Dieses Jahr schenken wir uns nichts!
Egal, was man von Weihnachten halten mag, es steht mal wieder vor der Tür. Und wie jedes Jahr völlig überraschend und unerwartet. Ob man selbst feiert oder nicht, bzw. was man feiert, bleibt einem nicht immer selbst überlassen. Familie und Freunde hegen so ihre Erwartungen und nicht jeder kann sich dem einfach entziehen. Ohne Kinder ist das natürlich ein ganzes Stück leichter.
Hat man welche, bekommen die natürlich mit, wie das bei anderen abläuft und was Geschenke angeht, kann es aus mancher Perspektive wahrscheinlich gar nicht genug sein. Die Vergleiche werden trotzdem gezogen und dann ist es auch völlig egal, ob es schon zum Geburtstag oder zum Zuckerfest etwas gab – jetzt ist Weihnachten und da hat gefälligst was unterm Baum zu liegen. Ich muss zugeben, das was manche Eltern so an Geschichten vom Stapel lassen, sorgt bei mir für Erheiterung und Erstaunen. Das waren noch Zeiten, als auf dem eigenen Wunschzettel popelige zwei bis drei Dinge standen.
So sehr ich mich einerseits über Geschenke freue, so sehr freue ich mich über bestimmte Geschenke überhaupt nicht. Irgendwann sind wir ja alle mal in einem Alter, in dem man entweder nichts mehr braucht oder sich das, was man braucht, selber leisten kann. Was man sich allerdings eher selten gönnt, sind besondere Spezialitäten – viel zu schade/teuer/edel/… für den Alltag. Welche „Laster“ das sind, sollte man allerdings nicht an die große Glocke hängen. Sonst hat man davon irgendwann einen Vorrat auf Lebenszeit. Bei meiner Oma war es Eierlikör, davon hatte sie bestimmt 20, wenn nicht sogar 30 Flaschen im Schrank.
Während mein Mann mir also immer ein kleines Präsent zum Auspacken unter den imaginären Baum legt, ist es mir bei allen anderen am liebsten, wenn man gänzlich auf Geschenke verzichtet. Wir feiern daher unsere Minibescherung auch immer ganz privat. Da geht es nur um die kleine Überraschung und ich muss weder mit Parfüm noch mit Perlen rechnen (über beides wurde mir schon reichlich Leid geklagt). Im Gegensatz zum Rest der Welt, weiß der Gatte nämlich genau, was ich gerne nasche und er käme nie auf die Idee, mir irgendeinen Krempel aufs Auge zu drücken.
Zum Beispiel Deko – die ist generell Geschmackssache und nicht alles, was wir schön finden, trifft auf ebenso große Gegenliebe. So manches Höflichkeitsgeschenk kam gefühlt direkt aus der weihnachtlichen Vorhölle – vom wollenen, kratzigen Rüschenschal über Vasen und Windlichter bis hin zu Alkoholpralinen. Warum nur fällt es vielen so schwer, einem nur den einen Wunsch zu erfüllen – nämlich auf Geschenke zu verzichten.
Wenn nicht gerade wie im letzten Jahr explizite Wünsche im Raum stehen, spare ich mir die Energie für Geschenke gerne. Besonders Selbstgemachtes ist ja meist aufwendig und wenn dieses Jahr nicht gerade jemand nach eingelegten (und sauscharfen) Chilis verlangt, halten wir uns hoffentlich alle brav an das „wir schenken uns nix“.
Bei (mehr oder weniger) fremden Kindern bin ich ebenso konsequent – ich muss mich da auch nicht beliebt machen. In den meisten Fällen versinken die eh in Bergen von Geschenken, da braucht es keine Aufmerksamkeiten fremder Gelegenheitsverwandter. Und wenn Aufmerksamkeit, dann eher im ursprünglichen Wortsinn. Teilweise ist es erschreckend, wie froh manche Kinder sind, wenn ihnen mal jemand länger als zwei Minuten zuhört. Doch selbst dafür holt der Weihnachtsmann gerne etwas aus dem Sack.
Gemeinsame Zeit – das ist ja DAS Trendgeschenk, vor allem für Minimalisten. Und so stauben mittlerweile tausende Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen in den Schubladen vor sich hin. Solche Geschenke sind dann eher Last und Verpflichtung – vor allem für den Beschenkten.
Zeit mit der Familie? Das ist doch kein Geschenk!
https://www.youtube.com/watch?v=mtjhRW3KYms
Ganz in diesem Sinne genieße ich eine wie alle Jahre wieder tiefenentspannte Vorweihnachtszeit. Angesichts ihrer kulinarischen Köstlichkeiten mag ich diese Zeit nämlich sehr und die hübsch beleuchteten Städte lassen mich ein bisschen die trüben Wintertage vergessen.
Falls jemand dennoch das dringende Bedürfnis verspürt, unbedingt etwas verschenken zu müssen – einfach mal die Augen offen halten. In einem Nachbarort werden z.B. Wunschzettel von Kindern, deren Familien kein Geld für Geschenke haben, an den Weihnachtsbaum in der Bibliothek gehängt. Da kann man dann Kinderwünsche erfüllen, die auch ankommen (bei haldewitzka wird erklärt, wie es funktioniert). Vielleicht gibt es ähnliche Aktionen in der eigenen Umgebung. Und das Geld für nicht wertgeschätzte Höflichkeitsgeschenke ist als Spende beim Tierheim sicher auch sinnvoller angelegt.
Und jetzt sprecht mir alle nach (ohne Augenzwinkern und verschränke Finger): Dieses Jahr schenken wir uns nichts!

Bekommen wir nach Weihnachten ein Update dazu?
Ich mag schon Geschenke, am liebsten ohne Anlass, suche mir die aber gerne selbst aus. Mein Mann weiß inzwischen zum Glück genau, mit welchen Pralinen und Schokoladensorten er mir eine Freude macht und nicht nur sich.
Drücke euch die Daumen für das geschenkfreie – bis auf das eine Päckchen je – Weihnachten!
Hihi, natürlich kann ich dann ein Update geben. Hab gerade ein Verbot erteilt bekommen, irgendwelchen Paketboten die nächsten Tage die Türe zu öffnen. Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, was der Herr da ausheckt – denn eigentlich brauche ich ja nichts.
Zumindest für Männer gilt: Der schnellste Weg Weihnachten zu versauen, ist, sich an die Absprache: – Wir schenken uns nichts – , zu halten. 😉 Die bessere Hälfte der Spezies Mensch sieht das als nicht zu befolgende Empfehlung. Das ist zumindest meine Erfahrung. 😀
Ich hab tatsächlich nur ein kleines Präsent für meinen Mann – jetzt hab ich wegen deinem Kommentar aber Sorge, vor der Schwiegermama ohne Geschenk dazustehen 😉. Andererseits haben wir doch wirklich alle alles und sind froh, wenn wir nicht irgendeinen Kram bekommen. Also ich zumindest.
Sorry, aber ich spreche dir sicher nicht nach. Eine ausführliche Argumentation zum Thema kommt in den nächsten Tagen bei mir (https://nightcat.one). Ich schicke einen Ping, wenn ich so weit bin. Herzliche Grüße!
Da bin ich ja mal gespannt – und das Thema wird uns die Tage sicher an vielen stellen begegnen 😄. Noch spannender wird wahrscheinlich, wer sich am Ende wirklich daran gehalten hat…
Liebe Grüße!
Ach ich mag Geschenke. Übersichtlich und wohl überlegt ausgesucht. Nicht zu viel, das ist klar.
Gerne etwas zum Aufbrauchen wie Duftkerze oder Rauchsalz. Eine Amaryllis ist auch schön. Die werde ich der Nichte mitbringen, wenn sie zum Weihnachtsbrunch einlädt.
Meine Nichten hatten einen mageren Wunschzettel, es sind nicht alle Kinder maßlos.
Aber ich weiß schon genau was Du meinst. 🎄
Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina
Dinge zum Aufbrauchen finde ich auch besser, aber auch das sollte passen. Gerüchteweise kursieren ja gerade mal drei Packungen Mon Cherie auf der Welt, die immer weiterverschenkt werden.
Das es auch genügsame Kinder geben soll, ist mir auch schon zu Ohren gekommen. Kennengelernt habe ich aber noch keine. Aber ich will eh nicht die Lieblingstante werden 😉
Liebe Grüße
Vanessa
Meine Frau und ich schenken uns tasächlich nichts zu Weihnachten und Geburtstagen. Seit Jahren nicht. Tut überhaupt nicht weh und klappt ganz vorzüglich. Es fehlt auch nichts. Das heißt nicht, dass wir uns überhaupt nichts schenken. Nur eben nicht an diesen speziellen Tagen. Macht uns so viel mehr Spaß. Die „Kinder“ bekommen in diesem Jahr auch Nix. Waren sehr einverstanden damit. Die einzigen Geschenke, die wir in diesem Jahr gekauft haben, waren die im Rahmen der Wunschbaumaktion – https://haldewitzka.de/wunschbaumaktion-velbert-2025/ – Bei solchen Sachen machen wir gerne mit.
Für die Wunschbaum-Aktion hat es dieses Jahr zeitlich nicht gereicht aber die Idee finde ich klasse. Ich bin auch eher ein Fan, etwas dann zu verschenken, wenn man eben gerade die Idee dazu hat. Dann ist ist Überraschung umso größer und ich muss als Schenkende auch nicht so lange warten. Bis Weihnachten hätte ich all meine guten Ideen ja längst wieder vergessen.
Bei uns wird sehr! weit vor Weihnachten ausgelost, wer wen beim nächsten Weihnachten beschenkt. Dann hat man fast ein Jahr Zeit, sich eine Kleinigkeit für denjenigen auszudenken. Es sind dann wirklich Kleinigkeiten, die sehr persönlich sind. (kein Parfüm, keine Krawatte)
Das Beschenken ist dann eine nachmittagsfüllende Freude für alle, weil alle nacheinander ihr Päckchen auspacken, wenn die ganze Familie am Tisch sitzt. Jeder bekommt ein! kleines Geschenk mit einem Wert vom möglichst unter 10 Euro. Es geht nicht um Konsum, sondern um die Freude am Schenken und beschenkt werden.
Schöne Vorweihnachtszeit!
Sibylle
Diese Variante würde mir auch gut gefallen und das ist für alle Beteiligten spannend. Ich schaue ja gerne anderen beim Auspacken zu und um jemandem eine Freude zu machen, braucht es auch gar nicht die großen Investitionen. Bei unseren kleinen Runde wäre das allerdings keine Alternative und mir ist es lieber, wenn sich außer meinem Mann niemand Gedanken um meinen Geschmack macht. So nett es oft gemeint ist, so selten ist es halt am Ende wirklich ein Volltreffer.
Liebe Grüße
Vanessa
Also, mal ganz grundsätzlich: ich schenke wahnsinnig gerne. Und auch in meiner Familie (das sind im engsten Kreis 12 Nasen) wollte man das Schenken zu Weihnachten nicht ganz aufgeben. Also haben wir das Wichteln eingeführt, und seither ist das alles super entspannt- und man trifft ausserdem IMMER vollumfänglich den Geschmack des Beschenkten. Weil wir nämlich Zettelchen ziehen, auf die man einen Wunsch schreiben darf. Oder 2. Oder 3. Man hat dann sogar die Wahl, was man schenken möchte.
HH und ich schenken uns schon lange nix mehr, weder auf den Geburtstag noch zu Weihnachten. Aber dieses Jahr werd ich mal nach einer schicken Mütze für ihn schauen; seine alten sind durchwegs ziemlich…ähemm….ramponiert.
Allerdings hab ich auch schon Bescherungen zu Weihnachten erlebt, wie ich sie never ever mehr mitmachen möchte. Das war bei der Familie eines Ex-Partners. Es waren 4 Kinder anwesend, und nur die wurden beschenkt. Es lagen für diese 4 Kinder sage und schreibe 44 (VIER-UND-VIERZIG!!!) Geschenke unterm Baum. Und wir sprechen hier nicht von Kleinigkeiten: Skiausrüstungen, Elektro-Kram, steuerbare Bobs, usw. undsofort. Du kannst es dir denken: ich hab schlicht die Krätze gekriegt. Und hab meinem EX-Partner erklärt, dass ich sowas nie, nie! wieder mitmachen werde. Es hat sich dann eh‘ erübrigt, ein nächstes gemeinsames Weihnachten gab es nicht für uns. 😁
Fazit: jeder, wie er gerne mag. Ich such mir dann einfach aus, wo ich mitmische(n möchte).
Herzliche Grüsse!
PS: das mit dem Wunschbaum: topp!
Das mit dem Wunschzettel-Wichteln finde ich auch eine schöne Sache. Mit so vielen Leuten macht das auch richtig Sinn und am Ende ist es doch auch eine Überraschung, was man von wem bekommt. Mein Mann und ich sind ja oft auch anlassunbezogen unterwegs, was das Schenken angeht. Aber wenn Anlass wie Geburtstag oder Weihnachten zufällig auf einen Bedarf treffen, kann es schon mal was Nützliches sein.
So krass viele Geschenke finde ich unmöglich. Da setzt doch irgendwann das Hirn aus und man kann sich gar nicht mehr über all das freuen. Da wäre ich auch kein zweites Mal dabei, ob mit oder ohne diesen Partner. So große Familienfeste überfordern mich eh immer ein bisschen – bin einfach so viel Trubel um mich herum nicht gewohnt. Daher mache ich es wie du und suche mir genau aus, wo ich mitmischen bzw mitfeiern möchte.
Liebe Grüße!
…achso, und ausserdem: ich spende immer zu Weihnachten etwas grössere Beträge an die Tierschutzorganisationen, die ich auch während des Jahres berücksichtige. So mach ich mir dann auch selber ein Geschenk weil ich weiss, dass mein Geld so Gutes anrichtet. 😊
Ja, so machen wir das auch. Die Spende an Sea Shepherd ist quasi ein Geschenk an mich selbst.
Unsere Kinder und Enkelkinder werden gern beschenkt. Es müssen ja keine horrenden Summen ausgegeben werden. Mein Mann und ich schenken uns nichts gegenseitig zu Weihnachten. Für kleine Geschenke gibt es genügend andere Anlässe.
Liebe Grüße
Sabine
Stimmt, Anlässe gibt es genug. Und eigentlich braucht man ja keinen, um jemandem eine Freude zu machen. Deswegen halten wir es auch ganz klein – quasi nur als kleine Tradition.
Liebe Grüße
Vanessa
Okay, ich bin hier mit Tina vielleicht Exotin. Ich kann mir nicht vorstellen, meinem Mann und den Kindern (die groß sind oder es meinen) an Weihnachten oder Geburtstagen nichts zu schenken. Und ich werde auch gern schön beschenkt. Behaupte allerdings auch, dass ich leicht zu beschenken bin.
Ich verstehe jeden deiner Punkte, finde Fahrräder zu Ostern auch nicht angemessen.
Aber für mich ist ein Geschenk ein Herzensding. Nun sind wir hier (und die Freunde, die etwas schenken auch) allerdings auch aufmerksam und es gibt nicht irgendwelchen Kram.
Ich verstehe jeden, der es anders macht, ich möchte es nicht.
Den Wunschbaum kenne ich auch, selbst unsere Kinder kaufen anderen Kindern etwas. Aber da ging es teilweise auch in diesem Jahr etwas hart zu (E-Roller bitte ab 50€ aufwärts) oder sehr berührend, wenn der sehnlichste Wunsch eine Matschhose ist.
Bin gespannt, ob du uns nach Weihnachten erzählst, wie es war.
Liebe Grüße
Nicole
Ich bin gerade auch sehr neugierig, was mich an Weihnachten erwartet. Zumindest habe ich ein Paketannnahmeverbot erteilt bekommen – mein Mann macht es sehr spannend. Ich werde berichten 😉.
Ein Geschenk sollte immer ein Herzensding sein, sonst kann man es lieber lassen. Deswegen warte ich dann auch nicht bis Weihnachten, wenn ich für jemanden eine schöne Idee habe.
Das mit den finanziellen Vorgaben für den Wunschbaum kenne ich so nicht. Hier hingen eher sehr bescheidene Wünsche dran – Bücher zum Lernen oder Bastelkram. Ich war allerdings vor zwei Jahren extrem gerührt, als schon am zweiten Tag alle Zettel vergeben waren. Das zeigt, dass es noch sehr viele freigiebige Menschen gibt, die in dieser Welt etwas Gutes tun wollen.
Liebe Grüße
Vanessa
Genau so ist es! Du sprichst mir aus der Seele. In meinem Umfeld haben das inzwischen alle kapiert und alles ist entspannt.
Manchmal gibt es hier noch Aussetzer und wir bekommen Souvenirs mitgebracht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!
was sollen wir uns schenken bei gemeinsamem konto?
eben.
und gemeinsame zeit und aufmerksamkeit schenken wir uns 365 tage im jahr…..
und wenn einer mal was schönes findet für den anderen, dann wird das einfach so „geschenkt“ – voraussetzung hier natürlich, dass man weis, womit man freude auslösen kann.
keine nahe verwandtschaft zu haben ist gerade jetzt ein angenehmer luxus – der nerv hört ja nicht bei geschenken auf 😀
xxx
Ich kann auch gar nicht immer auf irgendeinen Anlass warten, wenn ich jemandem eine Freude machen will und mir was Schönes über den Weg läuft. Und die Überraschung ist dann umso größer – die Freude in der Regel auch. Für uns ist das Auspacken eine kleine gemeinsame Tradition, die wir auch unter uns ausmachen. Es gibt nie irgendeinen Krempel nur um des Schenkens willen. Wir sind aber auch nicht anspruchsvoll, mein Mann freut sich auch über Leckereien – bei denen ich natürlich auch was abbekomme 😁.
Bei mir ist es nur die kleine angeheiratete Familie, die extrem pflegeleicht ist. Das ist wirklich ein Luxus, da stimme ich dir zu. Nicht nur zu Weihnachten!
Liebe Grüße!
Oh ja – wie sehr ich diese Verlegenheitsgeschenke liebe. Nicht. Und schon mal gar nicht, wenn es um Deko geht. Ich bin da schon öfter ganz entsetzt gewesen, was ich nach Meinung anderer in die Bude zu stellen habe. Ganz schlimm ist das auch für’s Boot. Was ich da schon alles geschenkt gekriegt habe, weil die Menschen meinen, so eine Tasse mit „Mein Boot meine Regeln“ wäre ein ganz außergewöhnliches Geschenk. Ich könnte den ganzen Hafen damit bewirten – wenn nicht die meisten auch schon solche Tassen geschenkt bekommen hätten.
Klingt undankbar, ich weiß. Aber trotzdem….
Zum Thema: Wir schenken uns alle Weihnachten noch was. Hier sind alle ganz erpicht aufs Päckchen auspacken – ich könnte auch drauf verzichten. Vor allem, weil ich letzten Endes ich doch diejenige bin, die das meiste besorgt und einpackt. Aber im großen und ganzen sind alle in unserer Familie aufmerksame Schenker. Ich mache mir im Laufe des Jahres immer Notizen, wenn ein Hinweis kommt.
So oder so – ich wünsche Euch weiter eine entspannte Vorweihnachtszeit. Gestresst bin ich auch nicht.
Liebe Grüße
Britta
Ups, einpacken muss ich das Präsent auch noch. Am besten, bevor mein Mann das Papier aufbraucht. Ich weiß ja nicht, was er ausheckt aber ich darf nicht mehr an die Türe.
Tassen sind ja ein gern gekauftes Geschenk. Dabei finde ich das besonders unpassend – habe ich doch selber eine ganz eigene Lieblingstasse und brauche davon auf keinen Fall noch mehr im Schrank. Schon gar nicht mit irgendwelchen „lustigen“ Sprüchen drauf. Wenn man unbedingt was schenken will, kann man doch etwas nehmen, dass die Leute aufbrauche oder weiterverschenken können. Für den Notfall habe ich immer einen guten Wein im Keller. Den trinke ich selbst gerne und fülle dann wieder auf. Dann hat man aber auch etwas, wenn man spontan auf eine Party eingeladen wird, auf der jeder etwas mitbringen soll. Vielleicht braucht es noch die Kategorie „Rachegeschenke“ für besonders renitente Schenker 😉.
Liebe Grüße
Vanessa
Hui, was für ein Minenfeld dieses Thema doch ist!
Wir haben es in der Familie auch schon durch. – in nahezu allen Variationen: Als Kinder wurden wir bereits mit mehr Geschenken überhäuft, als ein menschliches Gehirn verarbeiten kann. Vom Bespielen der Geschenke fange ich lieber nicht an. Unter den Erwachsenen wurde jahrelang vereinbart, dass sich nichts geschenkt wird, woran sich aber niemand hielt, weil niemand ohne Gaben dastehen wollte. Also schenkte alle allen anderen etwas sehr Ähnliches, aber wenig Persönliches. Mit Zuwachs der Familie wurde das aber auch immer unübersichtlicher. Heuer kommen bei unserer Familienfeier 23 Personen und ein Hund zusammen. Da würde ein Alle-beschenken-alle-Verfahren noch unvertretbarere Ausmaße annehmen als ohnehin schon.
Deshalb hat meine Generation vor ein paar Jahren schließlich das Wichteln unter den Erwachsenen eingeführt. So bekommen alle ein Geschenk, das aber speziell für sie bestimmt ist anstelle etwas Generischem.
Kinder sind da natürlich außen vor, weil alle den Kindern etwas schenken möchten, wobei ich nicht müde werde, nachzufragen, ob etwas Geld für das Sparkonto für die Zukunft nicht sinnvoller wäre. Sonst greife ich gern zu Büchern oder etwas, wobei Kinder ihre Kreativität entfalten oder etwas praktisch lernen können.
Freund*innen freuen sich über meine Plätzchen und Lebkuchen. Da ich gern backe, geht das Hand in Hand, auch wenn es von Jahr zu Jahr etwas ausufert mit den nächtlichen Back-Sessions.
Mein Partner und ich verabreden uns jedes Jahr erneut, wie wir es handhaben wollen. Meine Eltern haben dieses Jahr darauf bestanden, dass wir uns nichts schenken, was uns recht ist. Hoffentlich halten sie sich daran. 🙂
In diesen Sinne wünsche ich besinnliche Feiertage!
Philipp
Bei so vielen Leuten macht das Wichteln bestimmt auch viel mehr Spaß. Ich stelle mir das zumindest sehr lustig und spannend vor. Die Kinder von Freunden oder die von der Freundin des Schwagers bekommen von mir nichts. Die haben sicher genug andere Quellen und stehen mir nicht nahe. Selbstgebackene Plätzchen finde ich ein wunderbares Geschenk. Genauso wie selbstgemachte Marmelade – das ist für mich etwas besonderes. Auf den in Öl eingelegten Käse oder andere wilden Experimente würde ich dieses Jahr hingegen gerne verzichten… Generell finde ich, man sollte nichts verschenken, dass man nicht auch selbst gerne essen würde. Außer, der Beschenkte wünscht sich das explizit. Du merkst, ich hab da schon so meine Erfahrungen machen dürfen 🙄.
Ich drück dir die Daumen, dass sich alle an die Vereinbarungen halten!
Liebe Grüße
Vanessa
Liebe Queen All,
bei dem Thema gehen die Meinungen doch sehr weit auseinander – und ich habe natürlich auch eine. Dieses Jahr ist mir, den Umständen entsprechend, sowieso nicht besonders weihnachtlich zu Mute und deswegen hat der Liebste seine Weihnachtsgeschenke schon vorher bekommen. Ich hab da aber neulich so ein geheimnisvolles Paket für ihn entgegen genommen und hab da so eine Vermutung 😂
Ich finde, jeder soll das an Weihnachten so machen, wie sie/er es für sich richtig hält. Ich bin auch jemand, der lieber zwischendurch was schenkt, meist ganz spontan. Die Beutenichte und der Beuteneffe bekommen übrigens auch nur Kleinigkeiten.
GLG
Miriam
Liebe Miriam,
was sind denn bitte Beutenichten und -neffen? Das hab ich ja noch nie gehört 😄.
Ich darf gar nicht mehr an die Türe. Mein Mann macht es spannend. Wir gehören ja auch zu denen, die sich eher anlassunbezogen eine Freude machen und ich brauche eigentlich nichts. Wer weiß, was er ausheckt…
Ich wünsche dir trotz allem ein paar entspannte Tage!
Liebe Grüße
Queen All
Hallo Vanessa,
wir feiern mit unseren erwachsenen Kindern zusammen und haben uns darauf geeinigt, dass jeder ein Geschenk von allen anderen zusammen bekommt. Und damit es wirklich Freude macht, gibt es etwas, das man sich auch wirklich wünscht.
Gemeinsame Zeit zu verschenken ist übrigens sinnvoll. Nämlich dann, wenn man konkret nachfragt: „Was würde dir Freude machen, das wir gemeinsam unternehmen?“ Und damit der Gutschein nicht verstaubt, ist man in der Pflicht, sich im Januar zu melden und einen Termin auszumachen.
Liebe Grüße und frohe Weihnachten
Susanna
Das mit der Meldepflicht im Januar finde ich eine hervorragende Idee. Dann schimmeln die Gutscheine nicht in der Schublade vor sich hin. Ich habe meinem Mann ja schon so einige gemeinsame Unternehmungen geschenkt, völlig uneigennützig natürlich 😇. Mittlerweile ist die Wunschliste aber sehr zusammengeschrumpft und für eine lange Auszeit auf den Malediven fehlt das nötige Budget, selbst wenn wir zusammenlegen 😉. Ohne eigene Kinder ist es natürlich einfach. Sich zusammen auf ein Geschenk zu einigen, ist sicher auch eine Herausforderung. Aber eine schöne!
Liebe Grüße
Vanessa
Ich kann mal wieder nicht schlafen, habe also fertig. 😁
Meine Antwort auf deinen Text: https://nightcat.one/2025/12/dieses-jahr-schenken-wir-uns-nix/
Da sind wir schon zwei… blöder Jetlag 😬
Jetlag? Im Ernst? Falls ja – wo warst du?
Das verrate ich im nächsten Beitrag 😉
Neidisch bin ich jetzt schon – wenn es für den Jetlag reicht, habe ich Grund die Farbe zu wechseln.😁
Ganz blöd finde ich, wenn man Alkohol geschenkt bekommt, obwohl man lang und breit erzählt hat, dass man das auf keinen Fall möchte. Und dann? Weiterverschenken? Nicht sonderlich originell, aber wegschütten ist ja auch blöd. Dann lieber gar nichts schenken, da bin ich ganz bei dir.
VG
Elke
Liebe Vanessa, das Wichteln ist dieses Jahr daran gescheitert, dass viele schon Geschenke besorgt hatten. Generell fanden aber alle die Idee gut, sodass es nächstes Jahr auf alle Fälle im Visier ist.
Wir bescheren am 24. immer im „inner circle“, das ist die Kernfamilie und nach dem Essen dann mit allen, die da sind. Insgesamt sind/ waren immer sieben-zehn Leute – kann man sich vorstellen, wie das aussieht, wenn jeder jedem was schenkt…. Allerdings fand ich es immer auch schön, stundenlang mit einem blubbernden Getränk in der Hand herumzusitzen und beim Auspacken zuzusehen. Aber ich stimme dir zu ohne undankbar sein zu wollen – manchmal ist schon auch Schrott dabei.
Sich nichts zu schenken habe ich versucht zwischen meinem Mann und mir zu etablieren, das war ein schwieriges Thema, nun ist es ad acta gelegt und wir meiden insbesondere sinnlose Büchlein und Haushaltsgeräte😀. Für mich selbst erstelle ich Wunschzettel und frage auch die „Kinder“ danach – ich will keinen Müll verschenken.
Insgesamt mag ich Weihnachten, bzw. den Heiligabend sehr, aber in manchen Jahren entwickelt sich die wohlig-warme Stimmung dennoch nicht, so auch in diesem, das ist dann mal so.
Ich wünsche dir Frohe Weihnachten nach deinem/ euren Geschmack und erholsame Feiertagsruhe.
LG
Marie
Liebe Vanessa,
Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen – gerade dieses „gut gemeint, aber völlig am Geschmack vorbei“ kennt wohl jeder. Gleichzeitig merke ich bei mir, dass das Schenken selbst für mich auch eine Form von Aufmerksamkeit und Wertschätzung ist. Ab Anfang November stecke ich meist schon mitten in den Vorbereitungen, denn von der ersten Idee bis zur Umsetzung fließt doch einiges an Zeit und Herzblut hinein.
Besonders meinem Team in der Arbeit schenke ich einmal im Jahr gerne ein kleines Dankeschön. Dieses Jahr waren es selbstgemachte Schokocrossies in einer schlichten Porzellanschüssel in Beige und Grau – nichts Lautes, nichts Dekoratives, das irgendwo herumstehen muss. Auch im Freundeskreis gibt es einige Singles, die an den Feiertagen allein zu Hause sitzen. Da finde ich es schön, wenn zumindest eine kleine Aufmerksamkeit zum Auspacken da ist.
Ich stimme dir aber absolut zu: Es sollten keine Dinge sein, die zur Last werden. Deshalb habe ich mich dieses Jahr für schlichte Geschirrtücher entschieden. Und ganz ehrlich – wenn jemand damit nichts anfangen kann und sie weiterverschenkt, bin ich nicht im Geringsten beleidigt.
Zeit statt Dinge zu schenken ist auch bei uns in der Familie ein großes Thema. Wenn das dann wirklich gelebt wird und nicht als Gutschein in der Schublade verschwindet, ist es für mich tatsächlich eines der wertvollsten Geschenke überhaupt.
Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent.
Herzliche Grüße
Jutta
Hey, ich hoffe ja sehr, dass deine Oma den Eierlikör auch mal schafft zu trinken und oder, wie wäre es mit weiterverschenken, zu Weihnachten :P.
Ich finde die Schenkerei auch nicht sonderlich gut. (siehe vorletzten Blogbeitrag). In der Familie beschenken wir die Kinder, auch wenn es von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Und übrigens Deko: bitte nicht! .P
Liebe Grüße!
Ich liebe es ja tatsächlich, Geschenke einzupacken und zu verschenken, aber mit meiner sehr kleinen Familie ist das zum Glück komplett entspannt und frei von Erwartungsdruck. Genau deshalb kann ich dieses „wir schenken uns nix“ so gut nachvollziehen – wenn es ehrlich gemeint ist, ist es einfach nur befreiend.
Und ja: gemeinsame Zeit als Pflichttermin im Gutscheinformat ist wirklich kein Geschenk! 🙈 Dann lieber zuhören, gut essen, Lichter anschauen und die Vorweihnachtszeit genießen. Dein Hinweis auf Spenden und Wunschbaum-Aktionen ist übrigens großartig – das kommt wenigstens da an, wo es wirklich zählt.
Ob mit oder ohne Geschenk, ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest!
Liebe Grüße,
Claudia
Vielen Dank liebe Claudia!
Das eine, kleine Geschenk muss ich auch noch einpacken – ich hab extra noch altes Geschenkpapier aufgehoben. Mein Mann ist da zum Glück nicht sehr anspruchsvoll. Bei der Wunschbaum-Aktion wäre ich da sicher kreativer 🫣. Die Vorweihnachtszeit ist wirklich die schönste Zeit, die Feiertage selbst sind mir gar nicht so wichtig.
Liebe Grüße und ebenfalls ein frohes Fest!
Vanessa