So richtig alt
Bin beim sonntäglichen Morgenkaffee hier und dann hier drüber gestolpert – die älteste Sache in meinem Besitz. Schon beim Lesen merke ich, wie die Gedanken anfangen, durchs Haus zu wandern. Ohne mich… das geht ja gar nicht!
Also nochmal eine Runde – Gedanken und Körper vereint. Das bringt jedoch keine neuen Erkenntnisse. Anscheinend hat das Hirn schon eine ganz gute Übersicht über das, was es hier im Haus und außenrum so gibt. Nicht am längsten, aber mit ziemlicher Sicherheit die älteste Sache in meinem Besitz, ist eine alte Ölkanne. Keine Schönheit und mit viel Patina, dient sie hier als Gießkanne für die paar Zimmerpflanzen. Natürlich wurde sie vorher gründlichst gereinigt, obwohl da sicher schon lange kein Öl mehr drin war.
Das gute Stück stammt aus der Werkstatt meines Opas. Diese haben wir vor vielen Jahren aufgelöst und zwischen allerlei Gerümpel, undefinierbaren Resten an Flüssigkeiten, abgenutzten Werkzeugen und Maschinen, die beim Anschalten Qualm gespuckt haben, stand in der hintersten Ecke die kleine Kanne. Die Prägung verrät die ursprüngliche Funktion, diverse Farbspuren lassen aber auch auf missbräuchliche Nutzung schließen.



Mein Opa konnte alles gebrauchen und hat dementsprechend auch alles – also wirklich alles – aufgehoben. Sicher hatte er einen genauen Überblick über all die großen und kleinen Dinge, die er in Fächern, Schubladen und Schränken aufbewahrt hat. Doch leider war er damit der Einzige und alle späteren Nutzer der Werkstatt haben entweder nicht gefunden, was sie gesucht hatten oder einfach noch mehr Zeug dazu gepackt. Nachdem auch der Zahn der Zeit genüsslich an so ziemlich allem genagt hatte, blieb wenig Bewahrenswertes übrig.
Eine Schublade war beispielsweise voll mit rätselhaften roten Kunststoffkrümeln. Forensische Beweise in Form vergrabener Metallüberreste konnten alte Rollschuhe als Ursache identifizieren. Die Plastikrollen hatten sich wohl über die Jahre aufgelöst, kein Einzelschicksal in der alten Werkstatt.



Die Ölkanne hingegen trotzt nach wie vor der Zeit und lässt sich auch als rustikale Blumenvase umnutzen. Sicher gäbe es schickere und vor allem praktischere Kannen aber die haben nun mal nicht meinem Opa gehört. Sonst hab ich es nicht so mit Erinnerungsstücken und bin wenig nostalgisch. Er aber war der Held meiner Kindheit – und ein Grund, warum ich bis heute immer Kastanien mit mir herumtrage (auch, wenn ich nicht daran glaube, dass sie Glück bringen).
Sie macht ihren Job auch gut – also den als Gießkanne. Den als Deko-Objekt nimmt sie nicht so ernst, vielleicht sollte ich öfters mal Blümchen reinstellen.
Wie alt die alte Ölkanne ist, weiß ich nicht. Ich kann mich nicht erinnern, sie bei den vielen Nachmittagen, die ich als Kind in Opas Werkstatt verbracht habe, gesehen zu haben. Andererseits sieht man halt auch nicht viel, wenn einem die Sägespäne um die Ohren fliegen. Vielleicht ist sie ur-ur-alt, vielleicht auch nur auf alt gemacht. Aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ist sie wirklich die älteste Sache in meinem Besitz.

Spannende Frage! Jetzt überlege ich angestrengt, was es wohl bei mir sein könnte (nicht, dass sich am Ende herausstellt, dass ich das älteste Teil in der Wohnung bin?)!
Nach den Kommentaren hier übertrifft mich die Ölkanne wohl – Glück gehabt 😄
Da hast Du aber eine sehr ungewöhnliche Ölkanne- normalerweise haben die nicht diese Form von Tülle, sondern oben ist eine Art Trichter angearbeitet. Bei Deiner ist die Tülle aufgesetzt und über das Kontaktschweißverfahren aufgeschweißt. Ich denke 50er 60er Jahre sollte sie sein. Sie erinnert mich an das „Wassermaß“ meiner Großeltern- das war aus Alu mit einem angenieteten Griff, aber die Form war sehr ähnlich. Pass nur auf, wo Du das Kännchen hin stellst- da es für Öl gemacht wurde, wird es wohl bald „Rostringe“ machen…
Ich könnte auch nicht garantieren, dass mein Opa die nicht umgebaut hat. Werkzeug und Fähigkeiten hätte er dafür gehabt. Immerhin ist die Kanne wasserfest und komplett rostfrei. Ich lass das Gießwasser ja immer stehen. Angeblich mögen Pflanzen keine kalten Füße und präferieren auf Zimmertemperatur vorgewärmtes Wasser 🙄
Ahhh, ich liebe solche Geschichten. 💛 Man spürt sofort wie viel Geschichte in dieser unscheinbaren Ölkanne steckt. Genau solche Dinge machen ein Zuhause besonders – nicht perfekt, aber voller Leben.
Mit dem Blick einer „Künstlerin“, aber, habe ich schon einige Ideen im Kopf, wie man diese Kanne restaurieren und in eine wunderschöne Blumenvase verwandeln könnte – ohne dabei ihre Geschichte zu verlieren. 😊
Liebe Grüße,
Claudia
Hihi, das glaube ich sofort – Finger weg 😉. Wobei ich schon so manches Schmuckstück in dieser Form gesehen habe. Da kann man schon einiges Cooles machen.
Liebe Grüße
Vanessa
Vorweg: Du bist nicht die Einzige, die immer Kastanien mit sich rumträgt…. Ich hebe mal die Hand und füge ein +1 hinzu. Ich kenn tatsächlich auch noch mehr Leute, die das machen. Also von daher ! Ein Hoch auf den Opa .
Interessant finde ich die Frage. Das Ölkännchen ist doch sehr hübsch und nun, nachdem Du sicher bist, dass es die älteste Sache in Deinem Besitz ist, wirst Du sie auch nicht entsorgen. Minimalismus hin oder her.
Die älteste Sache in meinem Besitz ist ein Bettelarmband – so eins mit vielen Anhängern. Hat meine Oma als Kind geschenkt bekommen – vor mehr als einem Jahrhundert – und mir weitergegeben. Nicht wirklich wertvoll im materiellen Sinn, aber für mich unersetzlich. Ich trage das fast täglich, allerdings mittlerweile als Kette.
Liebe Grüße
Britta
Solche besonderen Schmuckstücke sind ja auch klasse, mit Geschichte und ganz individuell. Von meiner Oma hab ich die Rosacea bekommen – als Kind fand ich ihre rosigen Wangen zauberhaft. Daher sehe ich das bei mir auch nicht so negativ (die Zeit der juckenden Pusteln ist wohl auch überstanden).
Liebe Grüße
Vanessa
Was für eine schöne Kanne! Die hätte ich auch behalten. Eine tolle Erinnerung an deinen Opa. Die Werkstatt meines Vaters sah ähnlich aus … Das Ausräumen habe ich zum Glück delegiert.
Mein ältestes Stück ist von Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist ein kleines Buch in altdeutscher Schrift. Lustigerweise konnte ich die Schrift als Kind besser lesen als heute. Ich hatte es gerade im Januar in der Hand, als ich nach einem Platz für meine ausgedient Brille gesucht habe. Es hat nur nostalgischen Wert, weil es so alt ist. Für ein solches Teil ist auch bei mir Platz. Die nächst ältesten Sachen sind aus den 1920er von meiner Oma. Und alte Familienurkunden gibt es auch aus dem 19. Jahrhundert. Die liegen im Dokumentenordner.
Einen schönen Abend wünscht dir
Ines
Mein Opa hatte eine ganz ähnliche Schrift, weswegen mir es als Kind auch leichter gefallen ist, das zu lesen. Es geht heute noch aber ich muss schon schwer mitdenken 😄. Ich finde ja auch so richtig uralte Familienfotos spannend. Dokumente sind da sicher ähnlich interessant, vor allem wenn sie mit der eigenen Geschichte verwoben sind.
Liebe Grüße
Vanessa
Cool- hab eine Taschenuhr vom Opa, der war Jahrgang 1893, die sollte 100 Jahre alt sein. Und einen Gesellenbrief von 1765, da ist ein Vorfahre von Koblenz nach Straßburg gegangen und hat dort ein Jahr gelernt… Keine Ahnung wie der Opa den durch zwei Kriege gerettet hat- war 1945 ausgebombt…
Danke für die Erinnerung!!!!
Interessant, was die Menschen so retten und was ihnen wichtig war. Unsere Großeltern sind ja auch oft genau deswegen viel wertschätzender mit ihren Sachen umgegangen und haben Dinge lieber aufgehoben – „man kann ja nie wissen, ob man es nicht doch noch brauchen kann“.
Ich finde es schön, dass das Erinnerungsstück an Deinen Opa bei Dir wohnt und sogar einen Zweck erfüllt. ❤️
Liebe Grüße Tina
Deko mit Funktion mag ich eh am liebsten. Wenn die Zimmerpflanzen nicht so brav für gute Luft sorgen würden, hätte ich wahrscheinlich auch keine.
Liebe Grüße
Vanessa
dolle kanne!
die tät ich auch aufheben und benutzen – genauso als vase und/oder giesskanne!
das war noch qualität – schätze das ding so ab 1920, als mineralöl so langsam in den allgemeinen gebrauch kam – sickerte hätte ich fast geschrieben 😀 – und die alltagsgegenstände ihre gründerzeitschnörkel verloren hatten………
mein ältestes: eine biedermeier-kommode mit mahagony-furnier – in den 90ern in B auf der strasse gefunden, nachdem eine oma das zeitliche gesegnet hatte und ihre einrichtung einfach zum sperrmüll kam. da keiner meiner freunde ein auto hatte damals trugen wir das ding gemeinsam durch den halben kiez 😀
in der kommode wohnen haar&kosmetik-kram, schals/tücher/mützen und oberteile – von oben nach unten…..
biedermeier: um 1830.
xxx
Ach – an die Zeiten ohne Auto erinnere ich mich auch zu gut. Da habe ich mit meiner WG-Mitbewohnerin ihr Regal bei ihren Eltern abgeholt und zu Fuß zu uns getragen. Quer durch Stadt und über den Friedhof. Die Blicke waren unbezahlbar 😬. Aber ich glaube, das Regal lebt nicht mehr. Da hat so eine Biedermeier-Kommode schon eine ganz andere Qualität. Die würde uns alle überleben.
Liebe Grüße!
Hach, ich hab ja ein Herz für solche alten Dinge und hätte diese Kanne an Deiner Stelle auch in jedem Fall gerettet! So schön auch, dass es ein Erinnerungsstück an Deinen Opa ist! Meine liebe bessere Hälfte ist auch so ein Sammler, was Werkzeug & Co. angeht und ich arbeite immer daran, dass wir nicht zu viel horten und zwischendurch auch mal wegschmeißen und aussortieren, damit die Nachwelt mal nicht so viel Arbeit mit dem Ausräumen hier hat 😉 Hab einen schönen Dienstag, viele liebe Grüße an Dich! Loni x
Werkzeug ist auch hier so ein Diskussionspunkt. Der Mann war glücklich wie ein unbeaufsichtigtes kleines Kind im Spielwarenladen als er neulich alleine im Baumarkt war. Wir haben halt alle so unsere blinden Flecken und dunklen Geheimnisse 😄.
Liebe Grüße
Vanessa
So eine tolle alte Kanne. Die darf auf keinen Fall weg. Eine schöne Erinnerung an deinen Opa.
Liebe Grüße
Sabine
Die macht so brav ihren Job – die kommt auf keinen Fall weg 😊
Liebe Grüße
Vanessa
Ha, die Ölkanne als Gießkanne – das nenne ich mal kreatives Recycling! Mein Beileid übrigens für das Ausräumen von Opas Werkstatt. Ich kenne diese archäologischen Ausgrabungen nur zu gut: Schubladen voller mysteriöser Substanzen, deren Ursprung man besser nicht hinterfragt, und Geräte, bei denen man sich fragt, ob sie aus dem Mittelalter stammen oder nur so aussehen sollen.
Die Geschichte mit den aufgelösten Rollschuhen hat mich besonders amüsiert – das klingt wie ein Cold Case für Hobbydetektive! „Tatort Werkstatt: Der Fall der roten Kunststoffkrümel“. 🕵️
Ich musste beim Lesen sofort an meinen eigenen Opa denken, der ebenfalls ein Meister des „Das-kann-man-noch-brauchen“ war. Bei mir sind allerdings keine Ölkannen übrig geblieben, sondern alte Schriftstücke. Ich habe sogar einen historischen Text von meinem Opa Kurt aus den 1960ern (siehe Link unter Webseite), der zeigt, dass die Liebe zu alten Geschichten und Familienerbstücken wohl in den Genen liegt.
Übrigens: Eine Ölkanne, die zur Gießkanne wird, hat definitiv mehr Charakter als jedes schicke Designerstück aus dem Gartencenter. Und wenn sie dazu noch Geschichten erzählen könnte… die Sägespäne um die Ohren fliegen lassen hätte sie bestimmt auch! 😄
Liebe Grüße,
Ron
Leider haben wir unsere blöden Gesichter, als wir die Schublade das erste Mal geöffnet haben, nicht für die Nachwelt dokumentiert… „Wer hebt bitte rotes Plastikgranulat auf und wofür???“. Alte Schriftstücke haben wir keine gefunden aber unter einem Regalbrett war ein alter Zeitungsausschnitt versteckt – das Mädchen von der letzten Seite der Bildzeitung. Das durfte Oma wohl nicht wissen 😄.
Liebe Grüße
Vanessa
Ich erinnere mich an mehrere vererbte Zigarrenkästen. Innen mit akkurat gesägten Brettchen in kleine Vierecke aufgeteilt, beherbergen sie noch heute unzählige Schrauben. Meine Ehrfurcht galt der Herstellung der penibel unterteilten Aufbewahrung in jenen Zigarrenkisten ebenso, wie die dafür gerauchten Zigarren.
Die Zigarrenkisten sind ja auch wie fürs Sammeln von Dingen gemacht. Ich mochte auch den Geruch, aber nur im ungerauchten Zustand. Wir haben noch so eine alte kleine Aluschachtel für Nähzeug und ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, wer die geraucht hat. Muss wohl auch ein Opa gewesen sein.
Ich bin auch ein Kastanien +1. Die Kanne ist toll, die hätte ich aus vielen Gründen auch behalten Meine Ur-Oma hat das Papier vom Bäcker aufbewahrt, da kann man ja nochmal etwas drin einwickeln.
Ich mag solche Erinnerungen. Bei mir ist das der Ohrensessel ebenjener Ur-Oma, der zwar neubezogen ist, aber immer noch weiß, wie wir damals das Sonntagskonzert geschaut haben.
Liebe Grüße
Nicole
So ein alter Ohrensessel ist ja auch an sich schon gemütlich. Mit neuem Bezug und schönen Erinnerungen wird er ja zum Liebhaberstück. Ich weiß noch, dass bei dem Sessel von Oma das Fußteil ausgeklappt werden konnte. So saß ich dann immer vor ihrem Kamin und das ist bis heute so eine wunderbare Wintererinnerung.
Liebe Grüße
Vanessa
Ohhh, diese Werkstätten kenne ich. Bei meinem Vater sah es ähnlich aus. Da gab es für alles eine passende Schraube, sie zu finden war allerdings eine Herausforderung. Das älteste Teil hier im Haus ist eine Vase aus dem Art déco und somit aus der Bauzeit des Hauses.
VG
Claudia
Das mit den Schrauben haben wir irgendwann aufgegeben – entweder war die passende dann verrostet oder gab es nichts passendes und man ist nach zwei Stunden Suche doch in den Baumarkt. So ein Stück Haus-Geschichte ist ja auch schön und eine Vase tut ja auch ihren Dienst.
LG
Vanessa
Manche Erinnerungsstücke sind mehr wertvoller, als der monetäre Betrag, den man auf den Tisch legen müsste. Schön, so ein altes Ding!
Ich habe eine Tasse in der Form eines Katzenkopfes. Naja, die Mode hat sich geändert. So richtig schön finde ich sie auch nicht, aber sie erinnert mich an die heiße Milch, die ich aus dieser bei meiner Oma getrunken habe. Die Tasse ist mindestens 100 Jahre alt. Das ist mein Glück, denn somit bin nicht ich das älteste bei uns im Haushalt. 🤣
Liebe Grüße, Sibylle
Klingt irgendwie gruselig so ein Katzenkopf, als Kind fand ich solche Sachen aber auch toll. Ich hab nur Sachen behalten, die ich auch schön finde (wenn man von Haushaltsgeräten wie Wischmop und Co. mal absieht) und da war die Chance, dass ich hier das älteste Teil im Haus bin, groß 😄.
Liebe Grüße
Vanessa
Ohja, solche Dinge verdienen es, aufbewahrt zu werden und sie in irgendeiner Form weiter zu benutzen! Wenn man emotional damit verbunden ist, erst recht. Das Kännchen funktioniert bestimmt perfekt als Giesskännchen für die Zimmerpflanzen. Und wird sicher noch viele Jahre seinen Dienst tun, die Sachen früher waren ja auf Generationen ausgerichtet. Deshalb gibt es im Hause Hummel jede Menge solcher alter Ehrwürdigkeiten, denn in meiner Familie wurden Dinge seit jeher gehegt, gepflegt, in Ehren gehalten und weitervererbt. Das ist auch der Grund, warum ich nicht benennen kann, was das älteste Stück wäre, es gibt so einige davon. Und richtig alt sind sie alle. An die hundert Jahre hat z.B. eine alte Werktagstracht aus der Region auf dem Buckel, die meine Grosstante (Jahrgang 1901) als ganz junge Frau selbst genäht hat. Nicht viel jünger wird das Ölbild sein, welches mein Grossvater damals gemalt hat. Da kann ich noch so minimalistisch veranlagt sein: an DIESEN Dingen hänge ich!
Liebe Grüsse!
Ich glaube, bei manchen Topf-Topfpflanzen-Kombinationen wäre eine Kanne mit so einer ganz langen, dünnen Ausgießtülle praktischer. Da scheitere ich manchmal aber es gibt ja Handtücher 🙄. Trotzdem würde ich die Kanne nicht tauschen wollen. Ansonsten ist aus den Haushalten der Großeltern nicht viel übrig geblieben. Mein Opa hat ja gerne gestickt aber die Bilder (mit handgemachten Rahmen) waren nie so mein Ding. Bei der Schwiegermama hängt auch so ein Teil und beim ersten Anblick hatte ich gleich wieder vor Augen, wie ich als kleines Mädchen auf der Sessellehne gehockt bin und meinem Opa Zöpfchen geflochten habe, während er in seine Stickerei vertieft war. Sonst durfte keiner seine Haare anfassen 😄. Trotzdem behalte ich diese Erinnerung lieber nur im Kopf, für Stickbilder bin ich zu minimalistisch 😉.
Liebe Grüße!
Das Kastanienthema hat mein Vater auch praktiziert und hat sogar in der Saison Kastanienmännchen gebastelt.
Altes Werkzeug hat schon was. Man merkt so richtig die Geschichte dahinter, wenn man es anfasst.
Kastanienmännchen müssen es nicht gleich sein, mir reichen 1-2 die ich in den Jackentaschen verteilen kann. Beim Werkzeug war die Geschichte dahinter teilweise ein Rätsel. Wenn es keinen Nutzen mehr hat, darf es dann auch gehen.
Ich hab eine Menge Altes, aber ich meine, das älteste Stück ist ein Blatt Papier von 1800irgendwann, sehr fest und dick, eher grau, nicht ganz gerade geschnitten, also weit weg von DIN-A-4 und 80 Gramm. Der Clou ist, daß man das Papier beschreiben kann, falten, als Brief verschicken, lesen und dann auswaschen, trocknen, wieder beschreiben und zurückschicken kann. Geht aber nur mit blauer Tinte, die ja in Wasser nach einer Weile farblos wird. Das Blatt habe ich von einer Freundin und es ging mehrmals zwischen uns hin und her. In einen Drucker paßt es nicht – zu faserig und dick. Momentan ist es wieder „jungfräulich“ in meiner Schreibmappe. Es muß aus einer Zeit stammen, als Papier sehr teuer war.
Das wiederverwendbare Papier ist spannend. Man nutzt das heute mit so einer Selbstverständlichkeit – trotz papierlosem Arbeiten – dass man sich da gar keine Gedanken macht (oder wenige). Andererseits sind dann besonders schöne Zeilen und Texte auch vergänglich. Also eher was zum Chatten 😉
Ein cooles Stück, ich könnte mir die auch als Vase gut vorstellen! Ich finde ja so ein paar alte Stücke geben die individuelle Note im Haus/ in der Wohnung – vor allem, wenn sie auch noch Erinnerungsstücke sind. Das ist echt schön. Auch ich habe ein paar alte Stücke, z.B. Schmuck von der Oma, aber auch z.B. eine recht skurrile Katzen-Kaffeekanne (der Deckel ist der Kopf), eine alte Vitrine usw. So ein paar Stücke sind okay, aber nur mit alten Möbeln z.B. zu wohnen wäre nicht meins.
Liebe Grüße!
Als Vase macht die Kanne auch einen guten Job, auch wenn wir so Sachen wie Valentinstag hier nicht mitspielen. Dafür dürfen dann bald Ableger der Fetthenne darin ihre Wurzeln bilden. Die Katzen-Kaffeekanne klingt wirklich sehr skurril. Manche Sachen sind ja so seltsam/hässlich/grotesk, dass sie schon wieder schön sind 😉. Aber ein solches Stück reicht dann auch.
Liebe Grüße!
Hallo Vanessa,
ich finde die Ölkanne tatsächlich dekorativ. Altes aus Zink oder verzinkt macht sich gut mit anderen Sachen auf dem Pflanztisch arrangiert.
Meine ältesten Gegenstände sind vermutlich die Likörgläser meiner Oma, die ich sehr liebe, obwohl ich nur ganz selten mal einen Eierlikör darin serviere.
Liebe Grüße
Susanna
Ich kann mir vorstellen, dass der Eierlikör aus diesen Gläsern besonders fein schmeckt. Das zelebriert man ja dann richtig und dazu ist es eine schöne Erinnerung. Und trinkt man den nicht sogar zu Ostern? Dann wäre es ja bald wieder Zeit für den nächsten Einsatz.
Liebe Grüße
Vanessa
Ohhh! Die Kanne ist ja Mega, die hätte ich auch definitiv gesichert und behalten. Ich habe ganz viele alte Dinge Zuhause, alleine schon deswegen, weil meine Eltern ja Jäger und Sammler waren. Die Palette reicht von alten Möbeln über Bilder bis hin zu einer gesammelten Erstausgabe des Brockhaus (bei dem aber leider ein Band fehlt). Dazu kommen noch einige funktionstüchtige Analog Kameras und ein voll funktionsfähiges Nokia 3310 – Original aus den 00er Jahren. 😂
Ich brings einfach nicht übers Herz, mich davon zu trennen und mit den Kameras fotografiere ich tatsächlich noch.
GLG
Miriam
Die alten Kameras sind ja auch ein echter Schatz und machen bestimmt wunderbare Bilder. Manchmal vermisse ich das – ebenso wie das Entwickeln der SW-Fotos in der eigenen provisorischen Dunkelkammer. Diese Bilder hatten eine ganz andere Tiefe, die auch die beste Smartphonekamera nicht hinbekommt. Oje, da dreht der Nostalgiker in mir durch 😄
Liebe Grüße
Queen All
Hey,
die Kanne gefällt mir sehr! Ich selber habe ein paar Erinnerungsstück von meinen Großeltern und eines von meiner Uroma. Das halte ich in Ehren, auch wenn etwas davon, leider im Keller Platz finden musste.
Liebe Grüße!
Schade, dass bei dir manches im Keller lagern muss. Aber manchmal passt es halt einfach nicht zum Rest oder man braucht es gerade noch nicht. Wenn’s Erinnerungstücke sind, ist das ja auch was anderes, als die „Das-kann-man-vielleicht-noch-brauchen-Dinge“.
Liebe Grüße!
Liebe Vanessa,
eine spannende Frage, was der älteste Gegenstand im Haushalt ist.
Da müsste ich auch erstmal überlegen und auf die Suche gehen.
Ein paar Schätzchen sind schon da. Angefangen von einer alten Truhe (Eltern), Wanduhr (Uroma) und einigen Porzellan vom Flohmarkt.
Sicherlich materiell nicht wertvoll – aber für mich schon mit all den Erinnerungen.
Herzliche Grüße
Jutta
Das ist ja oft so, dass die alten Dinge gar nicht so wertvoll im Sinne von Geldwert sind aber eben für ihre Besitzer einen emotionalen Wert haben. Ich glaube auch nicht, dass meine Ölkanne was wert ist auch wenn sie anscheinend sogar älter ist als ich 😄.
Liebe Grüße
Vanessa