Hast du mal ’nen Euro?
Das Jahr neigt sich dem Ende und zu kaum einer Zeit sitzt der Geldbeutel so locker, wie jetzt. Die Menschen zeigen sich von ihrer großzügigen Seite und das weckt allerlei Begehrlichkeiten. Von dem großen Kuchen möchten viele etwas abhaben – nicht alle haben dabei Gutes im Sinn.
Und so fühle ich mich etwas zwiegespalten zu dem Thema der aktuellen Blogparade #relevant – „Hast du mal ’nen Euro?“.
Generell gebe ich gerne. Doch so manche Negativschlagzeile könnte einem das verleiden. Da ist von organisierten Bettel-Banden die Rede und von fiesen Tricks, um gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, teilweise im wahrsten Wortsinn. Ich muss zugeben, wenn in der Innenstadt in strategischer Nähe zum örtlichen Weihnachtsmarkt gleich drei Bettler in wenigen Metern Abstand voneinander knien, macht mich das schon sehr skeptisch. Wenn dann auch noch alle aussehen, als wären sie eng miteinander verbandelt und vom selben „Verein“, kommt irgendwie so gar kein Mitgefühl auf.
In der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, gab es diesen einen Bettler – da hieß es noch „Hast du mal ’ne Mark?“. Ein großer, bärtiger Riese, der sommers wie winters im langen braunen Mantel an seinem Stammplatz stand. Unter Mitschülern tuschelte man, dass er am Ende des Tages in ein schickes Auto steigen würde und in Wirklichkeit stinkreich wäre. Ob da was dran war, habe ich nie herausgefunden. Aber der Argwohn ist bis heute geblieben.
Irgendwie ist man vielleicht abgestumpft oder zu misstrauisch oder eben zu aufgeklärt. Aber so oder so will man Menschen doch nicht in einen Topf werfen. Gar nicht so einfach mit der Hilfe… Oft erfolgt der Griff in den Geldbeutel aus dem Bauch heraus. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran ich es festmache, wenn ich jemandem etwas gebe. Die Trott-war-Verkäufer bekommen oft etwas – auch wenn ich die Zeitschrift nicht lese, finde ich es unterstützenswert, wenn jemand darüber versucht, wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Was ich aber sehr genau sagen kann ist, dass diese kleinen Gaben im Dezember nicht größer oder kleiner ausfallen, als im restlichen Jahr.
Ganz anders verhält es sich hingegen mit der von mir präferierten Organisation, an die ich seit Jahren spende. Neben den monatlichen Fixbeträgen überweise ich, ganz Spenden-Herdentier, immer im Dezember nochmal einen zusätzlichen Betrag, abhängig davon, was der Kontostand gerade zulässt.
Es ist ein bisschen einfacher geworden. Dank Internet kann jeder schnell herausfinden, welche Hilfsorganisationen seriös sind. Und es ist ein bisschen schwerer geworden. Dank Internet kann jeder schnell herausfinden, an wie vielen Stellen dringend Spenden benötigt werden.
Jetzt könnte ich natürlich meine Spenden auf ganz viele Organisationen aufteilen. Und hätte damit voll am Ziel vorbei geschossen. Denn mit jeder Spende löse ich einen ganzen Haufen administrativer Vorgänge aus bis hin zur Registrierung als potenzieller Wiederholungstäter, der zukünftig mit Aufwand (ergo Geld) bespaßt und zu neuen Spenden bewogen werden möchte. Also zumindest aus Sicht vieler Organisationen.
Effizienter und effektiver ist es also, sich einige wenige Herzensthemen herauszupicken und bei diesen zu bleiben. Für mich ist das nicht schwer – ich liebe das Meer und spende daher schon lange an Sea Shepherd. Wenn ich schon selbst nicht sehr seefest bin, unterstütze ich gerne die, die mit ihrem Einsatz direkt vor Ort etwas bewirken, for the Ocean. Der örtliche Tierschutz bekommt noch seinen Anteil, ein Dankeschön geht an Wikipedia und das war es dann.
Wer an der Haustür klingelt, ist unten durch. Da lasse ich mich auch auf keinerlei Gespräche ein und ein schlechtes Gewissen lasse ich mir erst recht nicht einreden. Momentan sind wieder ein paar ganz Hartgesottene unterwegs, da bin ich froh um die Kamera an der Klingel. Die, die mit mir über Gott reden möchten, kenne ich bereits. Sollte mir mal langweilig sein, mache ich mir vielleicht mal einen Spaß draus. Ansonsten kann ich mich ganz wunderbar taub stellen und sowieso scheint die Klingel schon wieder defekt zu sein…


Oh ja, das ist gar kein einfaches Thema. Ich überweise monatlich direkt an eine Familie in Sri Lanka und unterstütze hier gezielt. Ich war dort vor Ort und habe das damals beschlossen. War gerade durch einen Zyklon ganz viel Leid was meine Entscheidung noch bestärkt. Eine Spendenquittung bekomme ich hier natürlich nicht, ist privat. Die Straßenhunde in Thailand bekommen noch einen Betrag. War ich auch dort, kenne ich. Sonst unterstütze ich durch unser Kaufverhalten gezielt z.B. Toilettenpapierabonnement bei Goldeimer und z.B. mit dem Adventsome Adventskalender.
Ein Musiker bekam gestern am Dom einen Euro. Das Projekt für die Meere , welches Du unterstützt finde ich klasse. Irgendwo hat hoffentlich jeder sein Projekt gefunden und unterstützt gezielt.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, liebe Grüße Tina
Musiker bekommen bei mir auch (fast) immer etwas – das sehe ich aber nicht als Betteln sondern da zahle ich dafür, dass jemand die Stimmung in der Stadt aufwertet. Das mit dem Toilettenpapier muss ich mir mal anschauen. Das ist ja etwas, das man immer braucht 😄.
Liebe Grüße
Vanessa
Zu den Musikern, ja da hast Du natürlich recht.
Das dachte ich beim Klopapier auch.
Ein fröhliches gesundes und buntes 2026 wünsche ich Dir. 🐽🍀🥂 Liebe Grüße Tina
Stimmt, beim Klopapier kann man auch nicht wirklich von einer Spende reden. Egal, Hauptsache man kann etwas Sinnvolles unterstützen!
Auch dir ein spitzenmäßiges 2026 🎉
Liebe Grüße
Vanessa
Ich unterstütze zwei Tierschutzorganisationen, bei einer unterstütze ich seit dem Tod meines eigenen Ponies ein Patenpferd, von der anderen bekomme ich jährlich den Geschäftsbericht, inzwischen bekommt man den auch online. Beide Organisationen haben keine Spendensiegel, denn die Kosten dafür verwenden beide lieber für ihre Projekte.
Auch Bettler in der Stadt bekommen hin und wieder etwas, momentan ohne Job muß ich allerdings gut einteilen. Auch das hiesige Frauenhaus bekommt immer wieder mal was. Wer mich allerdings am Telefon nervt, hat Pech.
Beim hiesigen Tierschutz könnte man auch eine Tierpatenschaft übernehmen. Ich spende lieber sachungebunden aber ich glaube, die Organisationen sind über beides froh. Ein Spendensiegel ist bei den „Großen“ sicher wichtig aber wenn man den Verein kennt, braucht es das nicht wirklich. Am Telefon hat mich zum Glück noch keiner genervt, da wäre ich auch nicht gerade in Spendenlaune.
Hallo,
dein Beitrag ist sehr reflektiert und ehrlich – man merkt richtig, dass du dir Gedanken über das Geben machst, ohne dabei in Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen. Besonders gut gefällt mir, wie du die Balance zwischen spontaner Hilfe und gezieltem Spendenaufwand beschreibst und dabei auch deine persönlichen Schwerpunkte wie Sea Shepherd betonst. So ein bewusster Umgang mit Spenden ist inspirierend und regt zum Nachdenken an.
Danke, dass du deine Erfahrungen und Gedanken so offen teilst. Ich wünsche dir ein wunderbares Jahresende und ein erfülltes neues Jahr 2026!
Herzliche Grüße,
Saskia Katharina
Dir ebenfalls ein gutes neues Jahr.
Danke für deine Teilnahme.
Ich sehe vieles ähnlich wie du. Ich gebe Bettlern ungern Geld. Ich habe schon Obdachlosen-Zeitungen gekauft. Aber das mache ich auch nur selten. Lieber spende ich mein Geld der Tafel und hoffe, dass es bei den richtigen Empfängern ankommt.
Sea Shepherd kannte ich bisher nicht. Hört sich aber so an, als wenn dein Geld dort gut angelegt wäre 👍
Das denke ich auch – zumindest klären sie auf und können auch einige Erfolge verzeichnen.
Hab sehr gerne mitgemacht, das ist ja zum Jahresende ein gutes Thema und mal was anderes als der hundertste Jahresrückblick.
Das mit dem Spenden ist wirklich so eine Sache. Mir selbst ist in Stuttgart mall so eine Bettelbande aufgefallen und im Heidelberger Hauptbahnhof warnt man fast regelmäßig über die Lautsprecher vor organisierten „Bettlern“. Das macht es mit wirklich schwer jemandem auf der Straße „nen Euro“ zu geben.
Wir spenden jedes Jahr für die örtliche Tafel um den Menschen hier vor Ort zu helfen. Auch das THW bekommt etwas, weil wir denken, dass die Katastrophenhelfer gut ausgestattet und ausgebildet sein müssen. Das THW besteht übrigens zu mehr als 90% aus Ehrenämtlern. Das wissen viele nicht.
Liebe Grüße, Sibylle
Das klingt auch wirklich sinnvoll. Das mit den Ehrenämtlern sollte man auch viel mehr hervorheben. Vielen ist gar nicht bewusst, wie viel nur funktioniert, weil Freiwillige sich darum kümmern.
Liebe Grüße
Vanessa
Schwieriges Thema. Grundsätzlich denke ich, dass in Deutschland der Staat für Unterstützung Bedürftiger zuständig ist und dafür zahle ich Steuern. Dennoch fallen immer welche durchs Raster. Ab und an kaufe ich deshalb eine Obdachlosen-Zeitungen und lese sie dann auch.
Bettler bekommen selten was, Musiker deutlich öfter. Dafür stecke ich mir Münzen in die Tasche, wenn ich in die Stadt fahre.
Spenden gehen ab und an ein Hospiz in unserem Stadtbezirk, das tolle Arbeit leistet,
und an die Tafel. Generell mache ich lieber einzelne Überweisungen mit 50 oder 100 Euro im Jahr als dass ich das noch aufteile. Oft ist es anlassbezogen, wenn jemand sich das bei seinem Ableben anstatt Blumen gewünscht hat. Außerdem spende ich lieber lokal als global.
Viele Grüße
Ines
Musiker arbeiten ja für ihr Geld und außerdem sorgen sie für oft für eine schöne Atmosphäre in den Fußgängerzonen. Dafür zahle ich gerne und sehe das auch nicht als Spende.
Die Obdachlosenzeitung lese ich nicht, da spende ich dann aber einfach so etwas. Das der Staat bei der Unterstützung immense Löcher im Raster hat, sieht man ja am Andrang bei den Tafeln. Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Ohne die lokale Unterstützung würde es sicher noch schlimmer aussehen.
Viele Grüße
Vanessa
Oftmals ist der Alkohol für einige Grund genug, um Geld zu betteln. Wer hier an der Haustür bettelt, dem biete ich auch schon mal etwas zu essen an. Meist hat sich das dann erledigt. Ansonsten denke ich, dass Institutionen wie die Tafel unterstützend wert sind.
Hier auf dem Land sind es ja eher Organisationen, die ihre Drücker durch die Straßen schicken. Die sparen sich den Weg zu unserer Türe mittlerweile. Vielleicht biete ich ihnen mal ein Brötchen an, wenn sie doch mal wieder klingeln 😄
Sea Shepherd bekommen von mir auch regelmäßig. Was die Obdachlosenzeitungen angeht, die verkauft in unserer Region kein einziger Obdachloser mehr. Der Verkauf ist hier durch ein ganz spezielles Klientel organisiert. Das hat schon mafiöse Strukturen. In der Essener Innenstadt sind beispielsweise die Bettler bestens organisiert und vernetzt. Da wirst du ganz schön aggressiv angeschnorrt.
Ich spende da lieber was an die Tafel, Straßenkünstlern oder dem Einkaufswagenmann, der mir am Supermarkt immer freundlich den Einkaufswagen übergibt und entgegennimmt.
Über Gott wollte man übrigens auch schon mit mir sprechen. Die sind dann irgendwann entnervt wieder abgezogen. Gut, dass du das erwähnt hast. Das könnte ich ja mal aufschreiben.
Bis dahin … guten Rutsch und habt ein tolles 2026 🤘
Schade, wenn ein eigentlich sinnvolles Projekt durch solche mafiösen Strukturen unterwandert ist. Ist hier wahrscheinlich auch nur noch eine Frage der Zeit. Wer penetrant schnorrt, ist bei mir auch unten durch. Mein Mann ist da nicht so knallhart. Er wird oft um Zigaretten angebettelt und gibt dann auch meist eine. Raucher scheinen zusammenzuhalten.
Hast du etwa tatsächlich mit denen über Gott gesprochen? Auf die Geschichte bin ich ja mal gespannt 😄.
Dir ebenfalls einen guten Rutsch!
In meiner Stadt gab es zu meiner Jugendzeit auch einen stadtbekannten Obdachlosen, der saß immer, von einem Haufen Plastiktüten umgeben, im Eingang zu Horten. Von dem erzählte man sich auch, er wäre eigentlich Millionär. Möchte mal wissen, wie solche Geschichten entstehen…
Wir spenden nicht so wirklich gezielt. Eine Meldung im Fernsehen oder Zeitung, die uns auffällt, manchmal an eine NGO, die Aufklärung betreibt. Der Bon vom Pfandgeld landet regelmäßig im Kasten für die Tafel. Oft reagiere ich einfach spontan, kaufe dem Zeitungsmann einen Kaffee und ein Gebäck und seinem Hund eine Dose Futter, leiste ihm eine Weile Gesellschaft. Der offensichtlich schwer Drogenabhängige im Bahnhof bekommt von mir kein Geld, aber ich kaufe ihm ein belegtes Brötchen, das er sich von meinem Geld nicht kaufen würde.
Was ich nicht leiden kann, sind solche Aktionen wie die Sternsinger. Wer kann schon nein sagen, wenn Kinderaugen dich erwartungsvoll ansehen, wenn du die Haustür öffnest? Das ist emotionale Erpressung.
Ich nehme mal als Gedankenanstoß mit ins neue Jahr, dass wir öfter und regelmäßiger spenden sollten.
Das ist schon lustig, dass solche Geschichten auch anderswo dieselben sind. Da hat wohl jemand den potentiellen „Stundenlohn“ hochgerechnet und schon ist so ein Gerücht in der Welt.
Direkt Lebensmittel zu spenden, ist sicher eine gute Sache. Ich weiß aber noch, wie meine Oma erzählt hat, dass eine Bettlerin das Brot, das sie ihr gegeben hat, hinter ihrem Rücken in den Müll geworfen hat. Das ist bei mir im Kopf hängen geblieben.
Die Sternsinger haben nur im ersten Jahr mal gefragt, ob sie singen dürfen. Habe ich abgelehnt und seit dem klingeln sie nicht mehr. Das ist der Vorteil, wenn man eine Gegensprechanlage hat – die Kinderaugen sehe ich nicht. Da bin ich aber auch nicht so leicht zu beeinflussen – an meine Tür malt keiner 😬.
So viel zu den Sternsingern – die sind echt hartnäckig und nehmen doch tatsächlich den Weg zum Haus hoch auf sich. Und auch, wenn sie weder singen durften noch die Türe anmalen – eine kleine Spende gab’s trotzdem.
den letzten bettler habe ich in berlin gesehen, bevor wir hierher zogen vor 14 jahren…… in B musste man ein echt dickes fell in sachen bettelei haben.
die fanatiker haben sich nur einmal zu unserem haus im wald verirrt und dann nie wieder 😀
das wenige, das wir geben können, bekommen lokale träger/vereine – direkt.
rutscht gut rein! xxx
Den Unterschied zwischen Stadt und Land merken wir hier auch deutlich. Viele verirren sich nicht an die Türe und Bettler gibt es im Ort keine. Lohnt sich am Ende der Welt einfach nicht. Es gibt sogar noch einen Selbstbedienungsladen, in dem das Wechselgeld offen in eine Schale liegt. Da ist ein Ausflug in die Großstadt immer ein kleiner Kulturschock 😄.
Dir ebenfalls einen guten Rutsch!
Ich finde das Thema auch schwer und ich hab in diesem Monat auch nicht die Zeit gefunden, mich damit so auseinander zu setzen, wie Du es geschafft hast. Abgesehen davon, dass meine Adressaten andere sind – allerdings ist auch eine save the seas Orga – dabei, unterschreibe ich alles, was Du gepostet hast. Die Obdachlosenzeitung kauf ich auch immer, ansonsten gebe ich auf der Straße nichts. Und an der Haustür gibt es nur ein einziges Mal im Jahr etwas. Wenn die Sternsinger kommen, öffne und spende ich. Schon alleine wegen der Kinder. Meine sind da auch immer mitgegangen und waren hinterher immer sehr stolz und beseelt.
Liebe Grüße und hab einen guten Rutsch
Britta
Ich glaube, die Organisationen sind auch zu allen anderen Monaten froh über eine Spende. Da ist es völlig unerheblich, ob man sich das auch noch in den eh schon vollen Dezember packt. Und wenn man seine Adressaten hat, kümmert man sich halt, wenn es gerade passt. Bei Sea Shepherd haben wir zusätzlich den Dauerauftrag laufen, da ich glaube, ich helfe den Organisationen mit fest planbaren Einnahmen. Solange ich kann, werde ich das so laufen lassen. Da muss ich mich dann auch nicht viel damit auseinandersetzen 😊.
Liebe Grüße und ebenfalls einen guten Rutsch!
Vanessa
schwieriges Thema. Hier gibt es auch kein richtig oder falsch. Muss jeder für sich entscheiden. Ja oder Nein. Wir spenden z.B. direkt am Ort wie Diakonie hier speziell Frauenhaus und Kinder, Betreuungsverein, Inklusion. Ich denke wie und wo man spendet hängt auch von einer gewissen persönlichen Situation ab. Wer Tiere hat spendet eher dort, wer Kinder hat eher da etc. oder man kann gewisse Gruppen ja auch durch das Kaufverhalten unterstütuzen so kaufen wir meist Kaffee von einer Rösterei die direkt vor Ort den Anbau und die Frauen unterstützt.
Und so schlimm das ist und es kann Jeden bzw. Jede treffen, schneller als man vielleicht denkt, Obdachlos ist Sache vom Staat. Geht ja in anderen Ländern auch. Gibt ja Beispiele für. Aber dank der neuen Gesetze werden es sicher noch mehr.
Und bei den Sternsingern geht es mir wie Petra.
Liebe Grüße
Ursula
Vielleicht wäre es bei mir auch anders, wenn der Ort größer wäre – hier gibt es nicht viele Institutionen, daher halte ich mich an den Tierschutz in der nächsten Stadt. Tatsächlich haben wir selbst keine Tiere mehr, sind aber sehr tierlieb. Und durchs Tauchen sind die Meere natürlich gedanklich näher. Wobei letztere für unser aller Überleben nicht unterschätzt werden sollten…
Der Staat macht ja viel, trotzdem geht es ohne zusätzliche Hilfen wie die der Tafeln nicht immer. Da fragt man sich schon, was da schief läuft. Aber man merkt auch, wie das Klima immer rauer wird – leider.
Liebe Grüße
Vanessa
Hier auf dem Land gibt es keine Bettler, von daher ist das Thema keins (was nicht heissen soll, dass es keine bedürftigen Menschen gibt- aber das ist nicht dieselbe Sache). Und an der eigenen Haustür bekehrt werden sollte ich auch schon lange nicht mehr. Oder ich war einfach nie Zuhause, wär auch möglich! 😉 Auf jeden Fall spende ich aber immer mal wieder an zwei, drei Organisationen, allesamt im Tierschutz tätig. Ich finde es schlecht, mal hier, mal da kleine Beträge zu spenden. Lieber regelmässig und für ein paar ausgewählte Institutionen. Die Giesskannenmethode bringt nichts, über alles gesehen.
Was mich nervt, sind diese billigen Beilagen in Bettelbriefen. Kulis, Kalender, Chips für den Einkaufswagen und so’n Zeugs von meist minderer Qualität. Ich hab da schon einige Male Mailsen versandt mit der Bitte, doch damit aufzuhören und das Geld lieber für die Sache zu verwenden……
Alles in allem spende ich soviel, wie es die finanzielle Situation gerade zulässt, denn schliesslich betreibe ich ja meine eigene, kleine Tierschutz-Anlaufstelle…. 😊
Komm gut ins neue Jahr- ich freu mich auf weiteren Austausch!
Herzliche Grüsse!
Das mit den Beilagen kenne ich auch noch – manche waren da echt hartnäckig mit Postkarten und langen Bettelbriefen. Das hatte sich zum Glück mit dem Umzug erledigt – ebenso, wie die Betteleien direkt an der Haustüre. Da klingeln nur noch Vereine u.ä. Die lernen aber zum Glück schnell, dass hier ein paar echt garstige Leutchen wohnen, die so absolut unspendabel sind 😄.
Der Tier- und Meeresschutz liegt mir einfach mehr am Herzen und die sind noch mehr auf Spenden angewiesen. Um bedürftige Menschen sollte sich ja eigentlich der Staat kümmern. Auch wenn das nicht so richtig klappen will…
Dir ebenfalls einen guten Start ins neue Jahr!
Liebe Grüße!
Hallo Vanessa,
wir haben früher in andere Ecken der Welt gespendet, doch heute lassen wir einer örtlichen Organisation etwas zukommen, die gute engagierte Arbeit leistet und wo wir wissen, es kommt ohne großen Apparat direkt an. Und dann geht etwas an die Tafel, deren Arbeit leider auch so wichtig ist.
Von Organisationen, die mit meinem Geld Postkarten, Kalender und Bleistifte als Werbegeschenke finanzieren, habe ich schnell wieder Abstand genommen.
Ich wünsche dir auch hier noch mal ein gutes neues Jahr,
liebe Grüße
Susanna
Wenn man sieht, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt, finde ich das Spenden gleich nochmal erfüllender. Zu wissen, dass man beim Bau eines neuen Katzenhauses unterstützen konnte statt nur Kulis und Postkarten finanziert zu haben, gibt mir auch mehr. Bei den ganz großen Organisationen ist das gar nicht so einfach, die brauchen ja gewisse Strukturen. Aber wer will schon den Wasserkopf bezahlen…
Liebe Grüße und dir auch einen guten Start in 2026!
Vanessa
Ich teile deine Standpunkte. Spenden ja, aber gezielt. Der Tierschutz bekommt regelmäßige Beiträge. Ab und zu wird für bestimmte Aktionen gespendet. Haustürgeschäfte lehne ich grundsätzlich ab.
Liebe Grüße
Sabine
Es ist schön, hier zu lesen, wie hoch die Spendenbereitschaft generell ist – und das mit dem Tierschutz freut mich natürlich besonders!
Liebe Grüße
Vanessa
In der Zeitung wurde letztens auch davon berichtet, dass die Bettler mit Hund zu einer organisierten Bande gehören und die Hunde nur haben, um Mitleid zu erregen. Da weiß man dann gar nicht mehr, was nun stimmt. Gibt sicher auch etliche, die den Hund als Gefährten ansehen und nicht als Gelddruckmaschine.
VG
Elke
So ein Hundeblick erweicht auch mein Herz zuverlässig – da könnte ich gut nachvollziehen, wenn das als Taktik bei organisierten Banden genutzt wird. Schade, wenn man so gar niemandem mehr trauen kann.
LG
Vanessa
Hey,
ein sehr wichtiger Beitrag. Der Argwohn ist absolut berechtigt und das genauere Hinsehen oft nicht einfach.
Es ist toll, dass du weisst wohin du spendest!
Ich selber unterstütze unsere Bahnhofsmission- nicht mit Geld, sondern mit Kleiderspenden. Meistens organisiert mit Menschen die ich begleite. Wir sehen wohin die Spenden gehen und das ist sehr wichtig.
Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr mit wundervollen Momenten.
Liebe Grüße!
Das ist auch eine schöne Aktion und zu sehen, dass die Spenden direkt ankommen, ist sicher erfüllend. Da weiß man auch, dass man etwas Sinnvolles bewirkt und wirklich geholfen hat.
Dir ebenfalls ein wunderbares neues Jahr und liebe Grüße!
Liebe Vanessa,
ich mag kein „Betteln“. Vielleicht weil ich so erzogen wurde?
Von klein auf hieß es „man bettelt nicht“.
In den Häusern standen Schilder mit der Aufschrift „Betteln und hausieren verboten“.
Ich weiß, dass es in anderen Ländern anders gehandhabt wird.
In meiner gewohnten Umgebung will ich es aber nicht akzeptieren.
Spenden gebe ich von Herzen und bewusst und nicht nur zur Weihnachtszeit.
Immer an Organisationen die in irgendeiner Verbindung zu uns stehen.
Die letzte Spende im Jahr 2025, war es zum Beispiel ein großer Betrag an die Wasserwacht an unserem Campingplatz.
Übrigens spende ich auch bei meinem Frisör … der sammelt das abgeschnittene Haar und sendet es an die Organisation HAIR HELP the Oceans. Denn Haare können Öl und andere Schadstoffe aus dem Meer filtern.
Ich schicke dir herzliche Grüße und meine besten Wünsche für dich für das neue Jahr.
Herzliche Grüße
Jutta
Das mit den Haaren hab ich auch schon mal gelesen – muss ich mir mal anschauen und ggf. meinem Friseur zeigen. Auch wenn bei mir an der Stelle nicht viel zu holen ist 😄. Da bleibe ich lieber bei der Blutspende.
Ich hätte ja gedacht, dass die Wasserwacht von der Gemeinde oder vom Campingplatz finanziert wird – wieder was gelernt. Da fragt man sich schon, wie die Welt ohne Spenden und vor allem ohne die vielen Ehrenamtlichen funktionieren würde.
Dir ebenfalls alles Gute fürs neue Jahr!
Liebe Grüße
Vanessa
Hallo Vanessa,
haste mal ne Mark … klingt in meinen Ohren irgendwie besser als nen Euro. Das mit den Spenden ist wirklich ein besonders – wichtiges Thema. In der Stadt bin ich auch vorsichtig, für das Musizieren gebe ich immer etwas und bei uns heißt die Zeitung Asphalt und ich kenne den Verkäufer hier. Aber mein Schwiegervater erzählte mir, dass dort Leute die Zeitung verkaufen, die es eigentlich nicht bräuchten das macht mich skeptisch und auch wütend.
Regelmäßig spende ich an Greenpeace und den weißen Ring, die Tafel und Tierheime, an die denke ich auch immer, die nehmen auch gerne Lebensmittel und beim Tierheim Futter, Decken etc.
So nun noch ein gutes neues Jahr gewünscht und bis zum nächsten Mal liebe Grüße gesendet
Kirsi
Die Mark ist halt von Kindesbeinen eingebrannt, das bleibt uns als Erinnerung wohl ewig erhalten 😄. Das mit den Zeitungen ist offensichtlich auch schon ganz schön korrumpiert. Das haben hier ja schon einige erwähnt und wirklich vertrauen kann man kaum noch jemandem. Das geht nur leider zu Lasten derjenigen, die auf solche Gaben angewiesen sind – sehr schade.
Tierfutterspenden kann man hier im Gartencenter direkt kaufen und dann in einen großen (abgeschlossenen) Korb werfen. Finde ich auch eine gute Sache für Leute, die lieber spontan was machen.
Liebe Grüße und ebenfalls ein gutes neues Jahr!
Vanessa
Vielen Dank für Deinen ehrlichen Beitrag! Ich fühl mich immer so alleine, wenn die Leute durch die S-Bahn marschieren und ihre Geschichte herunterleiern und die Leute um mich herum direkt anfangen nach Geld zu kramen…
Die bekommen von mir nie etwas, und ich wünschte, das Bettelverbot würde konsequenter durchgesetzt.
So eine Obdachlosenzeitung habe ich letztes Jahr einmal gekauft, nachdem mich ein Verkäufer im Bahnhof angesprochen hat. Sie kostet knapp 3 Euro, ich hatte als kleinsten Schein einen 20er mit und habe dem Verkäufer gesagt, dass ich 5 zahle.
Daraufhin hat er mir eine Zeitung gegeben und wollte gehen, einfach so, als hätte er mich nicht gehört.
Ich hab ihn dann gestoppt und wiederholt, dass ich 5 Euro zahlen wollte, nicht 20. Er hat auf einmal ganz schlecht Deutsch verstanden, aber hat dann nach einigen weiteren Aufforderungen widerwillig in seinen Taschen gewühlt, und mir einen Euro nach dem anderen gegeben. Sehr, sehr langsam. Portionsweise. Zwei Euro. Abwarten, groß gucken. Weiterwühlen. Noch einer. Und so weiter. Mit einem Gesichtsausdruck, als wäre ich hier gerade die Böse, die einem armen Mann seine letzten Münzen nimmt.
Nach 10 Euro hat er dann so getan, als hätte er nichts mehr. Ich hab dann genervt aufgegeben. Das war sicher sein Ziel, schon klar. Aber meine Spendenbereitschaft ist nachhaltig gesunken durch die Erfahrung.
Was für ein krasses Erlebnis 😲. Da wäre ich für die Zukunft auch bedient und würde mir dann drei mal überlegen, ob ich überhaupt noch jemandem was gebe. Ich schaue immer, dass ich es passend habe oder plündere im Geldbeutel meines Mannes. Gerade, wenn wir an Straßenmusikanten vorbei laufen, kann das manchmal etwas dauern (und auch, bis das Hirn überhaupt registriert hat, dass da gute Musik spielt…). Da bin ich schon manches Mal zurückgelaufen. Die Spendenbereitschaft ist bei mir auch schon wesentlich geringer als noch vor einigen Jahren. Man hört einfach so viele negative Geschichten. Sehr schade!
Ich hab tatsächlich überlegt, ob ich den Mann bei der Zeitung melden soll. Ich hab mir zwar seinen Namen nicht gemerkt (die haben hier alle einlaminierte Kärtchen um den Hals hängen, die sie als „echte“ Obdachlose/offizielle Verkäufer ausweisen), aber oft haben sie ja ihre Stammplätze, so könnten sie ihn vielleicht trotzdem identifizieren und zumindest mal mit ihm reden, dass er das nicht nochmal abzieht.
Aber am Ende hab ich mir gedacht, es waren nur 10 Euro, das ist den ganzen Stress nicht wert. Und wer weiß, ob er sich dann vielleicht beim nächsten Mal an mich erinnert, wenn wir uns wieder begegnen sollten /:
Straßenmusikanten würde ich auch als eigene Kategorie werten 🙂
Ich hab allgemein nur noch selten Bargeld dabei, aber wenn, dann gebe ich denen gerne mal was. Genauso, wie ich auf Basaren für gute Zwecke auch überteuerte Kuchenstücke oder Postkarten kaufe, die es eigentlich „nicht wert“ wären. Solche Dinge hab ich nie bereut 🙂
Tatsächlich finde ich den Kuchen bei den örtlichen kleinen Veranstaltungen meist so günstig, dass ich dann gerne nochmal was zusätzlich spende. Gerade, wenn für ein monströses Stück selbstgebackenen Kuchen nur 1,50 verlangt wird, die Leute aber für einen guten Zweck sammeln. Ist aber, wie die Straßenmusikanten, eine ganz eigene Kategorie – sehe ich genau so.