Folterinstrument Blockflöte
– oder wie man Liebe zum Musizieren nachhaltig im Keim erstickt
Kinder sollen sich ja ausprobieren. Denn nur, wer verschiedene Möglichkeiten kennenlernt, kann verborgene Talente erkennen. Und Eltern halten ihre Kinder in der Regel ja alle für potenzielle Genies. Es gilt allerdings, herauszufinden, welcher Art die Begabung wohl sein könnte. Denn in manchem schlummert alleine statistisch gesehen schon ein mehr oder weniger hoher Grad an Genialität.
In der Folge werden die lieben Kleinen von Veranstaltung zu Veranstaltung geschleppt in der steten Hoffnung, dass der Nachwuchs irgendwann ein berühmter Superstar wird und damit der verfrühte Vorruhestand der Eltern gesichert ist (sorry liebe Eltern, ihr seid sicher nicht alle so).
Dabei ist es keinesfalls egal, ob es sich um sportliche, künstlerische, musikalische oder sonstige Qualitäten handelt. Der nächste große Physiker mag in Fachkreisen Anerkennung bekommen. Für die Nachwuchsförderung ist das aber viel zu abstrakt, da sind Talente zum „Anfassen und Vorzeigen“ einfach viel besser geeignet.
Doch auch die Leidensfähigkeit von Eltern hat ihre Grenzen – ebenso wie Geldbeutel und Einsatzbereitschaft. Statt also endlos von Schnupperkurs zu Schnupperkurs zu tingeln, versucht man zumindest mal die grundsätzliche Eignung der Grünschnäbel zu evaluieren. Was liegt da näher, als den Nachwuchsterroristen das gleiche Einstiegsinstrument in die Hand zu drücken, das man selbst schon nicht gerne gespielt hat?! Oder kennt irgendwer irgendjemanden, der auch im Erwachsenenalter noch begeistert Blockflöte spielt?
Als Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage im eigenen Umfeld kam heraus, dass nahezu jeder als Kind Flöte spielen „durfte“. Und zwar ganz unabhängig von individuellen Interessen und Talenten und ob man sich eher zu Klavier, Gitarre oder sogar Schlagzeug hingezogen gefühlt hätte.
Als Einstiegsinstrument ist die Blockflöte bei Eltern also so beliebt, wie sie bei Kindern unbeliebt ist. Angeblich leicht zu erlernen und eine gute Basis für ein grundlegendes Musikverständnis bleibt sie bei vielen nicht sonderlich positiv in Erinnerung. „Eigentlich hätte ich lieber … gelernt.“ – das habe ich in Gesprächen nicht nur einmal gehört.
Doch was man selbst ertragen musste, da muss offensichtlich nun auch der Nachwuchs durch. Bei manch einer Familienfeier wünscht man sich während der für alle Seiten qualvollen musikalischen Vorführung nichts dringlicher, als den Sound of Silence…
Mir selbst ging es als Kind ganz ähnlich. Ich hatte weder Spaß am Flötenunterricht noch konnte ich mit dem Instrument an sich etwas anfangen. Und obwohl meine Eltern beide mehr oder weniger musikalisch waren, bin ich nie über die Blockflöte hinausgekommen. Erst waren die Hände zu klein für Klavier oder Gitarre, dann hieß es, ich müsse erst die Blockflöte beherrschen, bevor ich ein anderes Instrument lernen dürfe. Bis zu welchem Grad blieb allerdings offen, ich erinnere mich an mehrere Jahre. Über die habe ich dann aber den Spaß daran verloren.
Es gab nochmal einen unambitionierten Anlauf, als ich mit vierzehn eine Gitarre von meinen Eltern bekam. Ich hatte wohl mal überlegt, ob mir das Spaß machen könnte – wer will nicht mit einer Metal-Band berühmt werden?! Allerdings haben meine Eltern den Gedanken (sorry, eine pubertierende Göre kann man doch nicht gleich so wörtlich nehmen) zu schnell in ein Geschenk umgesetzt und obwohl ich schon Monate vor meinem Geburtstag revidiert hatte, stand sie dann da. Wie ein Damoklesschwert. Ich habe dann auch einen Kurs gemacht und nein, es war nicht die große Liebe.
Trotzdem regt sich bis heute etwas in mir (auf), wenn mir Eltern erzählen, dass ihr Nachwuchs nun Blockflöte lernt. Vor allem, wenn dieser sich eigentlich ein Schlagzeug gewünscht hätte. Vielleicht ist es ja der eigene ungelebte Traum und mittlerweile gibt es auch Alternativen, um die Lernbelästigung Lärmbelästigung auf ein moderates Maß zu beschränken. Wobei manche Nachbarn das sicherlich verdient hätten.
Musikalische Bildung kann viele Formen annehmen. Wichtig ist, dass Musik Spaß macht und eine kreative Ausdrucksmöglichkeit bietet – ganz egal, welches Instrument es am Ende ist!

Der Trend zur Geige bei Kindern hat zum Glück abgenommen und wurde vom Cello übernommen. Das klingt tiefer- tut ein My weniger weh in den Ohren.
Stille Grüße!
An die Geigenvorführungen zu manchen Familienfesten erinnere ich mich auch noch – da klingeln bis heute die Ohren nach. War irgendwie nie meins 😬
Ebenfalls stille Grüße 😊
Ich erinnere mich an „bunte Noten“, das waren Vornetzemojis in den Grundfarben. Jede Farbe eine andere Note. Wie das genau funktionierte, weiß ich nicht mehr. Meine zweite Erinnerung geht zurück auf die Tatsache, dass Jungs mit Gitarrenkenntnissen am Lagerfeuer, zu Zeiten als man sich für das andere Geschlecht zu interessieren begann, eindeutig in der bessern Position waren. 😁
Ja, die guten alten Lagerfeuerzeiten 😄 – doch selbst die beste Gitarre macht noch keinen Adonis. Es erklärt aber vielleicht, warum der Musiklehrer bei manchen Klassenkameradinnen so beliebt war…
Können Kinderhände denn überhaupt aus so einem rustikalen Holzstück schöne Töne hervor bringen? Wenn ich da an meinen Schulunterricht denke, kann ich mir das wenig vorstellen…
Niemand kann aus so einem rustikalen Holzstück schöne Töne hervorbringen 😵💫
Dieses „Man musste halt Flöte spielen“ scheint wirklich generationenübergreifend gewesen zu sein. Aber in meinem Fall war es als Kind das Klavier – ich kam nie über eine Hand hinaus. Die Lehrerin war eine Freundin von uns und spielte mit der anderen Hand. Deshalb habe ich es nie gelernt. 😄 Mein Sohn ist in meine Fußstapfen getreten und hat nie Interesse an einem Instrument gezeigt, und meine Enkelkinder, 6 und 3 Jahre alt, bisher auch nicht!
Ja, Musik soll Freude machen. Punkt. Ganz egal ob Flöte, Schlagzeug oder Kochtopf-Perkussion in der Küche.
Liebe Grüße,
Claudia
Die Kochtopf-Perkussion in der Küche macht wahrscheinlich nur den Kindern Freude – stelle mir das aber sehr besinnlich zur Weihnachtsfeier vor 😄🤘
Liebe Grüße
Vanessa
Nein hier nicht. Weder ich noch meine Kinder😅 allerdings habe ich mir vor etwa 15 Jahren in den Kopf gesetzt mal Dudelsack spielen zu wollen. Ist ja auch eine Flöte irgendwie. Sagen wir mal so, gelernt habe ich es nicht. Aber immer wenn ich damit im Wohnzimmer aufgetaucht bin und den Grundton geblasen habe, sind Mann und Kinder geflüchtet und ich hatte meine Ruhe,😂 das war die Anschaffung den Hümmelchens echt wert.
Liebe Grüße Tina
Wow, da hast du dir aber ganz schön was vorgenommen. Ich glaube, es ist gar nicht so leicht, da überhaupt einen Ton herauszubekommen. Und dann auch noch einen schönen… Wobei ich Dudelsack gerne höre – vor allem in Verbindung mit Metal, wie es eine meiner Lieblingsband macht. Schaust du hier 🤘
Liebe Grüße
Vanessa
Okay verstehe. Korn. Ich mag diese Musik auch , die meisten sind mehr so Mittelalter Rock Bands. Hier gibt es alles gemixt von Subway to Sally ( die Mittelaltersachen) über Faun in Extremo. U.v.m. und Minnegesang. Am liebsten live im Lager.😅Wir waren ja mal als Mittelalterlagernde aktiv im Hobby und das brachte diese Musikleidenschaft mit sich.
Zumindest konnte ich Herr Mannelig, Herr Mannelig spielen 😅 aber ja, das ist schon wirklich was für Musiker der Dudelsack. ☺️
Liebe Grüße Tina 🌴
Ja, manchmal gehe auch in die Richtung auch fremd aber mein Herz gehört dem Nu Metal und Grunge. Wobei ich alleine die Stimmung auf den Mittelaltermärkten immer sehr mochte, da muss es dann auch nicht die Lieblingsband sein.
Liebe Grüße
Vanessa 🌧️
kannst meine eltern haben – die haben nichtmal ansatzweise eines meiner tatsächlich vorhandenen talente gefördert……..
xxx
Neee, danke 😄! Ich hab schon meine eigenen Altlasten…
Liebe Grüße!
Oh ja, die Blockflöte. Unterricht hatte ich aber nur in der Schule. Und ich konnte sogar El Cóndor Pasa zum Teil zweistimmig spielen. Mein großes Manko: Ich konnte keine Noten lesen und habe immer nur nach Gehör gespielt. Später auch auf der Gitarre. Die Blockflöte wurde irgendwann eingemottet. Die Gitarre hat mich lange begleitet.
Singen mag ich allerdings lieber als ein Instrument spielen.
Liebe Grüße
Sabine
Singen ist klasse – solange keiner zuhört 🫣. Um nach Gehör zu spielen, muss man ja auch ein gutes Gefühl für die Töne haben. Würde mich nicht wundern, wenn das noch herausfordernder ist, als „einfach“ nach Noten zu spielen.
Liebe Grüße
Vanessa
Dann oute ich mich mal …. Jaaaaa auch habe Blockflöte gespielt. Kann mir allerdings nicht vorstellen, das freiwillig getan zu haben, dann ich erinnere mich an das ganze Gezeter, wenn ich, wie so oft, keine Lust zum üben hatte. Und dann noch dieser Spruch – was man anfängt, führt man auch zu Ende -. Nur wann denn Ende ist, die Frage konnte mir keiner beantworten.
Da hab ich doch später mit Gitarre und E-Bass wesentlich wohler gefühlt.
Diesen Spruch finde ich ganz furchtbar. Den hat mir mir immer dann um die Ohren gehauen, wenn ich etwas nicht tun wollte, dass andere aber gut fanden. Erstaunlich, was dabei alles unter den Tisch fallen kann, was man bereits erfolgreich zu Ende gebracht hat 🤔
Guten Morgen!!! 🙂
Hmmmm…. ich sag mal so (selber eingefleischter Rock & Metal Fan): ich finde es gar nicht so schlecht, wenn Kinder als musikalische Grundbildung die Flöte lernen und damit gleichzeitig Noten lesen und verstehen. Eben so, wie sie die Grundkenntnisse in Mathematik und Schreiben und lesen lernen. Eine Flöte ist für fast jedes Elternteil, egal, wie die finanziellen Möglichkeiten sind, irgendwie machbar. Allerdings bin ich auch dafür, dass die Kinder später entsprechend ihrer Neigungen gefördert werden (wenn möglich – manche Eltern können sich Schlagzeugunterricht oder ein Klavier einfach nicht leisten). Unser Sohnemann hat auch in der Grundschule die Flöte gelernt und dann mit ca. 12 Jahren am Schlagzeug gesessen (er liebt selber Rockmusik und es war sein großer eigener Wunsch).
Sehr schön finde ich auch die Möglichkeit – und deswegen bin ich dort auch Mitglied – z.B. Vereine, wie Metality e.V., die Kindern von finanzschwächeren Familien die Möglichkeit geben, Gitarre oder Schlagzeug zu lernen (durch Spenden und Vereinsbeiträgen finanziert bzw. durch Musiklehrer, die kostenlos unterrichten).
Na, und wenn man wirklich Bock hat, kann man in jedem Alter noch anfangen, ein Musik-Instrument zu lernen. Mein lieber ehem. Arbeitskollege (ebenfalls Heavy Rock Fan) ist z.B. in Rente gegangen, hat sich einen E-Bass gekauft und geht mit Leidenschaft zum Unterricht. Das find ich so klasse!
Ganz liebe Grüße an Dich vom Niederrhein,
LONI x
Das mit den finanziellen Möglichkeiten ist heute ja zum Glück leichter, da bekommt man online auch günstig gebrauchte Instrumente. Fördern ist gut und solange es Spaß macht, darf es ja auch die Blockflöte sein. Wenn der Wunsch in eine andere Richtung geht, finde ich es schöner, nicht ewig einen Weg aufzuzwingen. Vielleicht hole ich das mit dem Schlagzeug dann als Rentnerin nach – wäre in vielerlei Hinsicht ein gutes Training 🤘
Laute Grüße
Vanessa
Naja, ich sag mal so: ich entstamme einer überaus musikalischen Familie. Meine Mutti wäre gerne ans Konservatorium (Klavier) gegangen; damals aber durften die Jungs in der Familie studieren, die Mädels „nur“ eine andere Ausbildung machen. Sie wurde also Lehrerin. Mein Vater spielte im Orchester, dirigierte ein solches, war im Militärspiel und nahm seine Trompete sogar mit in die Ferien auf die Alp, wo er abends gerne ein Stück Richtung Berge und Wald schmetterte, die dann ein formidables Echo zurückwarfen.
Eine meiner beiden Schwestern spielte tatsächlich Blockflöte, war aber vom Instrument so angetan, dass sie mit der Zeit einen ganzen Satz an Alt-, Sopran- und sonstigen Flöten besass und blies. Und ich bildete mir ein, Klavier spielen zu wollen. Die Begeisterung dauerte aber nur so lange, wie meine Lehrerin mir unbedingt Bachsonaten und Bethoven schmackhaft machen wollte- mir stand der Sinn nach Boogie-Woogie und ähnlichem. So waren die Stunden sehr schnell Geschichte. Und ich wandte mich (noch) intensiver den Pferden zu, die mich ja bis heute begleiten.
Ein Instrument zu spielen ist eine feine Sache- so die Begehrlichkeit auch und am besten nur vom Kind ausgeht. Sobald aber ein oder beide Elternteile meinen, im Kind das verwirklichen zu wollen, was sie selber nicht konnten, durften oder aus verschiedensten Gründen verpasst haben im Leben, bin ich raus. Das erzeugt in vielen Fällen nur Druck, Frust und Ausgaben, die man anders hätte investieren können.
Herzliche Grüsse!
Wow, das klingt wirklich nach einer sehr musikalischen Familie! Und man sieht mal wieder, wie wichtig eine gewisse Dosis Spaß bei der Sache ist. Mit Bachsonaten kann man nun mal nicht jeden begeistern. Die Pferde hingegen werden sich über das Mehr an Aufmerksamkeit sicher gefreut haben. Da kann man es als Elternteil mit der Fremdverwirklichung wahrscheinlich ebenso verk…en aber bei dir klingt das nach der ganz großen Leidenschaft.
Liebe Grüße!
Der Klassiker. Wenn man andere Eltern nicht ausstehen kann, schenkt man deren Kindern Blockflöten. Weiß man, dass die Kinder der anderen häufig unbeaufsichtigt sind und die Eltern gerade weiß ausgemalt haben, dann noch einen vollen Satz Buntstifte.
Fingerfarbe ist auch sehr beliebt… bei den Kleinen. Und wenn schon Instrument, dann Dudelsack oder Schlagzeug 😈
Ich erinnere mich ungern an das Lampenfieber, das ich beim Vorspielen immer hatte. Nur für mich habe ich aber immer gerne Blockflöte gespielt.
Liebe Grüße
Heike
Das klingt erstrebenswert, wenn man einfach Freude am Musizieren zum Selbstzweck hat! So sollte es doch auch sein.
LG
Vanesa
Die Blockflöte – dieses Holzstück, das ganze Generationen in ihrer musikalischen Entwicklung traumatisiert hat! Dein Artikel hat bei mir sofort diese merkwürdige Mischung aus Schmunzeln und leichter Zuckreizstörung ausgelöst.
Was mich an deinem Text besonders anspricht, ist diese Beobachtung über den generationsübergreifenden Zwang. Als würde man sagen: „Ich musste auch durch diese Hölle, also kommst du da jetzt auch nicht drumherum!“ – eine merkwürdige Form von musikalischer Traditionspflege. Dabei wäre es doch so viel schöner gewesen, wenn Eltern einfach fragen: „Was WILLST du denn spielen?“ Und nicht stattdessen: „Du musst erst die Grundlagen lernen.“ Als ob Beethoven erst drei Jahre Blockflöte gespielt hätte, bevor er sich ans Klavier setzen durfte.
Deine Schlussfolgerung trifft es perfekt: Musik sollte Freude bereiten. Punkt. Auch wenn das bedeutet, dass der Nachwuchs lieber Schlagzeug lernt und die Nachbarn neue Ohrstöpsel brauchen. Immerhin ist dann wenigstens die Begeisterung echt.
Kaum zu glaube, was so ein schnödes Holzstück anrichten kann 😄. Manchmal hab ich schon den Eindruck, dass es manchen Eltern eine Art Genugtuung verschafft, wenn der Nachwuchs die selben Erfahrungen machen darf. Aber was weiß ich schon über Erziehungsfragen?!
Aaalsoo: Ich habe Triangel gespielt. Und wollte immer Klavier, Harfe oder Cello oder Saxophon lernen. Passiert ist das nie. Wir haben unseren Kindern keine Vorgaben gemacht: Zwei spielten (nennt man das so?) Blockflöte. Wobei es hier dazu einen running gag gibt. Einer wollte: Nascht außer Sport, das war auch in Ordnung.
Und Stars aus ihnen machen? Haben wir nie versucht. Nicht einmal gehofft, denn ich konnte in meiner Kindheit bis zur Erwachsenenreife sehen, was das mit dem Kind machen kann (nicht zwangsläufig muss). Und mit den Eltern. Wir haben auch nie Schiedsrichter oder Trainer angebrüllt.
Und das war bis heute gut so.
Liebe Grüße
Nicole
Alleine bei der Vorstellung, meine Eltern hätten Lehrer/Schiedsrichter/Trainer angebrüllt, würde ich schon vor Scham im Boden versinken. Ich habe aber gelernt, dass das heute wohl Alltag ist. Man kann sich über frühere Erziehungsmethoden ebenso wundern, wie über heutige 😉.
Liebe Grüße
Vanessa
Übel – der Kelch Blockflöte ist zum Glück an mir vorüber gegangen. Meine Eltern fanden das auch ganz furchtbar und haben mich da nie zu gedrängt. Bei meiner Oma stand ein altes Klavier, dort konnte ich mich ausprobieren. Sie war aber nicht so die geduldigste Lehrerin. Ich hab es bis „Ballade pour Adeline“ gebracht, mehr schlecht als recht und damit dann meine „Musikerkarriere“ beendet. Besser war das.
Als meine Kinder in der Schule waren, gab es im Ruhrgebiet eine Aktion „JeKi – Jedem Kind ein Instrument“ – das lief in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010. Da konnten die Kinder Instrumente ausprobieren und bei Gefallen auch lernen. Mein Jüngster hat da Trompete gelernt, das war als Übungsinstrument zuhause auch eher … Du kannst es Dir vorstellen. Später wurde daraus Jekits – hinzu kamen wahlweise tanzen und singen. Grundsätzlich fand ich die Idee nicht schlecht, weil man als Eltern erstmal nicht in finanzielle Vorleistung gehen musste und die Kinder die Möglichkeit zum Ausprobieren hatten. Soweit ich weiß, sind diese Programme nicht mehr existent, manche Schulen führen aber Bruchstücke davon noch weiter.
Trillernde Grüße
Britta
Deine Eltern hatten wohl einen gesunden Selbsterhaltungstrieb 😉. Aktionen zum Ausprobieren finde ich klasse – man kann ja nicht wissen, ob einem etwas gefällt, wenn man nicht mal wenigstens ein bisschen „reinschmecken“ konnte. Schön, wenn das in manchen Schulen überlebt.
Liebe Grüße
Vanessa
*Hand heb*
Hallo Vanessa, ich kenne eine Person, die auch als Erwachsene noch Blockflöte spielt – es handelt sich um die Nichte meiner ehemaligen (grausligen) Musiklehrerin/ die Tochter meines (weitaus besseren und sehr von mir geschätzten) Mathelehrers.
Allerdings spielt sie eine Bassblockflöte, also ein ordentliches Trumm mit dementsprechend anderen Tönen als so ein fipsiges Einsteigermodell.
Nur für die Statistik… ansonsten bin ich ganz bei dir.
LG
Marie
Da hört sich so nach „ich kenn da jemanden, der jemanden kennt…“ an 😉 – traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Bzw. Ausnahmen bestätigen die Regel 😄
LG
Vanessa
Uah, Blockflöte… Wenn ich angefangen habe zu üben, hat meine Mutter unsere Hündin geschnappt und ging lange spazieren. Aber wir hatten auch den Fall im der Familie, wo mein Onkel Gitarre gespielt hat (akkustisch und elektrisch) und sobald er die Gitarre holte, kam deren Hund, hat sich neben ihn gesetzt und mitgeheult – die beiden hätten auftreten können.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei so einem singenden Hund nicht selbst lieber lange spazieren gehen würde 😉
Ich habs sogar bis zur Altflöte gebracht und im Kirchenchor gepielt. Aber dann kam die Pupertät und rums aus wars. Richtig musikalisch bin ich nicht. Eigentlich wollte ich ein Klavier als Kind das bekam ich aber nicht.
Nachdem der Gatte Musik machte im Musikverein Horn und Trompete… dachte er dass zumindes eins der Kids in dieser Hinsicht was von ihm haben…. Beide hatten bereits im KIGA und in der Grundschule Flötenkurse. Wir motivierten dann mitzumachen bis alle Noten durch sind. Das wars dann. Der Sohn ging noch ne Weile in einen Trommelkurs. Aber dann war Thema Musik erledigt, Ja Musik hat auch sein Gutes aber zwingen nö.
LG Ursula
PS Ich hab Dir auf die Frage geantwortet wegen PV-Installateure
Das sich die Interessen auf dem Weg ins Erwachsenenleben nochmal grundlegend ändern, da ist was dran! Ich hätte wahrscheinlich nicht genug Leidenschaft gehabt, um an einem Instrument dran zu bleiben. Bzw. ich wollte ja schon an der Blockflöte nicht dran bleiben 😉
LG
Vanessa
PS: Das ist ja krass, wie manche PV-Installateure drauf sind. Von solchen hätte ich gleich genug…
Ich musste als Kind auch Blockflöte spielen lernen, aber ehrlich gesagt, hat es mir nicht geschadet, war gut, auch mal ein Grundgefühl für Noten und Melodien zu bekommen. Hat mir später beim Gitarre spielen auch echt geholfen. Von daher – klar ist der Sound nervig 🙂 – aber da muss und sollte man vielleicht als Eltern durch…?
Vielleicht sollte man das Instrument auch rehabilitieren und als modernen Sound verkaufen, unterlegt von modern Beats… hihi. Ein Revival der schrägen Blockflötenklänge, das wär’s doch!?
Liebe Grüße!
Da ließe sich sicher was draus machen, aus diesen Blockflötenklängen. Und wenn es nur die perfekte Untermalung für Psychothriller wird – manch einem läuft es da schon angesichts unguter Kindheitserinnerungen eiskalt den Rücken runter 😉
Schräge Grüße 🤘
Ich habe es als Kind als selbstverständlich hingenommen, Blockflöte spielen zu lernen, weil es alle in der Grundschule lernten. An unangenehmes Üben kann ich mich nicht erinnern ; es ist ja leicht zu erlernen. Um sich später für die Arbeit mit Kindern unbekannte Melodien zu erschließen, war es immer hilfreich, das Instrument zu haben.
An Klavierunterricht beim eigenen Vater habe ich nicht so angenehme Erinnerungen. Und pack mal ein Klavier ein, um in irgendeinem Raum ein Lied für eine Gruppe anzustimmen …
Liebe Grüße
Susanna
So ein Handtaschen-Klavier wäre mal was. Wobei ich schon ausrollbare Klaviertastaturen als E-Piano gesehen habe. Ob die so toll klingen, bezweifle ich allerdings. Zum Anstimmen würde es vielleicht reichen 😉
Liebe Grüße
Vanessa
Ich musste keine Flöte lernen. Meine Schwester wollte Klavier lernen und tatsächlich „sollte sie erst mal mit Flöte anfangen“. Sie war richtig sauer! Hat aber angefangen mit der Flöte. Diese war allerdings nicht mal aus Echtholz (wohl wegen dem fehlenden Geld meiner Eltern oder dem Zeitgeist der 70ger?). Meine Schwester hat dann irgendwann aufgegeben und als Erwachsene Klavierspielen gelernt (und wieder aufgegeben). Unsere Familie ist eher unmusikalisch. Ich lerne auch seit meinem 50. Lebensjahr Klavier, eher unbegabt. Mein Klavierlehrer tut mir manchmal leid. Aber er behauptet, ich sei nicht seine schlechteste Schülerin 😂
Meine Kinder mussten gar kein Instrument lernen, der große hat sich freiwillig ein wenig mit Gitarre beschäftigt, aber auch nicht durchgezogen. Das einzige Talent bei uns ist mein Mann. Unglaublich, was er sich selber in den letzten Jahren beigebracht hat! Von zu Hause kam da damals leider gar nichts in Richtung Musik-Förderung, oder anderer Förderung… Jetzt ist mein Kommentar aber lang geworden. Kannst mal sehen, was du bei deinen Lesern auslöst 😂
LG Angela
Irgendwie kann ich gut nachfühlen, dass deine Schwester sauer war – ich finde es aber auch schön, dass sie das als Erwachsene einfach nochmal probiert hat, auch wenn es dann nicht die große Liebe geworden ist. Und unterschätze nicht, was dein Klavierlehrer sonst noch so alles zu hören bekommt. Der ist sicher abgehärtet und vielleicht bist du ja begabter, als du denkst (und wenn’s nur im Vergleich ist). Mal abgesehen davon bringt es ja auch nichts, wenn er seinen Schülern erzählt, wie grottenschlecht sie womöglich sind. Dann ist er zwar ehrlich aber arbeitslos 😉
Ich freue mich ja immer sehr auch über die längeren Kommentare 😊 – auch wenn ich gerade mit einer Pause liebäugle…
LG
Vanessa
Hey,
wenn ich so darüber nachdenke gebe ich dir recht! Wer hat keine Flöte gespielt :P. Das wurde als erstes in der Schule angeboten, damals noch kostenlos. Ob man die natürlich spielen lernen sollte um andere Instrumente zu erlernen stelle ich in Frage, aber wenn es so deklariert wird.
Sicherlich ist es gut, die Noten zu kennen.
Musikkurse kosten jede Menge Geld. Wenn ich darüber nachdenke, dass hier eine Stunde Schlagzeug 50 Euro kostet, weiss ich auch nicht mehr weiter. Fördern können nur gut betuchte Familien.
Ich hatte damals tatsächlich Glück. Ich habe sehr wenig für den Unterricht Klavier gezahlt. Mandoline war etwas, was wir in der Schule kostenlos lernen konnten (war der Lehrerin geschuldet die uns dann ins Orchester aufnahm) und Gitarre habe ich von Freunden gelernt.
Und heute? Spiele ich gar nichts mehr, nagut.
Liebe Grüße!
Mandoline in der Schule ist auch ungewöhnlich – aber nachvollziehbar, wenn die Lehrerin das selbst gespielt hat. Wenn man von Freunden lernen kann, ist das auch klasse. Nicht nur bei Instrumenten. Die sind wahrscheinlich auch viel ehrlicher, wenn man nicht gut spielt, als ein bezahlter Musiklehrer 😉
Liebe Grüße!
Liebe Vanesse,
meine Eltern haben wohl auch sehr unter meinem Üben gelitten.
Ich kann mich noch an den Spruch von meinem Vater erinnern:
„Mach das Fenster beim Üben zu, sonst wird der Nachbar krank“ … nicht gerade sehr motivierend.
So war das mit meiner Musik-Kariere.
Herzliche Grüße
Jutta
Manchen unterstelle ich schon eine gewisse sadistische Ader, wenn sie bei offenem Fenster üben 😉. Wobei es mit fortgeschrittenem Können durchaus schön sein kann, wenn die Nachbarn am Klavier sitzen.
Liebe Grüße
Vanessa