Queen All - Diverses

Terraforming Next Level

Der Mensch formt die Erde nach seinen Wünschen. Davon kann ich mich nicht ausnehmen, mache ich doch im ganz Kleinen nichts anderes in meinem Garten. Welche Ausmaße das allerdings annehmen kann, sieht man, wenn die Perspektive an Höhe gewinnt. Beispielsweise beim Blick aus dem Flugzeug (leider nicht aus aktuellem Anlass, ich leide wie so oft an akutem Fernweh), wenn man die vielen großen und kleinen Rechtecke sieht.

Die Ausmaße der Erdbewegungen im Straßenbau und bei Großbauprojekten sind teilweise kaum mehr in Worte zu fassen. Berge, Flüsse und Täler sind längst keine Hindernisse mehr und werden radikal umgeformt. Auf manch einer Autobahn wähnt man sich angesichts der Dimensionen bereits jenseits des großen Teiches.

Malerische Seen sind mitunter menschengemacht. Staudämme und Kanäle verteilen die wertvolle Ressource Wasser um – nicht immer im Sinne aller Beteiligten und längst nicht gerecht. Doch was juckt es denjenigen, der an der Quelle sitzt, ob auf den billigen Rängen noch etwas vom kostbaren Nass ankommt?

The sky is the limit

Von wegen. Auch der Himmel ist vor dem Menschen keinesfalls sicher. Denn Ungemach von oben ist tatsächlich beeinflussbar. Schon länger werden Wolken zur Niederschlagsverstärkung mit Silberiodid geimpft. Um dank dieser lokalen Wetterbeeinflussung in trockenen Regionen an Regen zu kommen, braucht es allerdings auch ausreichend Wolken mit genügend Feuchtigkeit. Einen völlig wolkenlosen Himmel wird man damit nicht zum Regnen bringen.

Die Wolkenimpfung soll aber vor allem die Bildung großer Hagelkörner vermeiden. Nicht ohne Grund werden Hagelflieger-Staffeln u. a. von Versicherern und Industrieverbänden (angeblich Autohersteller in der Region mit ihren Parkplätzen voller Neufahrzeuge) mitfinanziert. Obwohl die Wirksamkeit dieser Methode wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, versucht man damit Landwirtschaft und Industrie vor Hagelschäden zu bewahren.

Seit über 40 Jahren impfen Hagelflieger mittels Silberiodid potentiell hagelgefährdete Wolken in Süddeutschland mit dem Ziel, die Entstehung großer Hagelkörner zu verhindern.

Durch die Hagelabwehr kann das Risiko für schwere Schäden im Obst- und Weinbau oder an Immobilien reduziert und gleichzeitig die ökonomische Stabilität der Region gestärkt werden.

https://hagelabwehr.de/

Wir sind offensichtlich noch nicht so weit, dass wir uns gegenseitig die Regenwolken klauen. Das Konfliktpotential kann man sich aber auch ohne viel Phantasie ausmalen. Nicht selten schielen wir neidisch auf das Wetter anderer und die nachbarschaftliche Großwetterlage könnte mancherorts sicher gerechter verteilt werden. Ein Wölkchen für dich, eines für mich… aktuell hätten wir reichlich Regen abzugeben.

Doch der Mensch denkt groß – er hat ja auch große Probleme (verursacht). Was reden wir über lokale Wetterbeeinflussung, wenn wir mit Solar-Geoengineering gleich das gesamte globale Klima steuern könnten?!

Da die Erde fiebert, soll sie mittels Solar-Geoengineering künstlich wieder abgekühlt werden, indem die Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht, reduziert wird. Diese Reduktion verspricht man sich eine kurzfristige Senkung der globalen Durchschnittstemperatur oder zumindest ein Bremsen des rasanten Anstiegs.

Zwei Ansätze im klimatischen Gegensteuern sind:

  • Stratosphärische Aerosolinjektion (SAI): Feine Partikel wie z. B. Schwefeldioxid werden in die Stratosphäre gebracht, wo sie das Sonnenlicht streuen – ähnlich wie nach großen Vulkanausbrüchen.
  • Aufhellung von Wolken (Marine Cloud Brightening): Meereswolken sollen durch Salzpartikel aufgehellt werden, damit sie mehr Sonnenlicht reflektieren.

Schwefelpartikel werden in mehr als 20 Kilometer Höhe versprüht. Sie legen sich wie ein Schleier um die Atmosphäre, die Sonne wird quasi gedimmt und die Temperatur sinkt.

Neben Chancen birgt dieser Eingriff ins globale Klima aber auch nicht zu unterschätzende Risiken:

  • Veränderung regionaler Niederschlagsmuster mit Folgen für Landwirtschaft und Wasserressourcen.
  • Mögliche Schädigung der Ozonschicht und Versauerung durch bestimmte Partikel.
  • Fehlende Regularien und politische sowie ethische Fragen: Wer entscheidet über Einsatz und Dauer?
  • Termination-Shock: Wird die Maßnahme abrupt beendet, könnte die Temperatur auf einen Schlag extrem ansteigen.

Solar-Geoengineering steckt noch weitgehend in der Forschungsphase und ob es je zum großflächigen Einsatz kommt, lässt sich heute nicht sagen. Einen nachhaltigen Klimaschutz kann es definitiv nicht ersetzen und als temporäre Notfallmaßnahme kommt es womöglich zu spät.

Denn ob zu heiß oder zu kalt, zu trocken oder zu nass – das Klima ist längst aus allen Fugen geraten. Ob es da eine gute Idee ist, daran herumzuschrauben? Oder wäre es eine schlechte Idee, diese Stellschraube eben nicht zu erforschen und zu nutzen? Grandios oder größenwahnsinnig, das ist seit jeher nicht immer klar zu beurteilen.

Hinterher ist man immer klüger. Hoffentlich gibt es hinterher noch ein Hinterher

37 thoughts on “Terraforming Next Level

  1. Liebe Queen All,
    manchmal habe ich das Gefühl, dass 2019 das letzte „normale“ Jahr war und wir seit 2020 in einer Art Paralleluniversum leben. Da passt das ja gut dazu. 😩

    1. Ja, man sehnt sich nach Normalität aber die Welt wird immer verrückter. Vielleicht sind es aber auch nur die Medien, die einem das einreden. Hilf nur, selbst auch immer verrückter zu werden 😉
      Liebe Grüße
      Queen All

  2. erst hat man, vor 200 jahren, australien und neuseeland mit europäischen schiffsratten (ausversehen) verseucht – dann hat man katzen dazugetan, um der rattenplage herr zu werden……. ergebnis: ratten und katzen rotten seitdem gemeinsam die hilflose einheimische fauna aus.
    wo der mensch seine finger drin hat wirds brühe.
    einzelne kleingärtner ausgenommen ;-D
    heute kam im radio, dass die tropischen korallenriffe einen kipppunkt erreicht haben – ab jetzt werden sie nurnoch und rasant weniger, eine erholung ist ausgeschlossen. oder wäre zumindest ein echtes wunder……..
    xxx

    1. Ich glaube, der einzelne Kleingärtner kann auch ganz schön umtriebig werden, was die Balance der heimischen Flora angeht. Feige, Physalis und Chili sind so gar nicht heimisch (von Tomaten und Kartoffeln fange ich lieber gar nicht erst an). Glücklicherweise vertragen sich die pflanzlichen Einwanderer größtenteils gut. Wenn man sich so anschaut, was manche Entdecker so in Botanischen Gärten angesammelt haben, ist es ein Wunder, dass und hier „nur“ Ambrosia und Co. um die Ohren fliegen 😮.
      Das mit den Riffen ist leider keine Überraschung. Ich würde ja gerne an ein Wunder glauben, einzig ein Anlass dafür findet sich nicht.
      Liebe Grüße!

  3. Hallo Vanessa,

    ob durch die Hagelabwehr und damit verbundenen Ressourcenaufwendungen und klimatischen Folgen in Summe „das Risiko für schwere Schäden im Obst- und Weinbau oder an Immobilien reduziert“ oder erhöht wird, bleibt abzuwarten.

    Lieber Gruß
    Philipp

    1. Hierzulande witzelt man ja, dass im Einzugsgebiet großer Autobauer die Gartenhäuser sicher wären. Die Natur hat den Gegenbeweis indes schon erbracht und mit tennisballgroßen Hagelkörnern vor einigen Jahren so manches Glasdach (und nicht nur das) zerlegt. Der glückliche Zufall wollte es so, dass ich ausgerechnet an dem Tag mit dem Auto andernorts unterwegs war. Ich hänge doch ein bisschen an meiner Frontscheibe 😉
      Liebe Grüße
      Vanessa

  4. Nimmt man sich die Zeit sich die verschiedenen Kennzahlen und Kipppunkte anzuschauen, Quellen und Tabellen anzusehen, kommt man unweigerlich zu düsterer Freude darüber sich in der sechsten oder siebten Lebensdekade zu befinden. Da fällt einem das normale Ableben vermutlich vor dem Eintreffen der großen Transformation auf den Kopf.
    Wir haben es als Menschheit vergeigt. Zu lange stillgehalten, zu oft die Falschen gewählt. Das Deutsche Verhängnis in den grundlegenden Gedankenwelten begann mit dem sogenannten Wirtschaftswunder. Unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen – eine Idiotie sondergleichen.
    Persönlich lebe ich seit vierzig Jahren ‚auf kleiner Flamme‘ – Konsumverweigerer, Selbermacher, kleine Bedürfnisse. Wenn das alle täten, wäre dieses Land längst total vor die Wand gefahren. Ohne radikalen Systemwechsel wird es nicht gehen – und den wird des nicht geben, da seien die Lobbyisten und Besitzstandswahrer, die sich mit Millionenvermögen für den Mittelstand halten (sic!) vor.
    Den Planten wird es nicht stören, der kommt blendend ohne uns aus. Mein Mitgefühl gilt den heute jungen Leuten, ich beneide sie nicht.

    1. Einiges werde ich wohl noch selbst miterleben aber immerhin gibt es keine Nachkommen, um die ich mir Sorgen machen müsste. Gerade in der Hinsicht bin ich allerdings auch immer wieder überrascht, wie beratungsresistent manche Eltern im Bezug auf Nachhaltigkeit sind. Das mit dem endlosen Wachstum will ich einem Kind nicht erklären müssen – daran sind schon meine Lehrer damals gescheitert 😬. Wer allerdings dieser ominöse Mittelstand sein soll, weiß ich mittlerweile auch nicht mehr. Je nachdem, wen man fragt (und wie viel Geld der hat) verschiebt sich die Grenze munter in die eine oder andere Richtung. Man könnte fast meinen, es handelt sich dabei um den Börsenkurs der Wirecard-Aktie😉
      Der Planet wird sich unsereins sicher bald entledigen. Die Anzeichen dafür sind ja kaum übersehbar.

  5. Puh, ja hinterher ist man immer schlauer. Nicht immer ungefährlich. Ich habe heute bei Dir einiges gelernt, wovon ich noch nie gehört habe. Danke dafür. An vielen Stellen wird re-naturiert und an vielen Stellen wieder völlig zugepflastert. 😵‍💫
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    1. Wenn man es nur gleich richtig machen würde, könnte man sich hinterher viel Geld und Arbeit sparen. Wobei die Renaturierungen ja gute Nachrichten sind. Der Mensch (zumindest manche) ist doch tatsächlich lernfähig. Bleibt zu hoffen, dass die späte Einsicht mancherorts nicht zu spät kommt.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  6. Versucht man nicht längst, für mehr Wolken/Regen in regenarmen Gebieten zu sorgen? Hab sowas mal gelesen. Ist ja ein wenig so, wie wenn der Kleingärtner mit der Gießkanne nachhilft, bloß im „Großen“. Fragwürdig sind natürlich alle Versuche, ins Klima einzugreifen, besonders diese „Abkühlung“ mit Schwefeldioxid stell ich mir problematisch vor. Schon verrückt, dass der Mensch immer wieder noch mehr zerstört, weil er glaubt, es nachträglich reparieren zu können.
    „Hoffentlich gibt es hinterher noch ein Hinterher“ – da sagst du was!
    Liebe Grüße!

    1. Fragwürdig kann es ja auch beim Kleingärtner werden – wenn sogar im Hochsommer noch der Englische Rasen gewässert wird (soviel zur Gießkanne…). Vor den Experimenten mit Schwefeldioxid in der Luft gruselt es mich. Was aber andererseits passiert, wenn sich die Erde immer mehr erwärmt, ist jetzt auch nicht gerade eine prickelnde Alternative. Das mit dem nachträglichen Reparieren ist einfach immer ein viel schwierigeres Unterfangen, als von vornerein vorzusorgen. Aber dann müsste man sich ja gleich mit den Problemen beschäftigen – später können andere das lösen…
      Liebe Grüße!

  7. Danke für den Beitrag, Vanessa. Von Solar-Geoengineering hatte ich tatsächlich noch nichts gehört. Dass der Mensch ständig versucht an der Natur rumzuschrauben ist doch normal. Wir lernen es einfach nicht. Wir verkacken es immer und immer wieder.

    1. Ne, das lernen wir wirklich nur, wenn´s schon weh tut. Ich dachte ja erst, das wäre mal wieder so eine Fake-News-Meldung. War´s dann aber leider nicht.

  8. Ich dachte erst, du machst Scherze wegen der Hagelabwehr. Hätte mir denken können, dass es Realität ist. Es ist unglaublich, wie in die Natur eingegriffen wird. Zumal gar nicht vorhersehbar ist, wie es ausgeht.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Ich hätte ja auch lieber einen schlechten Scherz gemacht. Angeblich hat so ein durchgeknallter Autokrat sogar schon solche Hagelabwehrflieger starten lassen, um seine Militärparade wie geplant auflaufen lassen zu können. Dafür habe ich jetzt keine Belege gesucht, aber wundern tät’s mich nicht.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  9. Mir stehen regelmässig die Haare zu Berge, wenn ich von solchen Absichten lese. Keiner weiss, wie sich das schlussendlich wirklich auswirkt, keiner kann absehen, was es für Folgen haben wird, die NICHT erwünscht sind. Und die Erfahrung zeigt: wo der Mensch meint, ins Spiel eingreifen zu müssen, folgt Chaos. Aber solange man mit solchen Technologien viel Geld verdienen kann, wird man sich darüber wenig Gedanken machen. Und die, welche sich Gedanken machen, sitzen eh‘ am ganz kurzen Hebel. Sowieso, der Ansatz für sich ist schon ganz der Falsche. Würde der Mensch wirklich im Grossen denken hätte er schon vor -zig Jahrzehnten erkennen müssen, in welche Richtung der Zug fährt und wie man ihn stoppen kann. Aber wie ich schon schrieb: immer und überall grätscht der schnöde Mammon dazwischen, auch wenn die Absichten (zumindest im Ansatz) manchmal gar nicht so schlecht wären….
    Herzliche (und ausserdem sehr besorgte!) Grüsse…..

    1. Ich behaupte mal dreist, dass der Mensch die Richtung tatsächlich schon vor zig Jahrzehnten erkannt hat. Nur wars dem egal – der schnöde Mammon, du sagst es. Was interessiert mich das morgen, wenn ich heute fette Kohlen scheffeln kann?! Die richtigen Menschen an der richtigen Hebeln – das wäre mal was. Schade, dass sich die Politik(er) nicht von Wissenschaftlern sondern von Lobbyisten beraten lässt. Irgendeiner dieser „klugen“ Köpfe meinte sogar mal, dass man sich über den heutigen Müll ja später immer noch Gedanken machen könne. Und plötzlich wars später und keiner wollte den Müll haben – welch Wunder 🙄
      Liebe Grüße!

  10. Da habe ich auch noch nichts von gehört, ist ja interessant. Ich bin aber trotz allem recht zuversichtlich, obwohl ich als Aquarianer weiß, was passieren kann, wenn in die Natur eingegriffen wird. Ich denke, man muss immer abwägen, was die gefährlichere Variante ist.

    Wenn durch die Klimaveränderungen unabwendbare Veränderungen einhergehen, die nicht mehr abzuwenden und vielleicht lebensbedrohlich sind, stellt sich die Frage der Alternative nicht, wenn klar ist, dass diese zwar gefährlich aber nicht lebensberohlich ist.

    Ich habe aber auch großes Vertrauen in die Wissenschaft 😉

    1. Ist immer blöd, wenn man nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Hätte man früher auf die Wissenschaft gehört, müsste man sich solche Gedanken gar nicht machen.
      Vertraue in die Wissenschaft ist gut – wenn man schon keines in die Politik haben kann…

  11. Das mit der Hagelabwehr wusste ich auch noch nicht. Das ist ja ein Ding. Anscheinend gibt es so einiges, wovon wir uns nicht mal ansatzweise vorstellen können, dass es das gibt. Was ich vor einiger erstmals gelesen habe, war von Wolkenmanipulation zwecks Regenerzeugung in Dubai. Das fand ich schon ausgesprochen ich sag mal irritierend.

    Zum „hinterher ist man immer schlauer“ fällt mir ein Beispiel hier aussem Ruhrpott ein. Die Emscher wurde ja auch in ein Kanalbett gepresst mit sehr umweltschädigenden Folgen. Seit einigen Jahren läuft das Projekt Emscher-Renaturierung. Eben weil man hinterher schlauer war. Das Projekt ist weitestgehend abgeschlossen, die Emscher folgt in weiten Teilen wieder ihrem ursprünglichen Verlauf und es sind viele neue grüne Flächen entstanden, sehr schön tatsächlich. Hier war hinterher noch so gerade eben rechtzeitig genug.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. Dubai scheint mir generell größenwahnsinnig zu sein – man könnte fast meinen, Pipi Langstrumpf würde sich da die Welt bauen, wie sie ihr gefällt.
      Die Renaturierungsprojekte zeigen, dass es auch in die andere Richtung geht. Solche guten Nachrichten lassen einen immer ein bisschen hoffen, dass sich das Ruder doch noch herumreißen lässt. Dafür braucht es mehr, die mit machen aber vielleicht kommt hier ja noch das große Wunder, auf das so viele hoffen.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  12. Einiges war mir nicht bekannt. Gut, dass du über dieses Thema schreibst. Das muss man sich mal vor Augen führen. Und die Wissenschaft steht ja nicht still. Wer weiß, was da noch kommt. Es weckt auf der einen Seite Hoffnungen, aber auf der anderen Seite hat es vielleicht auch nicht mit einkalkulierte Folgen.
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Tatsächlich tut sich extrem viel in der Wissenschaft. Und Dank KI und immer besserer Rechnenleistung lassen sich solche Überlegungen auch immer besser am Model simulieren bevor man in der freien Natur solche Experimente mit schwerwiegenden Folgen durchführt. Ich hoffe zwar nicht auf ein Wunder aber völlig hoffnungslos die Flinte ins Korn zu werfen – so nach dem Motto „nach mir die Sinnflut“, jetzt ist eh alles egal – ist ja auch keine Lösung.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  13. Puh, da war einiges, was ich noch nicht wusste. Hagelabwehr kannte ich zum Beispiel nicht. Vieles ist sicher nicht gut, aber ich denke auch oft, dass man bestimmte Dinge eben leider nur aus der Erfahrung lernt (mein Beispiel dabei ist oft FCKW). War es erst der heiße Sch* für alle, weil es so viel Neues brachte, mussten wir es zurecht dann abschaffen bzw. ersetzen und das hat auch mehr oder minder geklappt.
    So hoffe ich auch bei anderen Methoden. Und einiges ist ja auch gelungen, wenn wir z.B. an Flüsse denken.
    Es ist nicht immer alles gut und richtig, weder damals noch heute, aber vieles wurde eben auch sinnvoll korrigiert. Ich hoffe immer auf Vernunft und auch Eigeninitiative, denn jeder kann seinen kleinen Teil beitragen.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Ja, die Hoffnung darf man nicht aufgeben. Das mit der Eigeninitiative und Vernunft ist allerdings so eine Sache – aber auch da kann man ja hoffen 😉. Zumindest geht es an manchen Stellen auch wieder in die richtige Richtung.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  14. Das mit dem Silberiodid wusste ich, aber nur im Zusammenhang mit China und deren Versuch das Wetter zu beeinflussen. Das wir Deutschen das auch machen war mir nicht bekannt. Tja, vieles wird unter den Teppich gekehrt, zu unser aller Wohle….hahaha ;(
    Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass es Überlegungen gab, mittels großer heller Folien die Erde abzukühlen oder so ähnlich. Da ja auch viele Schnee- und Eisflächen verschwinden und somit die Erde weniger gekühlt wird. Ob das aber praktikabel ist. Und gestern las ich, aufgrund des Klimawandels wird in zumindest in Deutschland häufig später geheizt und das ist dann auch wieder besser fürs Klima.

    Ach ja, und vor kurzem hatte ich in einer Sendung gesehen, dass gerade Beton/oder ein Baustoff entwickelt wurde, der aktiv kühlen kann. Im Sommer und für heiße Länder super.

    Ich würde mir einfach insgesamt mehr Aufklärung wünschen, die Natur ist kompliziert, da dürfte gerne schon im Kindergarten oder in der Grundschule mit mehr Infos gestartet werden. Aber, da fehlt es auch an Leuten und Zeit und Geld, also, alles wie immer.

    Ich hoffe einfach nur, dass unsere Kinder in 20 Jahren ihr Leben nicht nur noch in Innenräumen mit Klimaanlage verbringen können. Da heißt es abwarten und Tee trinken und im Kleinen versuchen, ein bisschen heile Natur zu gestalten und zu beschützen.
    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Einige Gletscher werden tatsächlich schon mit hellen Folien abgedeckt, damit sie nicht gänzlich dahinschmelzen. Solche Maßnahmen können den Prozess leider nur verlangsamen und praktikabel ist es wirklich nicht – zumindest nicht in den Ausmaßen, in denen es eigentlich nötig wäre.
      Ich glaube, die Schulzeit reicht gar nicht aus für all das wichtige Wissen, dass man eigentlich haben sollte. Und mal abgesehen davon muss ich zugeben, dass bei mir aus den Schulstunden nur wenig hängen geblieben ist (immerhin wusste ich im Vergleich zu anderen im Mathevorkurs fürs Studium noch, wie Bruchrechnen funktioniert 🙄). Wenn der Normalsterbliche nach einem langen Arbeitstag im Vorabendprogramm lieber Berieslung statt Information schaut, kann ich das aber auch gut verstehen. Man muss irgendwie einfach „dran bleiben“ – von wegen lebenslanges Lernen. Und alles was man im Kleinen machen kann, summiert sich am Ende vielleicht doch noch zu was Großem auf.
      Liebe Grüße!

  15. Du meine Güte, was es alles gibt! Von Hagelabwehr und all dem habe ich noch nichts gehört.
    Nach kaputten Rollläden und einem verwüsteten Garten vor ein paar Jahren könnte ich mir so etwas wünschen, aber wollen wir das wirklich, dass man das steuern kann? Ein Thema, mit dem es sich zu beschäftigen lohnt.
    Liebe Grüße
    Susanna

    1. Ob das wirklich funktioniert, weiß ich nicht. In der Nachbarschaft hat es damals so einiges zerschlagen, einschließlich Dachziegel. Womöglich kommt das, was am Flughafen nicht runter „darf“ an anderer Stelle dann mit doppelter Wucht. Man weiß es nicht…
      Liebe Grüße
      Vanessa

  16. Doch und leider wahr. Sie nehmen den Himmel ein mit all Ihren Wissenschaften, Macht und Geld und dazu muss man kein Verschwöhrungsdings sein.
    Bin mir schon lange nicht mehr sicher, was von oben alles runterkommt und ob der Regen noch wirlich gesund ist. Und leider sind es nicht mehr die harmlosen Regentänze derjenigen die ihre Götter beschwören wollen.

    1. So ganz genau will ich das gar nicht mehr wissen – ich kann’s ja eh nicht ändern. Zumindest scheint manche Methode erfolgsversprechender als ein Regentanz 😉

  17. Besonders schön finde ich immer die haarsträubenden Thesen zu Chemtrails.
    Bei manchen Leuten ist der Sprung von der Hagelabwehr zu Verschwörungstheorien mit Chemtrails leider nicht sehr weit.
    Ich fände es ja schon nicht schlecht, wenn man Regen hebei zaubern könnte. Regentänze sind wirkungslos, kann ich durch eigene Versuchsreihen bestätigen. 😉
    VG
    Elke

    1. Die Versuchsreihen hätte ich ja zu gerne gesehen 😄. Manches klingt schon sehr nach Verschwörungstheorie. Da man ja generell eher skeptisch unterwegs sein sollte, habe ich mir angewöhnt, immer nach den Quellenangaben zu fragen. Erstaunlich, was sich da alles als wahr herausstellt – die Chemtrails gehören aber nicht dazu – schönes Beispiel 😂
      LG
      Vanessa

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