ja weißt, hat der Minimalismuskoller mich grade gepackt… aber das war natürlich, bevor ich deinen Post gelesen hab. Hätte ich das nur vorher alles gewusst, ich hätt die ganzen Sachen natürlich nicht entsorgt, sondern alles übereinander gestapelt.
    Was das Suchen von Dingen angeht, bin ich allerdings auch als Ordnungsfanatikerin Profi, denn durch das ständige Umstellen und -räumen bekommen die Dinge ja ständig einen neuen Platz… an den man sich erstmal nicht erinnert.
    Na hör mal, in meinem fortgeschrittenen Alter kann ich mir nicht mehr alles merken.
    Liebe Grüße Maren

    1. Das ist doch das beste Genirntraining – so ist man auch mit 110 noch geistig fit. Und körperlich auch, denn durch das viele Suchen hat man ja reichlich Bewegung 😉
      Liebe Grüße
      Vanessa

  16. Herrlich! Leider ist das nichts für mich. Ich fange mit dem Üben gar nicht an, ich würde in dieser Disziplin kläglich scheitern …
    Liebe Grüße
    Susanna

  17. Wenn jemand für mich das Aufräumen und Saubermachen übernehmen würde. hätte ich nichts gegen einen Möbelhaus-Eindruck. Habe ich aber nicht und deshalb darf man gerne auch mal Staub wegpusten 😉 Bei einem langhaarigen Hund, einem langhaarigen Kater und ebensolchen Söhnen und Mann fällt es eh schwer immer alle piekefein zu haben. Herzlichst, Nicole (die einen Schaukelstuhl im Schlafzimmer hat)

    1. Bei einem Schaukelstuhl gelten andere Regeln – hätte ich einen, wäre der für alles und jeden tabu. Schließlich sitze ich da dann in jeder freien Minute 😄

  18. Liebe Vanessa,
    danke für diesen Blogtext – genau danach habe ich gesucht. Ironischerweise musste ich ihn erst zwischen einem Stapel „lege ich später weg“, drei Kaffeetassen und einem sehr wichtigen Zettel finden, dessen Bedeutung sich mir nicht mehr ganz erschließt.

    Ich habe mir immer Sorgen gemacht, weil irgendwo immer etwas rumlag oder ich genau das eine Teil suchte, das definitiv nicht dort war, wo es hingehört hätte. Wohnen à la Marie Kondo war zwar nie mein großes Lebensziel (wenn etwas keine Freude macht, darf es trotzdem bleiben 😄), aber ein bisschen mehr Struktur in der Ordnung klingt plötzlich sehr verlockend.

    Kurz gesagt: Danke fürs Beruhigen, Ermutigen und dafür, dass ich mich jetzt minimal ordentlicher fühlen darf – ganz ohne perfekt gefaltete Socken.

    Herzliche Grüße
    Jutta

    1. Schlimmer geht immer – ich wüsste da sofort ein paar Leute, bei denen man sich nach einem Besuch gleich viel ordentlicher fühlt. Andersrum funktioniert es allerdings auch. Da gibt`s dann schon mal einen Rüffel für das Chaos des Ehemanns, nachdem dessen Familie bei uns zu Besuch war (und das nicht mal von der Frau…). Ein bisschen Chaos finde ich nicht schlimm, wenn man sich damit wohl fühlt. Selbst Marie Kondo soll das eingesehen haben, nachdem sie Kinder bekommen hat.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  19. Hey, wie immer musste ich schmunzeln :).
    Ich bin ein Mix von Minimalismus und Unordnung. Ich verstelle auch selten etwas. Aufräumen fällt mir allerdings sehr schwer. Irgendwie landet doch das ein oder andere wieder an die „unordentliche“ Stelle.
    Schlafzimmer: da steht das Nötigstes, keine Bilder, der Raum ist nur zum Schlafen da :P.
    Liebe Grüße!

    1. Aufräumen finde ich gar nicht so tragisch – klar, wenn es nie wirklich viel ist. Dafür habe ich eine echte Aversion gegen Fenster putzen. Wenn das nicht wäre… Aber perfekt ist ja auch langweilig 😉
      Liebe Grüße!

  20. Schöner Text, wie die Anleitung zum Unglücklich sein. Das das Bett so blieben muss, wie es ist, das musste ich mir leider angewöhnen seitdem ich mit meinem Freund zusammen lebe. Er steht viel später auf als ich und er würde es zum verrecken nicht machen.
    LG, Rahel

    1. Die Anleitung zum Unglücklichsein ist so ein Ding, das man gelesen haben sollte. Hab ich schon lange nicht mehr dran gedacht, ist schon Jahrzehnte her, dass ich das gelesen habe. Danke für den Reminder 😊.
      Gemachte Betten sind zwar schön aber ich bin mir ganz sicher: es gibt Wichtigeres im Leben 😉.
      LG
      Vanessa

  21. Liebe Queen All,

    Hahahaha, dieser Post made my Day. 😂
    Ich packe übrigens noch einige Haustiere ins Bett, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, es zu machen. Der STUHL ist bei uns manchmal der SESSEL oder das BETT. Du hast übrigens die Socken vergessen, die man ebenfalls wahllos in Räumen verteilen kann.
    GLG
    Miriam

    1. Ich erinnere mich noch gut an die Katze im Bett, wenn ich bei meiner Oma übernachtet habe – und an ihren vernichtenden Blick, wenn ich an der Bettdecke gezogen habe oder mich auch nur einen Millimeter bewegt habe. Verstehe also sofort, dass das mit dem gemachten Bett nix wird. Socken überall… von dir kann ich noch etwas lernen!
      LG
      Queen All

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