To-do-Listen – das Glück liegt im Häkchen
Ich liebe To-do-Listen. Nicht, weil ich sie so dringend bräuchte – mein Hirn ist ein laufender Kalender und Merkzettel. Aber es ist so unglaublich befriedigend, die einzelnen Tasks abzuhaken. Mit meinem Mann pflege ich eine gemeinsame digitale Liste. Hauptsächlich für wiederkehrende Aufgaben wie die Spülung des Wasserfilters oder die Reinigung der Regenfallrohre, die man sonst gerne mal aus den Augen verliert. Auch wenn Ausweise neu beantragt werden müssen oder der Feuerlöscher wieder eine Wartung benötigt, erinnert uns die To-do-App (ich glaube, die heißt sogar genauso).
Einer der ersten Tasks, die wir eingetragen hatten, war „Fenster putzen“. Man kann sich die Aufgaben auch gegenseitig zuweisen. Ich glaube, ich muss nicht erklären, was mit dem Fenster-putzen-Task passiert ist… mehrfach…
Zwischenzeitlich sind die Fenster sauber – also zumindest für den Moment – und die Liste mit To-dos ist auf wenige Reminder eingedampft. Mit Freunden Kartfahren zu gehen, steht schon lange drauf. Und auch, mal wieder mit allen zusammen essen zu gehen. Waren wir zwar, aber wenn einer fehlt, kann man es doch nicht abhaken!
Viele der Projekte, die wir gemeinsam stemmen, schaffen es allerdings gar nicht auf die Liste. Hat man ja eh im Kopf (vor allem, wenn das Material schon vor der Türe steht) und schreibt es dann nicht auf. Dann sind wir hinterher schon ein bisschen enttäuscht, wenn es keinen Task zum feierlichen Abhaken gibt. Das Belohnungssystem im Hirn scheint also sehr auf diese Erledigungslisten abzufahren. Kein Wunder, dass sie in vielen Ratgebern als Nonplusultra eines gut organisierten Lebens gehyped werden.
Das behalte ich nun im Hinterkopf, wenn ich mich das nächste mal über so eine detaillierte Liste wundere (habe neulich in der Bücherei aus Neugier einen Ordnungsratgeber durchgeblättert). Klar brauche ich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Küche zu putzen. Dass ich erst das Geschirr aus der Schublade räume, die dann auswische und dann wieder alles einräume, ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft. Zudem ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich dabei einen Punkt vergesse, weder besonders hoch noch hätte es eine nennenswert schlimme Auswirkung auf mein weiteres Leben. Für manche ist es einfach motivierender, wenn sie dann hinter möglichst viele Aufgaben einen großen Haken setzen können: Schau, was ich alles geschafft habe!
Vielleicht sollte ich das morgens fürs Zähneputzen machen. Da ist man ja noch ziemlich verschlafen und könnte leicht einen Punkt vergessen. Das würde dann so aussehen:
1. Schrank öffnen
2. Zahnbürste herausnehmen
3. Zahncreme herausnehmen
4. Tube öffnen
5. Zahncreme auf die Zahnbürste geben
6. Tube schließen (ich weiß, der Punkt ist wichtig und in manchen Wohngemeinschaften ein Streitpunkt)
7. Tube wieder in den Schrank räumen
8. Schrank schließen
9. Wasserhahn aufdrehen
10. Zahnbürste kurz unters Wasser halten
11. Wasserhahn wieder zudrehen (noch so ein Streitpunkt bei manchen, aber nicht diskutabel)
12. …
Ich erspare uns allen an dieser Stelle den Rest. Nach dem Abarbeiten so einer monströs-langen Liste ist man vermutlich richtig schön erschöpft. Am besten geht man dann lieber gleich wieder ins Bett zurück.
Kleinteilige Listen verhindern aber auch, dass bei wichtigen Dingen etwas vergessen wird. Wenn man einen neuen Softwarestand zweimal bauen muss, weil man am Ende beim Test bemerkt, dass man vergessen hat, die Release-Nummer zu ändern, ist der Punkt auf der Liste zwar selbstverständlich aber keineswegs so überflüssig, wie man vielleicht annimmt. Dann kann so eine Checkliste für Dinge, die man häufig und eigentlich im Schlaf erledigt, sogar Zeit sparen. Weil man eben nicht im Eifer des Gefechts einen Handgriff überspringt. Im Fall einer falschen Release-Nummer fängt man nämlich wieder ziemlich weit vorne an.
Egal ob beruflich oder privat, To-do-Listen helfen nicht nur, sie können sogar motivieren. Nur zu lang sollten sie nicht werden. Schon so manch einer hat angesichts eines zu großen Berges schon kapituliert. Gruppieren, priorisieren und auf ein sinnvolles Maß reduzieren. Also eben nicht, wie die Zähneputz-Checkliste. Und zu wissen, dass man mit der Liste zwar eine Redundanz zum eigenen Gedächtnis hat aber eben auch alles vergessen könnte, entspannt ungemein.
Am Ende feierlich den Haken an einen Task zu setzen, macht einem das gerade Geschaffte noch bewusster. Es heißt ja immer, man solle Erfolge feiern – auch die kleinen.

Ich finde solche Listen auch toll, habe aber inzwischen gemerkt, dass es gut ist, auch diese zu strukturieren, nicht zu voll zu machen und gelegentlich zu schauen.
Und ich liebe es, sie zu erstellen, sowohl analog als auch digital, und die Häkchen zu setzen.
Kommentar bei Vanessa ☑️
Liebe Grüße
Nicole
Der Berg an Punkten auf der Liste sollte wirklich nicht zu groß werden – wir haben das bei der Arbeit vor vielen Jahren mal bei der Einführung eines neuen Tools zu spüren bekommen. Bei erstmaligem Einsatz zur Analyse einer über Jahre gewachsener Software hat es uns über 30.000 Warnings ausgegeben. Angesichts so einer hohen Zahl hat sich keiner mehr damit beschäftigen wollen 🫣
Liebe Grüße
Vanessa
Ich schreibe auch To-do-Listen. Aber statt Häkchen zu setzen, streiche ich jeden erledigten Punkt so richtig dick durch.
Liebe Grüße
Heike
Für den Punkt „Steuererklärung“ hätte ich auch am liebsten inbrünstig einen dicken Strich drüber gezogen 😄. Bei handgeschriebenen Zetteln mache ich das auch aber die App setzt Häckchen. Hauptsache erledigt!
Liebe Grüße
Vanessa
Für Release Nummern baut man sich ein Skript, das ebendiese automatisch in der Git Build Pipeline erhöht. Aber ToDo Listen sind schon eine tolle Sache. Die nutze ich auch. Aber erst seitdem ich so alt bin, dass ich den Kram, den ich früher im Kopf hatte, jetzt seit neuestem vergesse.
Ja, mit der Pipeline waren wir zu dem Zeitpunkt noch nicht so weit – alles noch echte Handarbeit 😉.
Die Listen eigen sich auch hervorragend, um die Punkte auf mehrere Köpfe zu verteilen. Also nicht nur bei potenzieller Vergesslichkeit sehr praktisch!
Was Listen angeht, bin ich eher minimalistisch unterwegs. Gelegentlich schreibe ich mal ein paar Dinge auf einen Zettel und streiche sie durch, wenn erledigt. Tatsächlich versuche ich mir alles zu merken, um das Oberstübchen zu trainieren und fit zu halten. Das wird, so finde ich, gerade für so einen älteren Knochen wie mich, zunehmend wichtiger.
Das Oberstübchen trainiere ich lieber mit frischem Input. Mir hat zwar „Ich packe meinen Koffer“ immer viel Spaß gemacht aber beim Einkaufen geht es einfach schneller mit Liste – raketenmäßig durch den Laden und heim, bevor das Eis taut 🚀
So eine Liste macht gelegentlich tatsächlich Sinn, aber Hände waschen als Listenpunkt? Das hat sich doch seit Corona spätestens fest im Cortex verankert, oder? 🙂
Wo hast du denn „Hände waschen“ gelesen? Damit hast du mich aber dazu gebracht, das Beitragsbild nochmal ganz genau anzuschauen – diese Liste ist nur exemplarisch. Alles Fake bis auf den Punkt „Einkauf: Schokolade“ 😉
Ahh, letzter Wille ist ’ne Brille: Wäsche waschen steht da 😂
😄
Du hast das Aufstehen vergessen vorm Zähneputzen ;). Ich liebe Listen und noch mehr, erledigte Punkte zu markieren! Wiederkehrende Aufgaben wie die Regenrinnenreinigung schreibe ich als Serientermin in den digitalen Kalender.
Hab einen schönen Tag mit am Abend erfolgreich erledigten Aufgaben!
Oh ja, ganz wichtiger Punkt! Danke für das Kopfkino 😄. Die Regenrinnenreinigung (bzw. Fallrohr) poppt bei uns auch regelmäßig hoch – das kann die Todo-App. So Sachen wie die Wartung des Feuerlöschers, die nur alle Jubeljahre gemacht werden müssen, mag ich nicht im Kopf behalten.
Liebe Grüße!
Du könntest für bestimmte Aufgabengruppen einen Change erstellen. Der Vorteil daran ist, dass man die Tasks in den Sequenzen verschieben kann. Wichtige stehen ganz oben und nicht so wichtige weiter unten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Tasks abbrechen kann.
Es gibt allerdings einen großen Nachteil: So ein Change eskaliert gern. Vor allem, wenn eingearbeitete Time Stamps nicht eingehalten werden 😀
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nur selten solche Listen benutze. Vielleicht mal eine Einkaufsliste. Und trotzdem vergesse ich die Hälfte.
Liebe Grüße
Sabine
Bei der Arbeit macht das durchaus Sinn – Projekte organisieren wir ganz ähnlich. Im Privaten halte ich es einfach, so viele Punkte stehen ja auch nicht auf der Liste (abgesehen vom Einkaufszettel).
Liebe Grüße
Vanessa
Hallo Vanessa, ich schreibe auch hin und wieder Listen, erwähne das aber nicht großräumig auf social media (unter anderem, weil ich dort wenig unterwegs bin, haha. Aber auch zu meinen Instagram-Zeiten hielt ich es nicht für erwähnenswert…), weil ich schließlich keinem beweisen muss, dass mein Leben aufregend ist und ich eine strukturierte Person…😀
However – ich schreibe Einkaufslisten, weil ich sonst sicher etwas vergesse und mich dann ärgere. Und Reiselisten – wobei ich mehrere feste habe, die immer wieder abgehakt und später erneut auf nicht erledigt gesetzt werden.
Wenn mein Gedächtnis mich mehrmals hintereinander im Stich gelassen hat, notiere ich Dinge ebenfalls. Das geschieht, wenn ich außerhalb meiner Routine agiere, z.B. wenn ich den Herrn Hund an der Backe habe und für ihn mitdenken muss.
Außerdem: Geschenkideen, Bücherlisten, etwaige Anschaffungen – ich notiere offenbar doch einiges mehr als ich anfänglich gedacht habe.
Ergibt für mich schon Sinn diese Listenschreiberei, allerdings ziehe ich keine besondere Erfüllung aus dem Häkchen-Setzen.
Pragmatische und viele liebe Grüße
Marie
Die Reiseliste habe ich ja völlig vergessen. Dabei ist die für uns elementar, damit wir fürs Tauchen nichts vergessen. Was man sonst so brauch, steht nicht drauf aber eben alles, was bei einem Tauchausflug dabei sein muss. Vor allem, als wir noch in Seen hier tauchen waren. Da fährt man eine Weile und dann am Wasser festzustellen, dass man die Maske vergessen hat…
Die Bücherliste habe ich auch angefangen. Was da drauf kommt, ist aber schon gelesen – das Häckchen wäre quasi integriert. Was ich noch lesen will, liegt mit allem anderen auf dem Wunschzettel. Das mit den Geschenkideen sollte ich mal anfangen. Das nehme ich mir immer vor, am Ende warte ich dann aber nicht bis zum „Geschenkereignis“. Vielleicht setze ich das Anfangen einer Liste mal auf die Liste 😉
Liebe Grüße
Vanessa
Die einzige Liste, die ich schreibe, ist die Einkaufsliste. Bzw. WIR schreiben die. In der Küche liegt ein gebrauchtes Couvert; auf die Vorderseite schreiben HH und ich, was wir so brauchen, auf die Rückseite werden dann beim Einkaufen die Wägeetiketten geklebt. Damit hat es sich dann aber auch schon mit den Listen- auch wenn ich eingestehen muss, dass es bestimmt ein wirklich gutes Gefühl sein wird, Dinge „abzuhaken“.
Sollte ich meinem (doch schon ein wenig altersschwachen….) Gehirn ein gewisses Mass an Unterstützung angedeihen lassen wollen, dann tue ich das in Form von Post-its, welche an die Wohnungstüre geklebt werden. Gerne auch noch mit einem hübschen, bunten Washitape. So hängt die Erinnerung beim aus-dem-Haus-gehen immer direkt vor der Nase. Gerade prangen da Zweie: auf dem einen steht „Anita!“; es soll mich daran erinnern, dass ich meinem Reiterlein zum 50. Geburtstag diesen Sonntag ein Geschenk kaufen möchte. Und auf dem andern steht in grossen Lettern „Müesli!“. Weil ich inzwischen lactoseintolerant geworden zu sein scheine, mache ich mir jetzt täglich mein eigenes Müesli zum Frühstück und nehme es mit ins Spital. Das dortige Müeslibuffet kann ich leider nicht mehr berücksichtigen, seufz.
Und so ist das ein fröhliches Zettelgewirr an der Tür, je nach zu Erledigendem, Bevorstehendem oder der erfolgreichen Realisation ebendessen.
Würde man die Zettel in einer Reihe untereinander kleben, könnte man also dann doch von einer Liste reden. Scheint eine Frage der Definition zu sein….. 😁
Herzliche Grüsse!
Du hast mich jetzt auf eine gute Idee gebracht. Das morgendliche Käsebrot bin ich gerade leid – ich hab mir gleich mal Zutaten für ein Müsli auf die Einkaufsliste gepackt. Wenn ich gefrorene Beeren rein tue, bleibt es vielleicht auch kalt, bis ich es später esse.
Post-its sind schon eine geniale Erfindung, die liebe ich auch sehr. Allerdings halten meine Blöcke so lange, dass sie irgendwann nicht mehr richtig haften. Alle Zettel untereinander in einer Reihe ist dann eine Liste mit vollen Körpereinsatz. Stell dir vor, du hast ein paar Punkte dazwischen erledigt. Dann muss man ja alles umkleben, damit die Reihe wieder ordentlich aussieht 😉. Da wird das Listen-Schreiben zur sportlichen Nebentätigkeit 😄
Liebe Grüße!
Ich schreibe keine Listen. Höchstens mal einen Einkaufszettel, dann streiche ich mega gerne dick durch. Ich tracke ja täglich meine Ernährung, das reicht mir dann irgendwie wohl aus. Aber auch da wird man belohnt, wenn man dabei bleibt und schön die Mahlzeiten abhakt. Das mag der Mensch einfach. 😁
Ich nehme euch gern was ab. Anziehen, Schokolade kaufen und Katze streicheln.😅💕
Ach und die Fenster putzt jetzt ein Roboter. Coole Sache, dem schau ich dann mit einer Tasse Kaffee in der Hand und der Fernbedienung in der anderen Hand, sehr gerne zu.😉
Liebe Grüße Tina
Diese Belohnung fürs Dranbleiben ist schon lustig – da sagt einem eine App „gut gemacht“ und schon freut man sich. Wir sind doch sehr einfach gestrickt und leicht zu manipulieren 😄. Ich freue mich auch immer, wenn ich ein Lob von meiner Meditations-App bekomme und ich es auf der Liste abhaken kann, obwohl ich das auch so machen würde.
Das mit dem Fenster-Puzt-Roboter ist spannend. Den könntest du uns mal vorstellen. Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Prototypen gesehen, der noch nicht viel konnte. Wäre interessant, wie gut die inzwischen sind. Anderen beim Arbeiten zuzuschauen ist gleich weniger verwerflich, wenn es sich dabei um einen Roboter handelt 😄
Liebe Grüße
Vanessa
Ich habe immer mehrere to-do-Listen. Für verschiedene Bereiche und auch nach Dringlichkeit geordnet.
Zum einen finde ich auch die Häkchen bzw. das Durchstreichen – je nach Laune – so befriedigend, zum anderen hat eine to-Do-Liste den angenehmen Effekt, dass man die zu erledigende Sache erstmal aus dem Kopf hat und nicht dauernd dieses „ich muss unbedingt noch da oder da dran denken “ die Synapsen verstopft.
Was nicht heißt, dass wirklich alles erledigt wird, was so auf der Liste steht :))
Liebe Grüße
Britta
So sehe ich es auch – man hat das Hintergrundrauschen aus dem Kopf und kann sich besser auf anderes konzentrieren. Und natürlich darf man sich von der Liste nicht verrückt machen lassen – was ich tue und was nicht, entscheide ich immer noch selbst 😁. Von so einer Liste lasse ich mir doch nichts vorschreiben – und erst recht nicht von der, die die Liste geschrieben hat 😉
Liebe Grüße
Vanessa
Vielleicht brauch‘ ich so eine App? Ich habe meistens verschiedene kleine To-Do-Listen (auf den kleinen quadratischen Zettelchen vom Zettelblock) und muss sehen, dass ich da nicht den Überblick verliere.
Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn auf einer längeren Liste alles gestrichen ist und aus To-Do Tada! wird.
Liebe Grüße
Susanna
Der Vorteil bei den digitalen Listen (und Kalendern) ist ja der Reminder, den man sich setzen kann. Mein Mann schimpft immer über Leute, die Geburtstage vergessen – das sei in der heutigen Zeit doch schon eine Kunst 😄.
Die kleinen Zettelchen nutze ich nur am Schreibtisch, z.B. wenn ich mal wieder ein neues Passwort für den Arbeitslaptop setzen musste. Da springt einem das sofort ins Auge – bis das Muskelgedächtnis sich daran gewöhnt hat, klebt die Erinnerung schon mal 1-2 Wochen.
Liebe Grüße
Vanessa
Liebe Vanessa,
Deine Zähneputz-Liste hat mich tatsächlich kurz daran zweifeln lassen, ob ich heute morgen wirklich alle elf Schritte korrekt absolviert habe. Vermutlich nicht, denn der Punkt „Tube schließen“ landet bei uns hier im Haushalt regelmäßig auf der unsichtbaren Reststapel-Liste, die niemand führt, aber jeder kennt.
Was mich an Deinem Text amüsiert, ist die heimliche Wahrheit dahinter: Wir lieben To-do-Listen nicht, weil sie uns organisieren, sondern weil sie uns belohnen. Das Häkchen ist eine kleine Münze, die wir uns selbst zustecken. Wenn die Liste zu lang wird, verliert die Münze ihren Wert – das ist vermutlich die eigentliche Ursache für den oft beschriebenen „Listenfrust“. Inflation im eigenen Belohnungssystem. Wer ist daran schuld? Wir selbst. Wir schreiben zu viel auf, weil wir die Erlösungserfahrung des Häkchens nicht mehr abwarten können.
Übrigens: dass der Fenster-putzen-Task ewig auf der Liste bleibt, ist meiner Beobachtung nach ein universelles Phänomen. Bei uns ist es das Pendant „Keller entrümpeln“ – ein Punkt, der nicht abgehakt, sondern in einer Art Schwebezustand jährlich weiterverschoben wird. Vielleicht braucht jede gute Liste einen solchen Dauerläufer. Er gibt einem das Gefühl, im Großen und Ganzen doch nicht so streng mit sich zu sein.
Herzliche Grüße,
Ron
Diese Dauerbaustellen auf der Liste können aber auch ganz schön nerven – manches streicht man da lieber ersatzlos. Das ist ja das schöne an selbstverfassten Listen – man kann sie auch selbst ändern. Das beweist erst recht, wie nachsichtig und gütig man mit sich selbst umgeht 😉
Liebe Grüße
Vanessa
wenns grad sehr voll wird brauch sogar ich eine to-do-liste…..
allerdings wohl auch so manche gäste: „duschkabinen tür schliessen und geschlossen halten wärend man duscht….. als ich heute mittag ins bad kam stand da das wasser und der duschvorleger schwamm darin.
xxx
Oje, auf solche Gäste kann man sicher gut verzichten. Bei vielen Hinweisschildern fragt man sich, ob die nicht überflüssig sind. Offensichtlich gibt es aber genug Menschen, für die eben genau solche Hinweisschilder notwendig sind 😯. Während der Fahrt nicht aussteigen, Türe während dem Duschen geschlossen halten…
Liebe Grüße!
Hey,
erst einmal überlasse ich das Fensterputzen einem Profi, das sind auf jeden Fall weder mein Mann noch ich :P.
Es gibt wirklich viele Menschen die Listen nutzen und denen der Haken eine Erleichterung bringt.
Ich nutze die tatsächlich nur auf der Arbeit.
Liebe Grüße!
Um den Profi für die Fenster müsste ich mich ja auch erst mal kümmern – also doch ein Punkt auf der Liste 😄. Aber das schaffen wir noch selbst. Wenn auch nicht so oft, wie es die Fenster vielleicht nötig hätten.
Liebe Grüße!
Es gibt doch nicht was mehr befriedigt, als Listen abhaken. Auf das Listenschreiben selbst freue ich mich aber auch immer wie Bolle. Klar, Routinetätigkeiten kommen da nicht drauf. Wenn ich auf der Arbeit sehr viel zu tun habe, schreibe ich auch eine Liste und motiviere mich durch das Abhaken der Punkte.
Am besten sind Listen gepaart mit Zeitmanagement. Wenn es z.B. darum geht, ein größeres Menü (Osterbrunch, Weihnachtsessen) vorzubereiten. Dann erstelle ich eine Liste, was in welcher Reihenfolge zu tun ist, schätze dann ungefähr, wie lange jeder Task braucht und rechne dann aus, wann ich anfangen muss. Und ja, offenbar stimmt irgendwas mit mir nicht, dass sowas mein Highlight ist, aber lieber so gestört als eine Soziopathin sein 😉
LG, Rahel
So krass organisiert bin ich längst nicht. Aber unsere Feiern fallen auch eher klein aus und große Menüs überlasse ich der Schwiegermama. Ich kann mir aber schon gut vorstellen, dass schon die Planung richtig viel Vorfreude macht.
LG
Vanessa
YES … da bin ich bei dir, liebe Vanessa.
Da bin ich auch Fan.
Jeden Sonntag steht auf meiner Liste „Blogkommentare schreiben“.
Echt … manchmal bin ich zu faul und verdattel nur meine Zeit am Handy, anstelle etwas sinnvolles zu machen.
Dann ärgere ich mich wieder, wenn ich selber keine Kommentare bekomme.
Das ist doch das schöne am Blog schreiben, das dadurch eine Kommunikation entsteht.
Das funktioniert eben auch nur mit geben und nehmen … Darum ist das ein wichtiger Punkt auf meiner Liste.
Was heute noch auf meiner Liste steht:
– Morgen Milch in die Arbeit mitnehmen (sonst gibt es den Kaffee schwarz)
– nächste Reihe 23 (damit ich weiß wo ich beim komplizierten Strickmuster weiter machen muss)
Die Liste habe ich immer 3 Wochen im voraus … so sind auch die Tätigkeiten in der Arbeit schon vor sortiert, damit ich nicht ganz im Chaos dort versumpfe. Außerdem ist am Ende der Liste eine Woche vorbereitet mit den den immer wieder kehrenden Aufgaben.
Diese muss ich dann nur kopieren und die restlichen Aufgaben für die neue Woche eintragen.
Meine Tage sind „zu voll“ mit Aufgaben und Anforderungen.
Vielleicht wird es besser, wenn ich in Rente bin.
Bis dahin liebe ich meine Art der Organisation mit dem Handy.
Denn dort ist die Liste.
Papierlisten habe ich schon seit mehreren Jahren abgeschworen, die waren mir einfach
zu unübersichtlich.
Herzliche Grüße
Jutta
Oft sind es so kleine Punkte, die aber umso bedeutender sind, wenn man sie vergisst – wie die Milch. Ich mag es, wenn ich das dann aus dem Kopf habe. Gerade, wenn es Arbeitsthemen sind, will man ja in der Freizeit auch an anderes denken. Oder andersrum. Ob es in der Rente besser wird, bezweifle ich. Bei meiner Schwiegermama ist der Kalender so voll, dass wir uns nach ihr richten, wenn wir einen Termin vereinbaren wollen. Andererseits ist es ja auch schön, wenn man nach dem Arbeitsleben keine Langeweile hat. „Nichts tun“ wäre aber auch ein guter Punkt für die Liste 😉.
Liebe Grüße
Vanessa
Hallo!
Seit wir auf Langfahrt mit unserem Boot sind, gibt es nur noch die Einkaufsliste. Und wie ich so deinen Beitrag und die Kommentare lese, muss ich sagen, das ist befreiend. Ob ich im Beruf wieder mit Listen anfange, kann ich noch nicht sagen (gibt das Berufsfeld wohl leider von alleine her), aber privat werde ich nicht wieder damit anfangen. Was bleibt, ist die Einkaufsliste und die To-Do-Liste der Winterarbeiten am Boot 😉
LG Angela
Langfahrt mit Boot klingt auch schön! Da muss man sich ja eh auf das Wesentliche reduzieren und die Listen gleich mit über Bord zu werfen, ist sicher eine gute Idee.
LG
Vanessa
I had to laugh at the teeth-brushing checklist. You’re right though, there is something oddly satisfying about ticking off a task, even when it’s something small. I also liked your point about keeping lists manageable—an endless to-do list can feel more overwhelming than motivating.
Yeah, when the mountain gets too big, there really is no end in sight 😬
I completely relate to that absolute rush of dopamine you get from checking a finished task off a list because it is honestly the most satisfying feeling ever. Your hilarious breakdown of a hypothetical ten-step toothbrushing checklist had me laughing so hard, and you are so right that looking at a mountain of tiny steps like that would make anyone want to just crawl right back under the covers.
😂
Huch du bist ja wieder da. Sorry bin auch gerade irgendwie im Leben versackt. Gut die Hitzetage sind das eine. Da geht sowieso kaum etwas außer im Minijob im Büro da gibt es Klimaanlage. Dann musste ich eine gesundheitliche Entscheidung treffen, Arzttermine etc. und nun frage ich mich war es richtig… keine Ahnung.
Ja Listen. Doch ich habe Listen z.b. eine was angeschafft werden sollte etc. z.B. neue Brille, anderer Rasierapparat, neue Bettwäsche oder eben den Einkaufszettel wobei der ja mehr oder weniger eh immer gleich ist,.
Und ja so wie Steuererklärung wegschicken, andere Versicherung für Sohn, Patientenverfügung anpassen,Keller aufräumen….
Manches bleibt ewig auf der Liste anderes erledigt sich sofort.
LG
Ursula
PS: schönes Wochenende und ich mag Blogs mit gutdosierten Posts
Zumindest hin und wieder… ansonsten hat mich das Leben fest im Griff.
Das mit der Patientenverfügung sollten wir auch mal angehen. Das fühlt sich immer so schön weit weg an – betrifft ja nur andere, nie einen selbst. Bis es einen eben doch trifft und dann hoffentlich nicht unvorbereitet.
Liebe Grüße!
Huch, hatte ich doch glatt vergessen, hier zu kommentieren. Gelesen hatte ich deinen Post nämlich schon. Ich liebe To-Do-Listen auch, und genau aus demselben Grund wie du: das Abhaken bzw. durchstreichen ist so befriedigend. Schön, wenn man wieder was erledigt hat.
Bei den alltäglichen Arbeiten wie Putzen/Aufräumen etc. brauch ich aber keine Listen, das erledige ich routinemäßig nebenher, aber gerade in der Arbeit etc. brauch ich diese „Entlastung fürs Gehirn“, sonst denke ich immer mit schlechtem gewissen an gewisse unerledigte Aufgaben. Steht es einmal auf der Liste, ist es bereits halb erledigt (selbst wenn ich mich noch nicht gekümmert hab, aber aufgeschrieben ist halb abgehakt, sozusagen). Ein angenehmer psychologischer Effekt.
Liebe Grüße Maren
Geht mir auch so – zum Lesen komme ich meist noch, zum Kommentieren nur selten. Und antworten ist noch herausfordernder, weil frau morgens oft noch zu faul ist 😇
Das mit dem halb erledigt, wenn es aufgeschrieben ist, fühlt sich wirklich so an. Man hat schon mal etwas geschafft und jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man es abhaken kann. Manchmal halt etwas mehr Zeit…
Liebe Grüße
Vanessa
Ich finde To-Do Listen einfach super! Es ist wirklich total befriedigend am Ende des Tages schön alles erledigte abhaken (wörtlich… haha) zu können.
Das stimmt – man sieht nochmal schwarz auf weiß, wie fleißig man war 😄
Ich konnte mir früher auch jeden Termin merken, aber irgendwann klappte das nicht mehr. Jetzt muss ich mir auch alles aufschreiben. Man weiß ja auch nie, wann man mal ein Alibi braucht. 🤣
Viele Grüße
Elke
Guter Hinweis – vielleicht sollte ich meine Listen zukünftig archivieren 🤔
LG
Vanessa
Liebe Vanessa,
eine Aufgabe, für die sich eine etwas detailliertere To-Do-Liste in meinen Augen unbedingt eignet, ist die Steuererklärung. Gerade habe ich wieder damit zu tun und meine selbstgebaute Checkliste macht mir das Suchen der Belege und An-alles-denken wirklich einfacher. Nachmachen kann ich nur empfehlen 🙂
Herzliche Grüße
Rebecca